EMA-Präses Kurt Kaschke vollendet heute sein 65. Lebensjahr

(Freudenstadt/Gütersloh/Assafora/Krefeld, 07. April 2020) Nunmehr folgt der dritte, letzte und unangenehme Teil der hier auf die bloße Chronistenpflicht reduzierten Geburtstagstrilogie. Vermelden wir nüchtern-nachrichtlich, dass EMA-Präsident Kurt Kaschke (*07.04.55) mit den multiplen Wohnsitzen/Anschriften in Freudenstadt, Gütersloh und Assafora (Portugal) heute sein 65. Lebensjahr vollendet. Das war früher einmal für die biologische Restlaufzeit der Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt – die Altersrente (heutzutage übergangsweise mit 67; bei ihm 65 plus 9 Monate). Wie dem auch sei gilt das leider in manchen Fällen nicht bei Inhabern von Ehrenämtern. Dazu ist jüngst an dieser Stelle mehr als genug und der Gründe wegen eigentlich zu ertragen war über ihn berichtet worden.

Vom Elektriker zum Realschullehrer hochgedient

Und um der Wahrheit die Ehre zu geben, weiß ich wenig über ihn, wie er als ganz normaler Mensch so tickt. Begegnet ist er mir zuletzt mit Gesprächskontakten bei der Auftakt-Pressekonferenz im Sommer 2011 zur Senioren-Europameisterschaft ein Jahr später im sächsischen Zittau. Damals war er noch als Verbandssekretär der Adlatus von EVAA-Präsident Dieter Massin, den er im August 2012 an der Spitze des kontinentalen Senioren-Dachverbandes (seit 2014 European Masters Athletics) beerbt hat. Als aktiver (Senioren-)Leichtathlet glaubt er fast alles zu können, war/ist jedoch weit unterdurchschnittlich begabt. Fast ausnahmslos peinlich seine internationalen Auftritte (wir berichteten).
Beruflich diente sich der gelernte Elektriker bei Miele in Gütersloh bis zum Realschullehrer (Vorruhestand ab September 2018) hoch. Er ist in vierter Ehe – was nichts Ehrenrühriges ist, seine Beziehungen zu legitimieren, andere tun im Stillen viel Gutes – mit Christine Ratzke de Figueiredo (beide ihm Bild) verheiratet. Bei dem Mischnamen dürfte sie auch Wiederholungstäter/in sein.
Ansonsten schweigt zumindest an seinem Jubeltag des Sängers Höflichkeit. Wer mehr über den Präsidialherrn lesen möchte, der googele „Kurt Kaschke auf Lamps“ und erhält in 0,30 Sekunden 817 Ergebnisse. Er dürfte bei uns hinter dem DLV die klare Nummer 2 der „Hitliste“ sein.

Hermann Albrecht feiert seinen 80ten unter besonderen Vorzeichen

(Satteldorf/Krefeld, 06. April 2020) Irgendeine eine höhere Macht fügt es, dass an seinem Geburtstag mitunter besondere Begleitumstände vorherrschen. Dieses Mal ist der Rahmen mit der Cornavirus-Krise leider negativ gefasst und lässt eine rauschende Feier im anderenfalls sicherlich großen Gratulanten-Kreis nicht zu. Stattdessen begeht Werfer-Urgestein Hermann Albrecht (*06.04.1940; im Bild) die Vollendung seines 80.Lebensjahres unter „Hausarrest“ schiedlich-friedlich daheim in Satteldorf im Nordosten von Baden-Württemberg mit seiner angetrauten Herzdame Teodora. Das mag im Überlebenskampf mit dieser mistigen, heimtückischen Seuche eine Randnotiz sein. Aber sie wird ihm im ersten Jahr der internationalen Zugehörigkeit zur neuen Altersklasse MRG 80 (RG steht dieser Zeit angemessen für Risikogruppe) auch sportlich so manchen Strich durch die geplante Rechnung machen.

Ein exquisites Osterei zum Geburtstag an Karfreitag 2012

Doch kommen wir zum positiven Gegenentwurf, der zuvor und danach bei ihm seinesgleichen sucht, indes nicht findet. Hermann sollte an Ostern 2012 bei den Hallen- und Winterwurf-Weltmeisterschaften der Ü35-Generation im noch verschneiten mittelfinnischen Jyväskylä, eingerahmt durch seinen Geburtstag an Karfreitag, im scheinbar ungleichen (Wett-)Kampf David gegen Goliath als Ed-Burke-Bezwinger in die Leichtathletik-Geschichte der „ewigen Talente“ eingehen. Der schmückende Beiname „Herminator“ (in Anlehnung an Österreichs Ski-As Hermann Maier und dem Original mit Terminator beim einstigen Mr. Universum Arnold Schwarzenegger, ein gebürtiger Österreicher) war geboren. Verdientermaßen, sei angefügt. Denn der körperlich eher kleine, drahtige und filigrane Wahl-Württemberger, alles andere als der Prototyp eines Werfers, schlug den physisch und von den Meriten her turmhoch überlegenen fortgeschritten US-Boy. Dabei entschied in einem denkwürdigen Hammerwurf-Duell der M70 nahe dem Gefrierpunkt ein winziger Zentimeter mit 51,25 zu 51,24m über Sekt oder Selters. Als Zeit- und Augenzeuge des kugelstoßenden Sportjournalisten bekam ich vom Sekt auch ein wenig ab.

Auch beim Gewichtwurf dem Giganten ein tollen Kampf geliefert

Doch für die jüngere Generation zur Verdeutlichung der Tragweite des unerwarteten, geradezu sensationellen Triumphes des kleinen Mannes mit dem großen Kämpferherzen. Der knapp ältere Edmund Andrew „Ed“ Burke (*04.03.1940; im Bild) startete bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio (Siebter) und 1968 in Mexiko City (Zwölfter). Seine Lebensbestleistung mit dem 7,26 Kilogramm schweren Gerät stellte dieser Dauerbrenner 42-jährig mit 74,36m am 06.August 1982 bei uns zu Lande am Sitz des DLV in Darmstadt auf. Zufälle gibt’s… Und im schon fast betagten Alter von 44 Jahren für einen Hochleistungssportler trat Ed Burke noch unter den Olympischen Ringen bei seinem „Heimspiel“ 1984 in Los Angeles an, überstand allerdings nicht die Qualifikation. Und, nicht zu vergessen, hielt der Amerikaner damals in Finnland mit 59,04m den Weltrekord der M70. Als Gütesiegel hat der übrigens weiterhin Bestand. Noch Fragen? Eine beantworten wir trotzdem: Beim noch mehr Körperlichkeit verlangenden Gewichtwurf unter dem Hallen- beziehungsweise Zeltdach unterlag Hermann dem äußerst sympathischen Giganten bei 19,25 zu 19,48m lediglich um 23 Zentimeter.

Große Vielseitigkeit bis hin zum Hochsprung

Wer zählt die Titel und Medaillen, die der „Herminator“ während seiner langen Laufbahn, national wie international, gewonnen und er an Rekorden aufgestellt hat? Dabei reduziert er sich dank seiner Vielseitigkeit nicht auf Hammer- und Gewichtwurf, ist ein herausragender Wurf-Fünfkämpfer und war sogar in verschiedenen Altersklassen deutscher Senioren-Meister im Hochsprung. Nach einigen gesundheitlichen Problemen (Verletzungen) war er wieder auf einem sehr guten Weg und schon in prächtiger Frühform. Bei seinem schon nationalen Einstand in der M80 anlässlich der DM 2020 in Erfurt steigerte er mit 47,90m auf Anhieb den deutschen Rekord (wir berichteten). Die Verbesserung des Weltrekordes vom Spanier Jose Sanza Agrede von 49,53m wäre höchstwahrscheinlich nur eine Frage der Zeit gewesen, die ihm jedoch vermutlich in dieser Saison aus bekannten Gründen nicht mehr gegeben wird.

Wohl das erfolgreichstes Werfer-Ehepaar Welt

Noch ein kleines bisschen Privates. Seine Teodora und er teilen nicht allein das Wichtigste, nämlich die Liebe zueinander, sondern auch zum Wurf. Es dürfte das wohl erfolgreichste Werfer-Ehepaar auf diesem momentan sehr schnöden Globus sein. Heute werden sie zum Jubelfeste bei Kaffee und Kuchen einsam gemeinsam sein. Trotzdem oder gerade deswegen einen schönen Geburtstag, und auch von dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch!

Nunmehr hochoffiziell: Senioren-WM 2020 wird nicht nachgeholt

(Toronto/Krefeld, 05. April 2020) Unser Slogan könnte ohne jede Übertreibung und Selbstbeweihräucherung auch lauten: Lampis-Leser wissen nicht nur mehr, sondern es vor allem eher! Dahinter steckt immer ein kluger Kopf" ist bereits durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) besetzt. Was anderswo als Neuigkeit angepriesen wird, darüber haben wir bereits vier Tage vor der offiziellen Verlautbarung berichtet (siehe Link). Nicht in einem eigenen Beitrag, aber unübersehbar mit einer Zwischenüberschrift versehen. Aufgrund einer Insider-Information konnten wir vorab die Aussage von LOC-Chef Doug Shaggy Smith vermelden, dass die zu dem Zeitpunkt bereits abgesagten Senioren-Weltmeisterschaften 2020 im kanadischen Toronto nicht nachgeholt werden.
Wer das vielleic
ht nicht mit bekommen haben sollte oder unserem inoffiziösen, jedoch keine Falschmeldungen verbreitenden Online-Medium (wir bedienen uns in der Sache stets Fakten) gerne noch einmal nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle dagegen besser“ überprüfen möchte, kann es nunmehr in einer „Finale Message“ auf der Veranstalter-Netzseite rekapitulieren. Für die etwaige Übersetzung aus englische Sprache empfehlen wir in unserer anerkannt fürsorglichen Art www.deepl.com/translator.
Redaktioneller Hinweis auf einen weiteren, wahrhaftig brandaktuellen Beitrag in unserem gelegentlichen „Leute heute“-Fenster Flurfunk.

Veritabler Rückzieher von Kaschke zum Teileinbehalt der Meldegelder

(Assafora/Krefeld, 05. April 2020; 11.30 Uhr) Kleinhirn an Großhirn: Frohlocken! Steter Tropfen höhlt den Stein. Wobei „steter“ außer von Lampis für viele weitere Personen und in Solidarisierung Persönlichkeiten steht, die vehement und unmissverständlich gegen den Willkürakt von Kurt Kaschke interveniert haben, 50 Prozent der Meldegelder der drei ausgefallenen Senioren-Europameisterschaften in Braga und auf Madeira einbehalten zu wollen (wir berichteten mehrfach). Mit einer angeblich im Namen des Präsidiums der European Masters Athletics (EMA) auf der Verbandsnetzseite heute eingestellten Erklärung macht der als Alleingänger verrufene Präsidialherr aus seinem „Home Office“ in Assafora (ebenfalls Portugal) einen veritablen Rückzieher.
Eingepackt und versteckt in jede Menge belanglosem Wortgeklingel lautet die sinngemäß ins Deutsche übersetzte Kernaussage: „Diejenigen, die sich angemeldet haben und ihre Anmeldung nicht wahrnehmen wollen, erhalten das gesamte Startgeld und die nationale Gebühr (beim DLV 15 Euro, die Redaktion) zurück - und nicht wie zuvor angekündigt lediglich 50 Prozent.“
Na, also, geht doch! Und es erspart ihm als dem letztlich (un-)verantwortlich Handelnden der kontinentalen Dachorganisation manche Klage von sich geprellt sehenden Masters. Ob damit seine denkbare Abberufung wegen verbandsschädigendem Verhalten vom Tisch ist, steht indes (noch) auf einem anderen Blatt.

Leichtathletik-Festival für "Silver Ager" wegen Coronavirus abgesagt

(Ancona/Krefeld, 04. April 2020) Was wir nicht angekündigt haben, müssten wir eigentlich auch nicht absagen, weil es nicht stattfinden wird. Dies wäre an dem Gott begnadeten, vom Himmel gefallenen Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) gewesen, der das Leichtathletik-Festival für „Silver Ager“ vom 14. bis 19.April 2020 in Ancona an der italienischen Adria in recht großer Aufmachung in der Senioren-Spielecke der Verbandsnetzseite am 20.Februar 2020 angepriesen hatte (durchgängige Verlinkung mit Direktaufruf nicht mehr möglich).

Leichtathletik-Halle wurde zum Not-Hospital

Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, weshalb es im tragischen europäischen Epi-Zentrum des Coronavirus‘ und der daraus in etwa 20 Prozent der Infizierten entstehenden COVID-19-Erkrankungen (in Italien leider überproportional mit tödlichem Ausgang) abgesagt werden musste. Dass die vorgesehenen Austragungsstätten, die Palindor Arena und der „Banca Marche Palas“, Schauplatz der Senioren-Hallen-EM 2016, in ein Not-Hospital umfunktioniert worden ist, sei dabei nicht verschwiegen.
Redaktioneller Hinweis auf einen weiteren aktuellen Beitrag in unserem Schaufenster Flurfunk.