Nominierten Stoßer und Werfer für den Drei-Länderkampf

(Trier/Krefeld, 06.  August 2014) Genau in dieses Fenster gehört die nachfolgende Meldung, gewissermaßen wie dafür geschaffen. Denn ein freundlicher Zeitgenosse, der namentlich nicht genannt werden will, gleichwohl aus dem Wurfbereich kommt (woher auch sonst?), funkte uns die inoffizielle Liste der Nominierten für Kugelstoßen und Speerwerfen für den Senioren-Drei-Länderkampf Deutschland – Frankreich – Belgien der M/W 40 und 50 am 20.September 2014 in Trier zu. Deshalb noch, wie die Lottozahlen, ohne Gewähr, jedoch hoher Wahrscheinlichkeit die illustre Schar, aus der Kugelstoß-Gigant Andy Dittmar nicht nur körperlich herausragt:
W 40, Kugel: KOCH Dunja Jahrgang 1973 TuS Metzingen, HILDEBRANDT Carmen 67 Ohrdrufer LV, Ersatz: TELGE Kristina 70 TV Alzey; Speer: SUHLING Dagmar 69 TuS Huchting Bremen, KÖHLER Tanja 72 TSV Münnerstadt, Ersatz: BRÜCKEL Ruth 68 TSF Hechelheim.
W 50, Kugel, GRELL Carmen 62 Sportfreunde Neukieritzsch, HILDEBRANDT Christine 61 TSG Eisenberg, Ersatz: GEIL Ingrid 62 TuS Neiderneisen; Speer: GRELL Carmen 62 Sportfreunde Neukieritzsch, STROHM Susanne 63 SV Stuttgarter Kickers, Ersatz: THIRTEY Ursula 62 Mönchengladbacher
M 40, Kugel: DITTMAR Andy 74 Basketball in Gotha, NORTHOFF Tilman 69 TuS Jöllenbeck, Ersatz:
ROHWER Oliver 70 LBV Phönix Lübeck; Speer: BIECK Marcus 69 TV Norden, HEINRICH Torsten 65 LAV Ribnitz-Damgarten/Sanitz, Ersatz: KRESALEK Jens 74 PTSV Konstanz.
M 50, Kugel: DEMMEL Norbert 63 TSV Unterhaching, KRAH Uwe 64 MT 1861 Melsungen, Ersatz:
WERKING Rainer 59 LG Maifeld-Pellenz; Speer: SEIFFERT Joachim 59 SuS Oberaden, RÜCKEL Michael 63 KSG Bieber, Ersatz: PAUL Reinhold 57 VfL Waldkraiburg.
Siehe zu diesem Thema auch den Beitrag unter "Nachrichten".

Und jetzt politisiert er auch noch - der Seniorensprecher Alfred Hermes

Glosse

Neben der Spur

(Darmstadt/Krefeld, 30. Juli 2014)  Wer in offiziöser Funktion nicht wirklich wichtig ist und noch weniger genommen wird, der muss halt ein bisserl nachhelfen. Dazu fällt einem in Anlehnung an Plaudertasche Barbara Schöneberger der abgewandelte Spruch ein: Und jetzt politisiert er auch noch! Auf Sport bezogen, versteht sich an dieser Stelle. Gemeint ist Seniorensprecher Alfred Hermes (*1946) aus Jülich. Der für den Pulheimer SC startende Mittelstreckler veröffentlichte gestern in der Senioren-Spielecke auf der Verbandsnetzseite einen staatstragenden Beitrag unter der Überschrift „Wahl bei der EVAA-Generalversammlung“. Das ist ungefähr so interessant, als würde irgendein Nachrichtensender berichten, dass auf einem riesigen Feld in China ein mit Reis gefüllter Sack umgefallen sein könnte.
Was nun die EVAA-Geschichte angeht, tangiert es eh nur jenen relativ überschaubaren Kreis derer, die regelmäßig oder gelegentlich an kontinentalen Meisterschaften teilnehmen. Das allerdings auch nur sehr bedingt. Denn sie haben natürlich überhaupt keinen Einfluss auf die Wahl. Die hat, wie wir erfahren, Hermes, der einer der fünf Delegierten des achtköpfigen DLV-Trosses sein wird. Freilich dürfte er wohl kaum vorher bei allen mutmaßlich 202,5 deutschen Startern bei den Senioren-Europameisterschaften vom 22. bis 31. August 2014 im türkischen Izmir eine repräsentative Umfrage auf den Weg bringen. Zu allem Überfluss stellt er uns gelangweilten Lesern (da habe ich schlicht die Analogie walten lassen), die keinerlei Einfluss auf das Prozedere haben werden, auch noch die Kandidaten in epischer Breite inklusive deren Bewerbungsschreiben im PDF-Format vor. Geht’s noch? Was uns mächtig wundert, dass die Multi-Kulti-Offizielle Margit Jungmann aus Rehlingen ihren „Wikinger-Helm“ nicht in den Ring geworfen hat, um ein weiteres Pöstchen abzugreifen. Da die meist (un-)verbindlich lächelnde Saarländerin ihre Ehrenämter nur halbherzig auszuüben pflegt, zumindest vermittelt sich dieser Eindruck, hätte sie gewiss noch Freiräume zur Verfügung gehabt.
Was indes wesentlich spannender gewesen wäre, letztlich irgendwie alle aktiven Leichathletik-Senioren/innen betrifft, und vor allem bei der gleichen Sitzung am 26. August zur Entscheidung auf der Agenda steht: die beabsichtigte Umbenennung des für ab 35-Jährige diskriminierenden Verbandsnamen European Veterans Athletic Association (EVAA) in European Masters Athletics (EMA). Kein Sterbenswörtchen darüber.
Noch eine Warnung für alle jene, die immer noch der Meinung sein sollten, die angebotene Verlinkung öffnen zu müssen: Nahezu den Bildschirm füllend wird der geneigte Betrachter von einem signalroten Hintergrund erschlagen, auf dem zweizeilig in weißer Großschrift „Athletensprecher Senioren“ prangt.
Hoch lebe ein dekoratives Layout! Das wird jedoch Hermes nicht verbrochen haben. Die Inhalte schon. Dafür bürgt er mit seinem Namen.

Seniorensprecher Alfred Hermes reagierte auf den "Zuruf"

(Darmstadt/Jülich/Krefeld, 24. Juli 2014) Wenigstens auf „Zuruf“ reagiert er. Und das sogar relativ schnell. In unserer Kolumne das Wort am Sonntag vom 20. Juli haben wir beklagt, dass Seniorensprecher, Athletensprecher und Aktivenvertreter Alfred Hermes (*1946; im Bild) aus Jülich die versprochene Transparenz seiner Aufgabenwahrnehmung bislang (er war kürzlich zwei Jahre im Amt und wurde als einziger männlicher Kandidat „wieder gewählt“) schuldig geblieben war. Nunmehr reagierte er, wurde gestern in der Senioren-Spielecke und unter Szene (doppelt genäht hält bekanntlich besser) auf der Verbandsnetzseite ein gleich lautender Beitrag mit dem Arbeitstitel „Entwicklungen im Seniorensport – Sicht der Athletensprecher“ von ihm veröffentlicht. Dat is prima! Speziell wir sind eingedenk unserer erfolgreichen Erinnerung restlos begeistert. Aber sicherlich auch alle anderen die es gelesen haben und noch lesen werden. Ob von den Inhalten, sei einmal dahin gestellt. Beispielsweise fehlt uns der Punkt „Bearbeitung ganz konkreter Anliegen und Beschwerden der Aktiven“. Ach, halt, die wurden von seiner ehemaligen Kollegin ja salopp unter den Tisch gekehrt und an ihn wurden womöglich keine heran getragen. Freilich schwer vorstellbar. Es sei nur an die falschen Bahneinteilungen bei der letzten Hallen-WM in Budapest (Ungarn) erinnert. Das wurde zwar bei uns nicht breit getreten, ändert aber nichts an der Tatsache. Und wo bleibt der Kampf, den über 400.000 Senioren/innen im DLV entsprechend ihrer Majorität an Mitgliedern Sitz, Stimme und Einfluss im Verbandsrat zu verschaffen. Es ist ein absolutes Unding, hat mit Demokratie und verbrieften Grundrechten herzlich wenig zu tun, dass (unbeteiligte) Dritte über die Belange der Ü-30-Fraktion entscheiden.

Henry Maske als fünfter Gesellschafter der DSL präsentiert

(Krefeld, 25. Juli 2014) Gut Ding will Weile haben. Dieses geflügelte Wort aus Volkes Mund trifft auch auf die Deutsche Sport-Lotterie (DSL) mit Sitz in einer denkmalgeschützten Villa im Schönhausenpark gegenüber dem Krefelder Zoo zu. Ursprünglich wollte und sollte sie bereits im Februar dieses Jahres ihren Betrieb aufnehmen. Wie nunmehr auf einer neuerlichen Pressekonferenz (PK) bekannt gegeben worden ist, liegt inzwischen die behördliche Genehmigung vor, wird sie endgültig parallel zum Auftakt der neuen Eiszeit in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am 12. September 2014 an den Start gehen. Nicht von ungefähr: Denn die DSL wird zu werberischen Zwecken Partner des DEL-Teams der Krefeld Pinguine und an irgendeiner Stelle auf deren Trikot oder Hose als Sponsor erscheinen. Zeitgleich wurde in Berlin Ex-Boxweltmeister Henry Maske als (vorerst?) fünfter Gesellschafter präsentiert. Die weiteren Gesellschafter sind Geschäftsführer Gerald Wagener, ein finanzstarker Industrieller aus Krefeld und zusammen mit Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting vom SCC Berlin auch der Initiator, die Deutsche Sporthilfe, Lotto Hessen und Allegro Invest SE. Der Berliner mit dem Herzen und Mund am rechten Fleck ist zudem Beiratsmitglied sowie gemeinsam mit derzeit mehr als 40 weiteren Top-Athleten aus verschiedenen Sportarten Markenbotschafter des Unternehmens. Das konnte mit der Telekom, Lufthansa, Adidas und EDEKA veritable Partner aus dem deutschen Premium-Segment ins Boot holen.
Die Deutsche Sport-Lotterie hat sich auf die Fahne geschrieben, nationale Spitzensportler in ihrer Vorbereitung auf internationale Großereignisse finanziell mit einem namhaften monatlichen Betrag zu unterschützen. 30 Prozent der Einnahmen der Lotterie fließen dahin, 31,26 Prozent werden an die Gewinner ausgeschüttet, den nicht unerheblichen Rest verschlingen Verwaltungskosten und die nun einmal unerlässliche Werbung.
Alle weiteren Informationen und zum Loskauf unter www.deutsche-sportlotterie.de 

Margit Jungmann begab sich in die "Niederungen" von Stoß/Wurf

(Erfurt/Krefeld, 16. Juli 2014) Dieses Foto wird nicht millionenfach um die Welt gehen wie ein „Selfie“ des nie die deutsche Nationalhymne mitsingenden Spaßvogels Lukas „Polen-Poldi“ Podolski mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Umkleidekabine des Fußball-Tempels Maracana in Rio de Janeiro (Brasilien). Doch wir fanden es bemerkenswert genug, um es unseren täglich im Durchschnitt 750 Besuchern (vielleicht schnellen die Zahlen jetzt nach oben) zu präsentieren, bevor es in einem digitalen Fotoalbum oder einem Poster in Lebensgröße (Dittmar misst 1,98 m) an der Wand eines Rehlinger Büros verschwindet und der Betrachtung einer etwas breiteren Öffentlichkeit für immer verborgen bleibt. Dem Vernehmen nach war unser aller Bundesausschuss-Margit (Jungmann) an einem Tisch sitzend im Gespräch vertieft, bis sie wie von der Tarantel gestochen aufsprang und den zufällig vorbei kommenden Kugelstoßer Andy Dittmar herzlich begrüßte. Unser gelegentlicher Gastautor Dieter Krumm vom LAC Quelle Fürth, die Kamera stets im Anschlag, war so geistesgegenwärtig, dieses epochale Ereignis bei einem gestellten "Posing" im Bild festzuhalten. Denn für gewöhnlich begibt sich die Dame aus dem Saarland (der Ort wurde schon genannt) nicht in die Niederungen von Stoß und Wurf herab. Aber bei einer Art „Localhero“ aus dem sehr nahen Gotha und objektiv gesehen herausragenden Athleten der dreitägigen Titelkämpfe im Erfurter Steigerwaldstadion kann frau ja mal eine Ausnahme machen. Schließlich macht es sich immer gut, im Glanze eines Asses ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen.
Klarer Fall, dass wir uns die Jungmännin ein wenig näher auf dem Bild angesehen haben und geben diese Beobachtungen gerne für all jene weiter, die nicht mit Argusaugen hinschauen. Sie trug ein T-Shirt eines nichtdeutschen Verbandssponsors mit dem Bundesadler auf der Brust (Entschuldigung, so nennt sich das; die größere Oberweite hat dennoch Andy). Was uns ein wenig irritierte, dass sie eine Akkreditierung um den Hals baumeln hatte. So vornehm wird es kaum bei der Senioren-DM zugegangen sein, wo doch selbst der Eintritt für Jedermann/-frau frei war. Wahrscheinlich diente es dem besseren Wiedererkennungswert (längst nicht jede/r kennt sie) und war von einem früheren internationalen Anlass, wo sie ob ihrer Multi-Funktionalität wie 4711, das weltberühmte Kölnisch Wasser, was mehr aus Alkohol besteht, allgegenwärtig dabei zu sein pflegt.
Um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen: Grundsätzlich freuen gerade wir uns als Internet-Portal und Interessenvertretung für Senioren-Werfer/innen über soviel Aufmerksamkeit einer ranghohen Amtsinhaberin, immerhin der Vizepräsidentin des Weltverbandes der Masters WMA. Doch mehr noch hätten wir uns ihre Präsenz im Vorjahr bei der DM in Mönchengladbach anlässlich der Gedenkminute für den  wenige Wochen zuvor verstorbenen ehemaligen Weltklasse-Diskuswerfer Lothar Pongratz (M 60) vom LC Paderborn gewünscht. Da entschwand sie kurz zuvor von der Diskuswurf-Anlage auf dem Nebenplatz hinter der Haupttribüne, der sie eine Stippvisite abgestattet hatte. Das ist nicht nur, aber auch durch den Chronisten dieser Zeilen als Zeit- und Augenzeuge verbrieft.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag ist für unser Fenster „Flurfunk“ gedacht. Da unsere Seite jedoch mit der Nachrichten-Spalte aufmacht und folglich stärker frequentiert wird, stellen wir ihn zunächst in diese Rubrik.