DLV erntete viel Spott und Häme für seine lausige "Informationspolitik"

(Düsseldorf/Darmstadt/Krefeld, 16. Januar 2020) Wenn viele Gleichgesinnte auf überschaubarem Raum unter dem Dach einer Leichtathletik-Halle zusammenkommen, wie jüngst bei den Offenen NRW-Seniorenmeisterschaften in Düsseldorf, dann brodelt bei Gesprächen mit oder ohne Kaffee die Gerüchteküche und blüht der Flachs. Jede Menge Spott und Häme erntete verdientermaßen der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) für seine langatmige, oftmals erst auf Nachfrage oder unseren virtuellen Zuruf zustande gekommene – welch hehres Wort in dem Zusammenhang – Informationspolitik. Stichwort: Hallen- und Winterwurf-DM 2020 der Ü35-Generation. Lampis-Leser wussten auch diesmal nicht nur mehr, sondern es vor allem deutlich eher! Das brachte uns viel rhetorisches Schulterklopfen ein.

Es gibt bereits Bewerber für Hallen-/Winterwurf-DM 2021 und 2022

Tragen wir gleich noch am Rande der Bande aufgeschnappte Neuigkeiten von allgemeingültigem Interesse bei. Der in der Landeshauptstadt vorrangig als aktiver Kugelstoßer anwesende DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf aus Eisenach in Thüringen plauderte auch ein bisschen aus seinem sportlichen Nähkästchen. Der Wirtschaftsanwalt ließ durch die Blume verlauten, dass es für die kommenden beiden Jahre bereits Bewerber für die Hallen- und Winterwurf-DM geben würde. Da die jedoch die Verbandsgremien auf eine „belastbare Absichtserklärung“ (so das grauselige DLV-Amtsdeutsch von David Deister) hin noch nicht passiert haben, behielt Wendorf die Schauplätze der möglichen Handlung für sich. Das ist bei aller Neugier nachvollziehbar und zu respektieren.

Würfel bei Leserwahl zu Senioren-Leichtathleten 2019 sind gefallen
 
Genügen wir im Sinne unserer verehrten Leserschaft noch der Chronistenpflicht und weisen vorsorglich auf eine Veröffentlichung der lediglich sehr sporadisch gepflegten Senioren-Spielecke (nur sechs Beiträge in den letzten drei Monaten; siehe Informationspolitik)  auf der Verbandsnetzseite hin. Besagter Deister ließ wissen, dass im „Glücksspiel“ zum fragwürdigen Prozedere einer Leserwahl bei geringer Beteiligung (deshalb werden nur Prozentzahlen genannt; von was aber?) zu den Senioren-Leichtathleten des Jahres 2019 die Würfel gefallen sind. Eine Doublette schenken wir uns. Mehr dazu unter diesem Link. Unsererseits machen wir jedoch auf eine Kolumne zum Thema von 2018 aufmerksam, die getrost als Blaupause herhalten kann. Das verhindert selbstverständlich nicht, dass wir den gewählten Auserwählten der Fraktion Lauf unseren aufrichtigen Glückwunsch zollen.