Immer noch keine flächendeckende Erstattung der Meldegelder erfolgt

(Braga/Madeira/Krefeld, 24. Juli 2020) Gaaanz selten kann es als Senioren-Leichtathlet/in bei einem internationalen Start von Vorteil sein, unter dem Patronat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zu stehen. Das entsprechende Referat sorgte dafür, dass den verhinderten deutschen Startern der drei abgesagten Senioren-Europameisterschaften 2020 in Portugal etwa Mitte Juni endlich die Meldegebühren einschließlich der DLV-Organisationsgebühr zurück überwiesen wurden (wir berichteten). Das hatte EMA-Präsident Kurt Kaschke bereits am 05.April 2020 in einer Mitteilung auf der Netzseite der European Masters Athletics (EMA) vollmundig zugesagt.

Dilettantische Vorgehensweise des Verbandes

Flächendeckend ist das allerdings bis dato, ergo mehr als drei Monate später, immer noch nicht geschehen. Der regelmäßig Lampis lesende französische Sprinter Francois Bontemps (*1964/M55) schrieb uns mit Autorisierung der Veröffentlichung folgende sinngemäß ins Deutsche übersetzte Mail: „Bei der ,Operation Geld zurück‘ haben etliche Athleten immer noch nicht ihr Meldegebühren erhalten. Auf ihre Reklamation via E-Mail an die EMA bekamen sie keine Antwort... Was für eine Überraschung...!“
Dazu liegt uns auch noch die Erklärung eines Offiziellen aus Frankreich vor, dessen Namen wir aus Gründen des Informanten-Schutzes nicht nennen: „Die ,Erstattung‘ der Gebühren ist wiederum ein Zeichen dilettantischer Vorgehensweise. Sie werden von Hand, eine nach der anderen, bearbeitet. Warum die gesamten Einzahlungen nicht von der Bank wieder rückgängig gemacht worden sind, ist mir unverständlich.“
Dem ist (fast) nichts hinzuzufügen. Nur dies: Der überforderte Verbands-Schatzmeister Gerardo Vaiani Lisi aus Florenz (Italien) hütet einen Schatz, der der EMA nicht gehört. Und der schlussendlich verantwortliche präsidiale Gutsherr macht mal wieder das, was er am besten kann: Tatenlos zuschauen!