13 Aktive überboten bei Wurf-Fünfkampf-DM die 4.000-Punkte-Grenze

(Zella-Mehlis/Krefeld, 12. August 2019) Diese Erkenntnis ist natürlich nicht neu und klang schon in unserer Vorschau an. Bei den 21.Deutschen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf bot sich dem Betrachter vor Ort und den Statistik-Freunden anhand der Ergebnisliste eine Drei-Klassen-Gesellschaft dar. Das Tor zum Eintritt in die gehobene nationale Klasse mit dem dazu nötigen Resultat jenseits von 4.000 Punkten stießen 13 Aktive auf. Und das mit einem Übergewicht des vermeintlich schwächeren Geschlechts von 8:5. Damit geht freilich hier wie da nicht immer eine wirkliche Vielseitigkeit und Ausgelichenheit einher. In dem durch den sehr artverwandten Gewichtwurf nun einmal Hammerwurf-lastigen Mehrkampf ist diese Spezies klar bevorteilt. Als Paradebeispiel kann W70-Hammerwurf-Weltrekordlerin Eva Nohl (*1948) vom TSV Langenzenn herhalten, die 2.421 oder 52,98 Prozent ihrer 4.570 Punkte in den beiden genannten Disziplinen holte. Das ist indes auch einer Dysbalance in der Punktewertung geschuldet. Dafür kann sie freilich nix.

Drei Punkte entschieden in der M80 über Sekt oder Selters

Knapp, knapper, M80. Auch ohne seinen abwesenden gleichaltrigen Dauer-Antipoden Peter Speckens aus Übach-Palenberg musste Lothar Huchthausen (*1935; im Bild) von der LG Altmark gegen seinen drei Jahre jüngeren Konkurrenten Herbert Raml (*1938) vom TSV Unterhaching hart kämpfen. Winzige drei Zähler entschieden bei 4.220 zu 4.217 Punkten über Sekt oder Selters.  
Wenngleich auf nicht sehr hohem Niveau spielte sich in der meldestärksten Klasse M60 (alle 21 waren auch am Start) die Vergabe des Medaillensatzes innerhalb von lediglich 69 Punkten ab. Das klassenübergreifend beste Resultat zementierte bereits am ersten Tag der aktuelle Weltrekordhalter Norbert Demmel vom TSV Unterhaching mit 4.767 Punkten in der M55.

201 von 214 Gemeldeten traten an

Senioren-Oberhaupt unter lauter Senioren war der Neunziger in Lauerstellung Richard Rzehak (*13.10.1969) vom SC Preußen Erlangen, der als Alleinunterhalter in der M90 sich selber zum Gegner hatte. Vordergründig war er auf der Jagd nach dem deutschen Rekord im Hammerwurf (23,89m). Doch das ist im Rahmen eines Mehrkampfes bei der Einstellung auf immer wieder andere Bewegungsabläufe und lediglich drei Versuchen nicht nur für einen älteren Herrn ein schweres Unterfangen, das prompt diesmal gründlicher misslang als bei den Einzel-Wettkämpfen zuvor.
Alle weiteren Details gibt die abermals kunterbunt nach Männlein und Weiblein durcheinander gewürfelte Ergebnisliste von SELTEC her. Stets dann falsch ist in der Kopfleiste die Anzahl der Athleten, wenn nicht alle Gemeldeten auch wirklich angetreten sind. Bei den Frauen fehlten lediglich zwei (69 von 71), dagegen bei den Männern elf (132 von 143) von ursprünglich insgesamt 214 Startwilligen.
Unsere Ehrengalerie der „Viertausender“: M50: Holger Fettke , Union 1861 Schönebeck, 4.002; M55: Norbert Demmel 4.767; M75: Bernd Hasieber, TSV Unterhaching, 4.393; M80: Lothar Huchthausen 4.220, Herbert Raml 4.217 Punkte.
W45: Bettina Schardt, MTG Mannheim, 4.014; W50: Dagmar Suhling, TuS Huchting, 4.276, Ellen Weller, MTG Mannheim, 4.009; W55: Margret Klein-Raber, LC Rehlingen, 4.166, W70: Eva Nohl, TSV Langenzenn, 4.570; W75: Ingrid Holzknecht, LG Elmshorn, 4.295, Ingrid Kusche, TV Erkelenz, 4.048; W80: Beate Möller, OSC Berlin, 4.174 Punkte.