Nadine Kleinert: "Die letzte Medaille werde ich mit dem Rollator abholen"

(Kyffhäuserkreis/Magdeburg/Krefeld, 19. September 2019) Es ist schwerlich vorzustellen (oder etwa doch?), dass der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV), das bekannte Unwesen, auf seiner „Schön-Wetter-Netzseite“ (sie ließ sich soeben nicht öffnen) für die entsprechende Weiterverbreitung unter seinen Fachlesern sorgen wird. Also machen wir es rein vorsichtshalber. Die hoch angesehenen Publikationsorgane „Spiegel online“ und „Frankfurter Allgemeine“ veröffentlichten gestern unisono ein Gespräch der Deutschen Presse-Agentur (DPA) mit der ehemaligen Weltklasse-Kugelstoßerin Nadine Kleinert (*20.10.1975) vom SC Magdeburg.
Darin zieht die mit 19,67m immer noch aktuelle deutsche W35-Rekordhalterin (den hat sie übrigens 2012 am Schauplatz der kommenden WM in Doha gestoßen) frisch, frank, frei von der Leber weg – berechtigterweise – vom Leder, bekommt auch der DLV indirekt sein Fett von der 43-jährigen ab. Den sieht sie in zehn Jahren von der Bildfläche verschwunden (irgendwie auch eine schöne Vorstellung; aber warum erst so spät?).
Abschließend meinte sie eingedenk der Nachreichung von Medaillen erst viel später überführten Dopingsündern mit dem ihr eigenen, ein wenig sarkastischen Humor: „Die letzte Medaille werde ich wahrscheinlich mit dem Rollator abholen.“

Wie wäre es mit der Lanxess Arena für Wunschzeremonien?

Dazu hat sich das Internationale Olympisch Komitee (IOC) bereits im Mail 2018 etwas scheinbar ganz tolles ausgedacht. Er will das in Wunschzeremonien der ehedem um den Spaß, die Anerkennung, Reputation, Prämien und lukrative Werbeverträge gebrachten Athleten/innen zelebrieren (siehe Link). Unser Vorschlag: Wie wäre es bei einer entsprechenden Ansammlung von Nachdekorierten mit der Lanxess Arena in Köln? Die hat ein Fassungsvermögen von 18.000. Dann würden allerdings schaulustige Zuschauer keinen Platz mehr finden.
Späßle g’macht. Ebenfalls der sarkastischen, satirisch-ironischen Art.