Hallen- und Stadion-DM 2020 dürften nunmehr gesichert sein

(Darmstadt/Erfurt/Zittau, 10. Dezember 2019) Wofür gibt es eine „Senioren-Spielecke“ auf dem Internet-Portal des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV)? Das weiß er vermutlich selber nicht! Aber genau dahin hätte die Meldung gehört, die am Ende unter „Gehacktes“ in der News-Spalte auf der Startseite unter der Überschrift DLV-Präsidium vergibt Jugend-DM 2020 nach Ulm“ steht. Holen wir nach, was höchstwahrscheinlich die allermeisten interessierten Senioren/innen übersehen haben und zitieren den letzten Absatz: „Für die Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf sowie die Senioren-Freiluftmeisterschaften gibt es Bewerbungszusagen. Nach Prüfung der Unterlagen sollen diese Veranstaltungen noch in diesem Jahr im Umlaufverfahren durch das DLV-Präsidium vergeben werden. Somit werden beide Veranstaltungen stattfinden.“

„Belastbare Absichtserklärungen“ für Erfurt und Zittau

Also handelt es sich ganz offenbar um „belastbare Absichtserklärungen“, wie es im Amtsdeutsch vom Senioren-Beauftragten David Deister heißt. Diesmal wird er in einer neuerlichen, uns netterweise von einem „Maulwurf“ zugespielten Rundmail konkreter. Entgegen allen vorherigen Bekundungen will die bewährte „Feuerwehr“ aus Thüringen einmal mehr einspringen, bewirbt sich mit Erfurt für die Hallen- und Winterwurf-DM am 28.Feburar/01.März 2020. Für die Stadion-DM hat Zittau in Sachsen seine Visitenkarte abgegeben. Diesmal jedoch komprimiert als Zwei-Tages-Veranstaltung, alternativ am 04./05. oder 11./12.Juli 2020.
Damit sind alle fünf großen nationalen Titelkämpfe der Ü35-Generation unter Dach und Fach (siehe auch zweiten Absatz in der DLV-Meldung und unsere Kolumne). Abwarten und Tee oder sonstwas trinken, bis es denn irgendwann im Rahmenterminplan, vielleicht als Weihnachtsgeschenk, offiziell festgezurrt wird. Auf einen plakativen Hinweis in der Senioren-Spielecke werden wir ohnehin vergeblich warten.

Ein positiver Dopingbefund bei diesjähriger Hallen-/Winterwurf-WM

(Lettland/Torun/Krefeld, 09. Dezember 2019) Gut Ding will Weile haben. Schlechtes allem Anschein nach auch. Wobei zunächst einmal festzuhalten ist, dass die Netzseite des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA) nicht gerade der munter sprudelnde Nachrichtenquell zu sein pflegt. Deshalb sind meine dortigen virtuellen Besuche auch eher seltener Natur. So habe ich erst vorhin beim morgendlichen Internet-Rundgang bemerkt, dass die WMA ausgerechnet am „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ (05.Dezember) mit einer wenig erbaulichen Meldung an die Öffentlichkeit gegangen ist: Einem positiven Dopingbefund. Der ist allerdings auch schon über acht Monate alt, datiert von der Hallen- und Winterwurf-WM im polnischen Torun, die vom 24. bis 30.März 2019 stattgefunden hat. Wobei einzuräumen ist, dass der Regularienweg mit der Wahrung von Fristen Zeit verschlingt. Doch zum rückwirkend offiziell für vier Jahre aus dem Sportverkehr gezogenen Sünder. Es handelt sich um Sandris Lindbergs aus Lettland, der im Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf der M35 gestartet ist. Ein Kommentar erübrigt sich.

DLV verschleißt mit mangelnder Information Senioren/innen für dumm

Kolumne

Moment mal

(Darmstadt/Krefeld, 07. Dezember 2019)
Nichts Konkretes weiß man nicht. Das dafür allerdings ganz genau. Einmal mehr Service- und Informationswüste Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV). Wenn wir nicht eine für den internen Gebrauch bestimmte Rundmail vom DLV-Senioren-Beauftragten David Deister veröffentlicht hätten, wäre überhaupt nicht publik geworden, dass die Deutschen Hallen-Meisterschaften mit Winterwurf der Ü35-Generation im kommenden Frühjahr auszufallen drohen. Explizit, falls sich bis zum gestrigen Nikolaustag (wie sinnig) kein Ausrichter mit einer „belastbaren Absichtserklärung“ finden würde. Das Ultimatum ist bei Blick auf den Kalender nunmehr verstrichen. Mit welchem Ergebnis? Wieder nix!. Bislang jedenfalls. Der Dachverband verschleißt mit mangelhafter bis überhaupt nicht stattfindender Kommunikation seine Senioren/innen für dumm.

Aktualisierter Rahmenterminplan zur allgemeinen Verunsicherung

Stattdessen wurde gestern ein aktualisierter Rahmenterminplan 2020 ins Netz gestellt. Der trägt allerdings in mehreren Punkten zur allgemeinen Verunsicherung bei. Da wird besagte DM noch aufgeführt und nicht ersatzlos gestrichen. Jedoch weiterhin ohne Austragungsort und entsprechendem Landesverband. Wie Lampis von hinten durch die kalte Küche erfahren hat, wird weiterhin unterhalb der (unfähigen und interessenlosen) Führungsebene fieberhaft nach einer Lösung gesucht.
Derweil wurde jetzt als Schauplatz für die DM im Wurf-Fünfkampf (22./23.August) Zella-Mehlis genannt, mithin bestätigt, was wir in unserem ausführlichen Beitrag vom 29.November bereits beschrieben haben. Vakant bleibt beim DLV die Mehrkampf-DM (20./21.Juni), die nach unseren Informationen ebenfalls in der bewährten und erprobten dortigen
Arena schöne Aussicht" stattfinden sollen.

Was nun: Baunatal in Hessen oder Lage in Westfalen?

Dann zaubert der DLV noch das DAMM-Finale irgendwann im September mit dem Ort der Handlung Lage in Westfalen aus dem Hut. Darüber ist der Hessische Leichtathletik-Verband /HLV) indes sehr überrascht, der sich mit Baunatal für den 19.September 2020 beworben hat. Wobei wir nicht wissen, wie „belastbar“ die ist/war. Doch immerhin fand an dieser Stelle im Vorjahr der Endkampf auf Bundesebene statt.
Bleibt noch die vermeintlich offene Stadion-DM. Und auch hier haben wir bereits erfahren, dass es einen Bewerber von Rang und Namen gibt. Fortan harren wir mehr oder weniger geduldig also der Dinge, die da irgendwann nach halbwegs gesundem Menschenverstand zwangsläufig kommen müssen. So oder so.
Vorab wünschen wir jedoch schon mal in Richtung der Geschäftsstelle in Darmstadt „Gute Besserung, Frohe Weihnachten und einen tunlichst unfallfreien Rutsch anno domini 2020!“. Mitunter, so die Überlieferung, gibt’s der Herr den Seinen ja im Schlaf. Das wäre das Einfachste. Allerdings drängt sich eher der Verdacht auf, dass der Auftrag  der – nicht – handelnden Personen dermaßen geheim ist, dass sie selber nicht wissen was sie tun (müssten).

Ausländerstartrecht: Verfahrensausgang wird Mitte Januar verkündet

(Darmstadt/Berlin/Krefeld, 08. Dezember 2019) Machen wir bezogen auf die direkt Betroffenen noch mal ein Minderheiten-Programm, an dem jedoch mittelbar beteiligte Klub-, Team- und Staffel-Kameraden ein nachvollziehbares Interesse haben. Ganz zu schweigen von den unzählbaren potenziellen Kontrahenten bei Lauf, Sprung und Wurf, die sich mit dem genannten Personenkreis solidarisiert haben. Das vom italienisch-stämmigen Sprinter Daniele Biffi (*1972) von TopFit Berlin und seinem Rechtsanwalt Gerald Kornisch angestrengte Verfahren zum Ausländerstartrecht (wir berichteten mehrfach) ging vorigen Donnerstag vor dem Amtsgericht Darmstadt in die x-te und mutmaßlich letzte Runde.

Eine weitere Hängepartie

All' jene, die an dieser Stelle den mit großer Spannung erwarteten Ausgang der inzwischen „unendlichen Geschichte“ erwarten, die müssen wir ausgerechnet am 2.Advent leider enttäuschen. Auf E-Mail-Anfrage von Lampis teilte uns Kornisch gestern mit, dass der Verkündungstermin mit der Entscheidung vom Amtsgericht auf den 16.Januar 2020 festgesetzt worden ist. Scheint eine verdammt schwere Geburt von Justitia zu sein.
Also noch mal eine Hängepartie. Hoffentlich die unwiderruflich letzte in dieser Angelegenheit.

Just am heutigen Nikolaustag feiert Lampis zehnjähriges Bestehen

(Krefeld, 06. Dezember 2019) Heute ist das hier zu Lande, was in den Niederlanden mit Sinter Klaas bereits gestern war: Nikolaustag. Dazu gibt es allerlei Brauchtum, das verrückterweise (was anderes fällt mir dazu nicht ein) in unserer multikulturellen Gesellschaft zur Diskussion gestellt wird. Davon können auch unseren westlichen Nachbarn ein traurig‘ bis garstig‘ Lied singen. Gut respektive schlecht, lassen wir das. Aber der Nikolaustag hat speziell für Lampis im kleinen Grenzverkehr noch eine weitere Bedeutung. Just vor nunmehr exakt zehn Jahren erschien die niederländisch-deutsche Co-Produktion von Gründervater Peter Holthuijsen (im Bild) sowie seiner drei leichtathletik-affinen Sportfreunde Jan Titulaer, Henk van Bakel und Axel Hermanns, allesamt aus der Fraktion Stoß/Wurf, erstmals in deutschsprachiger Version im Netz, das sich da World Wide Web nennt. Seither ist eine Menge Wasser den Rhein und die Maas heruntergeflossen, um im geografischen Bild der vier Initiatoren zu bleiben.

Im Dienste der gemeinsame Sache Senioren-Leichtathletik

Das war auch mit etlichen Veränderungen verbunden. Es würde diesen Rahmen bei Weitem sprengen, das nun haarklein Revue passieren zu lassen. Was geblieben ist, dass wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden wollen, möglichst an sieben Tagen in der Woche (höhere Gewalt, wie gerade erst, einmal ausgenommen) mindestens mit einem neuen Beitrag täglich zu informieren, kommentieren, glossieren oder einfach schlicht zu unterhalten. Ohne uns hier selber auf die Schulter klopfen zu müssen, dürfen wir mit Fug und Recht aufgrund der Beurteilung Dritter konstatieren, die Interessen der Senioren-Leichtathleten in der Außendarstellung angemessen wahrzunehmen und zu vertreten. Falls nötig, nicht nur mit rhetorisch feiner Klinge, sondern auch bisweilen mit dem Säbel.
Hauptsache, es dient der gemeinsamen Sache. Und in diesem Stile soll es auch (vorerst) weitergehen. Wobei zehn Jahre „aus reinem Spaß an der Freud'“  für den überwiegenden Alleinunterhalter Axel Hermanns mit gelegentlichen Gastautoren schon von einem gerüttelt Maß an Durchhaltevermögen zeugen. Daraus macht er freilich keinen Hehl, dass die Lust auch schon mal zur Last werden kann.