LVN hat seine starre Haltung der Wettkampf-Abstinenz aufgegeben

(Essen/Leverkusen/Alzey/Moosach/Krefeld, 12. Juli 2020) Da ringsherum nahezu flächendeckend im Corona-Zeitalter längst bereits Leben in der Bude ist, sah sich auch der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) gemüßigt, richtiger: genötigt, seine bornierte Haltung mit dem kategorischen Imperativ aufzugeben, bis zum 31.August 2020 auf seinem Hoheitsgebiet keine Wettkämpfe zuzulassen. Es haben beispielsweise in Essen und Leverkusen an diesem Wochenende wieder Sportfeste unter den momentan angesagten Gepflogenheiten stattgefunden. Es sollen im September auch noch LVN-Meisterschaften über die sportliche Bühne gehen. Ob auch die Senioren/innen in der Verlosung sind, sei einmal dahin gestellt, muss indes eher bezweifelt werden.

Ein Wurf-Fünfkampf in Alzey im Angebot

Die müssen und werden sich ihre Pfründe eben anderweitig suchen, auch finden
. Als Möglichmacher haben wir mit missionarischem Eifer schon einiges in jüngerer Vergangenheit aufgezeigt. Es passt in diesen Kontext, dass die Wurf-Funfkämpfer nicht nur schon im österreichischen Neuhofen mit ansehnlicher deutscher Beteiligung ihr Erlebnis hatten (wir berichteten), sondern bei einem Spezial-Meeting am 08.August 2020 (Beginn 13 Uhr) im Wartbergstadion zu Alzey in Rheinhessen noch haben können. Als Ersatz-DM für die unnötigerweise ausfallenden Titelkämpfe wird es allerdings nicht taugen. Aufgrund der besonderen Situation muss Chef-Organisator Lutz Caspers, selber dereinst erfolgreicher Hammerwerfer und Olympia-Teilnehmer 1968 in Mexico City, es für alle angebotenen Klassen ab M/W 30 auf drei Riegen mit je zehn Startern begrenzen. Meldungen unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!     

Giganten-Duell im Diskuswurf zwischen Maryniak und Demmel

Ganz viel weiter südlich vom Niederrhein aus betrachtet gab es Freitagabend im Rahmen der Moosacher Wurfserie des TSV Grafing in Oberbayern ein Duell der Giganten im Diskuswurf, wenngleich klassenübergreifend. Der fünf Jahre jüngere Helmut Maryniak (*1968/M50) vom LAC Passau entschied es gegen den hoch dekorierten Norbert Demmel (*1963/M55) vom TSV Unterhaching mit jeweils veritablen 53,90 zu 52,55m für sich. Beide erzielten ihre Bestweiten zum Auftakt, und sie waren sich auch bei den vielen ungültigen Versuchen (je vier) handelseinig. Die Relativ-Wertung ging freilich mit 1.046 zu 977 Punkten an den Wurffünfkampf-Weltrekordler Demmel. Der bewies seine Vielseitigkeit und Klasse auch mit 18,61m im Gewichtwurf (1.075 P.)
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