Bei uns werden sie geholfen war kein leeres Versprechen

(Krefeld/Kerpen, 05. August 2015) Zugegeben – der Werbespruch „Bei uns werden sie geholfen“ kam ziemlich kess, ohne Garantie auf Erfolg daher. Aber er stimmte glücklicherweise und ging zudem noch rasend schnell auf. Dabei konnten wir doppelt helfen: dem Anbieter und Käufer. Letzterer ist ein sehr prominenter aktiver Senioren-Werfer. Aus Gründen des Vertrauensschutzes, vor allem aber des von ihm noch beabsichtigen Überraschungseffektes (Ralf Unger muss die Geräte als Geschenk verpacken), können und wollen wir den uns vorliegenden Namen nicht nennen. Dazu soll bekanntlich der Tag nicht vor dem Abend gelobt werden, müssen Geräte und Geld am kommenden Samstag in Kerpen erst noch den Besitzer/Eigentümer wechseln. Womit wir die Zuverlässigkeit des Interessenten, der eine schriftliche Absichtserklärung abgegeben hat, nicht in Frage stellen wollen.
Dieser sich abzeichnende Blitztransfer ermutigte uns zu der glorreichen Idee, auch fürderhin in der Rubrik „Flurfunk“ als Kauf- und Tauschbörse von Sportgerät den provisionsfreien, nicht haftenden Mittler zu geben. Gerade bei Wechsel in eine höhere Altersklasse liegen eigene, gut erhaltene und teilweise unkaputtbare (nach zu tarierende Kugeln) Wettkampfgeräte irgendwo nutzlos in einer Ecke herum und stauben vor sich hin.
Wenn nicht wir, wer dann kann da in die Bresche springen. Anruf oder E-Mail (siehe Kontakt) genügt.
Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?!

Bei uns werden sie mit der Einrichtung für einen Kraftraum geholfen

(Krefeld/Kerpen, 04. August 2015) Nicht nur bei der dunkelhaarigsten Blondine der Republik, der einstigen Werbeikone Verona Pooth geb. Feldbusch, werden sie geholfen. Bei Lampis selbstverständlich auch: mit Nachrichten, Wettkampf-Berichten, Informationen, Tipps, unverblümter Meinung und bisweilen – hoffentlich – amüsantem Lesestoff in Glossen wie Kolumnen. Und nunmehr mit einem Angebot eines unserer 408 Mitglieder, namentlich Kugelstoßer und Diskuswerfer Ralf Unger (im Bild). Allerdings nicht beliebig, sondern nur an den mit dem Erstzugriff.
Manch einer wird schon mit dem Gedanken gespielt haben, sich bei entsprechenden Möglichkeiten einen eigenen kleinen Kraftraum einzurichten. Das erspart lästige, zeitraubende Wege in die Muckibudi oder zum Verein. Ab in den Keller oder zum Geräteschuppen in den Garten, wenn „Mutti“ im Pantoffelkino auf Vox „Das perfekte Dinner“ guckt. Es darf freilich auch jede andere Sendung sein, die den Herrn der Schöpfung kalt lässt.
Nun fügt es sich also, dass der 68-jährige Linkshänder wegen einer Umbaumaßnahme im Inneren seines Eigenheimes in Kerpen-Buir seinen Kraftraum auflösen, der einem Gästezimmer weichen muss. Das ganze Equipment für 10 Cent das Kilo beim Schrotthändler zu veräußern wäre Perlen vor die Säue geworfen. Deshalb bietet Ralf es mit der flankierenden Maßnahme über uns an. Es stehen zum Schnäppchen-Festpreis von 180 € (allein die Hantelstange kostet/e mehr) ohne Versandkosten folgende Geräte zum Verkauf: Olympiahantel (2,20m lang, 20mm Durchmesser, 20kg), je zwei Hantelscheiben von Gym 80 mit 20, 15, 10, 5, 2,5 und 1,25kg (insgesamt 107,5kg), eine Drückerbank mit Hantelablage und zwei Kniebeugenständer.
Müßig zu erwähnen, dass bei den Utensilien schon allein aus Kostengründen kein Versand erfolgen kann (wenn es der Empfänger zahlt schon), sondern sinnvollerweise Abholung erfolgen sollte. Interessenten wenden sich per E-Post an... Nicht mehr erforderlich, da inzwischen verkauft (siehe jüngeren Beitrag).

Stendal springt als neue Heimat des Senioren-Mehrkampfs ein

(Stendal, 31. Mai 2015)Diskussion- und Informationsbedarf beim "Stendaler Hanse-Cup". Bei einer Expertenrunde anlässlich der dritten Auflage dieses Mehrkampf-Meetings, gewissermaßen dem Götzis für Senioren/Innen, trafen sich gestern Abend Athleten/innen, Trainer, Betreuer und Kampfrichter zu einer von Organisationschef Siegfried „Siggi“ Wille, EVAA/EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin (Ahlen) und LVP-Vizepräsident Dieter Tisch (Ludwigshafen) geleiteten Podiusmdiskussion. Dabei ging es sowohl um die Zukunft dieser Veranstaltung als auch über die des Senioren-Mehrkampfs überhaupt. "Die Zukunft unseres Hanse-Cups ist gesichert", verkündete Siggi Wille nicht ohne Stolz, nachdem der Hauptsponsor, die Kreissparkasse Stendal, die Zusammenarbeit mit dem ausrichtenden Stendaler LV  im Rahmen des Empfangs beim Oberbürgermeister und Schirmherrn Klaus Schotz verlängert hatte. "Es geht uns auch um die Zukunft des Mehrkampfs in Deutschland", so Dieter Tisch. Der 67-jährige Pfälzer hat, sollte die DM im Senioren-Mehrkampf vom DLV gestrichen werden, einen Plan in der Schublade, um den Fünfkampf (Männer wie Frauen) in Stendal zu integrieren. "Wir sind bereit", so unisono die Stendaler. Sehr zur Freude von Dieter Massin, der während seiner Amtszeit beim DLV 1995 die DM Mehrkampf für die Senioren/innen eingeführt hatte.
Resümee der "Stendaler Runde": die Hansestadt in Sachsen-Anhalt wird zur neuen Heimat des Senioren-Mehrkampfs. Und dahinter stehen Fachleute, die sich mit Herzblut und großem Engagement für die Leichtathletik der Ü-30-Generation einsetzen.

Organisatoren der Senioren-DM boten meisterschaftswürdigen Rahmen

(Krefeld/Zittau, 14. Juli 2015) Kurz und knackig haben wir in der Kolumne „Das späte Wort am Sonntag“ herausgestellt, dass die Gastgeber LV Sachsen und HSG Turbine Zittau als vielfach erprobtes und bewährtes Doppel blitzsaubere, meisterschaftswürdige Voraussetzungen in jeglicher Hinsicht für die Senioren-DM geschaffen haben (O-Ton: Extraklasse). Aus dem zweifachen Blickwinkel eines kugelstoßenden Sportjournalisten soll es indes bei dieser durchaus schmückenden, aber vergleichsweise lapidar anmutenden Bewertung nicht bleiben. Alle Wettkampf-Anlagen befanden sich in einem hervorragenden Zustand. Und da wo es durch Gebrauchsspuren nötig wurde, ist an den drei Tagen ständig nachgebessert worden. Mitunter konnte der Eindruck gewonnen werden, dass der verantwortliche Platzmeister, ein angehender Mediziner, den Feinschliff notfalls mit seinem künftigen Handwerkszeug, dem Skalpell, vornahm. Bei allem, wirklich allem wurde die Liebe zum Detail sichtbar. Da wurde es nicht einmal als störend und isolierend empfunden, dass Kugelstoßen, Speer- und Hammerwerfen bei der Vielzahl der Altersklassen von M/W35 bis endlos auf dem nahen Wurfplatz durchgeführt werden mussten. Die von Bäumen umsäumte Anlage bot Wohlfühlatmosphäre und spendete, je nach Tageszeit, bei propperen Temperaturen bis zu 27 Grad im Schatten eben den Schatten, den die Diskuswerfer/innen im Stadion mitnichten hatten. Aber selbstverständlich fanden auch sie optisch wie technisch hervorragenden Bedingungen vor. Der Mensch ist nun einmal visuell veranlagt und gesteuert. Selbst beim Speisen isst das Auge bekanntlich mit. 
Das ist zugleich die eigene Steilvorlage für zwei weitere Punkte. Mit einem flaggengeschmückten Weinauparkstadion und einer kleinen, multifunktionalen Zeltstadt im nahegelegenen Außenbereich unmittelbar hinter dem Ziel und Kurvensegment der 400-m-Rundbahn war auch das Gesamtbild eine Festival für die Sinne. Auch jener aus der Abteilung Geschmacksknospen kam nicht zu kurz. Das Catering ließ, so man(n)/frau keine aberwitzigen Anforderungen stellte, die auf einem Sportplatz eh nicht erfüllbar sind, bis hin zu einer täglich frisch zubereiteten warmen Mahlzeit keine Wünsche offen. Den Offiziellen des Bundesausschuss’ Senioren mit Frontfrau und „Saar-Perle“ Margit Jungmann aus Rehlingen an der Spitze mundete es offenbar auch. Das war sogar in ihrem nach allen Unterseiten offenen VIP-Zeltchen, mehr so ein Baldachin, gelegentlich öffentlich zu bestaunen. Wobei jetzt nicht behauptet werden soll, dass sie vor lauter Begeisterung hörbar geschmatzt hätten. Benehmen ist nicht immer nur Glücksache.

Ein kompetentes Kompetenz-Team

Allerdings wäre der beste Rahmen wertlos, wenn der Inhalt dem nicht hätte Stand halten können. Hat er aber. Die vielen Kampfrichter und Helfer, 215 an der Zahl, waren kompetent, freundlich und zuvorkommend. Die abgenommenen eigenen Geräte waren pünktlich 30 Minuten vor Wettkampfbeginn am Ort des Geschehens. Das habe ich schon anders erlebt, wo meine „Fünfer“ nicht in meiner Altersklasse (damals M 65), sondern 2009 in Vaterstetten bei der M60 gelandet war. Ein Irrtum war in Zittau ausgeschlossen. Die leider dadurch immer „schwerer“ werdende Kugel (jetzt eine Vierer), wurde gleich an zwei Rundungen mit der Startnummer und Altersklasse M70 versehen. Faszinierend, mit welcher Akkuratesse der Gerätekontrolleur das mit ziemlich dickem schwarzem Filzstift auf das nun mal kreisrunde Eisen gezeichnet hat. Fast schon ein Kunstwerk. Allerdings werde ich die sündhaft teure Edelstahlkugel trotzdem weiterhin einsetzen. Für das Einstoßen/-werfen wurde eingedenk der pünktlichen Anlieferung der Gerätschaften genügend Zeit eingeräumt. Jedenfalls weit mehr, als die manchmal üblichen zwei Versuche. Andererseits wurde sich nicht sturheil an den Zeitplan gehalten, wurde bei kleineren Feldern auf Wunsch der Aktiven eher mit dem Wettbewerb begonnen.
Einen kleinen Wermutstropfen gab es dann doch im ansonsten randvollen Freudenbecher. Für die nun einmal unerlässliche Befestigung der zwei Startnummern, je eine vorne und hinten auf dem Trikot, wurden einem im Wettkampf-Büro des Funktionsgebäudes 100 Cent, für Langsamrechner 1 €, abgeknöpft. Das war beim Kassensturz am Sonntagnachmittag vermutlich der größte Aktivposten in der Bilanz. Dagegen wurde, vermutlich gesponsert von einem Getränkehersteller, das Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure an einem Extrastand kostenlos ausgeschenkt. Sicherlich nicht nur meinerseits wurde daraus ein Kompensationsgeschäft zum eigenen Vorteil gemacht.
Ein Männlein steht im Walde, ganz stumm und still. An dieses Kinderlied von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben musste ich unvermittelt denken, als ich jenen Anti-Doping-Aufklärer des DLV (bekanntlich sind aufgrund einer früheren Aussage von Verbandspräsident Clemens Prokop 50 Prozent aller Senioren gedopt) einsam, alleine und permanent beschäftigungslos mit gesenktem Haupt vor einem Buch sitzen sah. Vermutlich hat er an drei Tagen noch nie soviel gelesen. Aber Lesen bildet. War zumindest für ihn das Unternehmen also nicht für die Katz’.
Obwohl es als Drohgebärde eine entsprechende Türe mit der Aufschrift Anti-Dopingkontrolle gab, ist bislang von durchgeführten Kontrollen nichts ruchbar geworden. Dass der DLV aufgrund permanent klammer Finanzlage bei Senioren/innen ebensolche nicht mehr durchführt, wurde von der Leiterin Wettkampf-Organisation, Gisela Stecher, auf meine diesbezügliche Intervention hin vehement bestritten. Dass sie so reagieren musste, ist nachvollziehbar. Ob es stimmt, ist indes eine andere Sache. Aus den Fingern haben wir uns das jedenfalls nicht gesaugt, wurde uns aus gemeinhin gut informierter Quelle zugezwitschert...

Ein Haufen "toller Hunde" entwickelte Zusammengehörigkeitsgefühl

(Krefeld/Latsch, 20. April 2015) Wer kann schon im fortgeschrittenen Alter zwischen 53 und 70 Jahren, von einer Kegeltour mit Besäufnis bis der Arzt kommt einmal abgesehen, auf die Erfahrung eines intensiven Gemeinschaftserlebnisses über die Dauer von einer Woche zurückgreifen? Obendrein eines nahezu per Zufallsgenerator zusammen gewürfelten Haufens „toller Hunde“, der sich bestenfalls von Wettkämpfen mehr oder weniger flüchtig „kannte“. Manchmal auch nur vom Namen. Ein unschätzbarer Vorteil: es handelte sich ausnahmslos um Werfer, die von Gemüt und Geblüt alle irgendwie gleich oder zumindest sehr ähnlich ticken, sich gemeinhin auf Anhieb verstehen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Eine Woche, wenngleich feudal im Hotel Tanja Sonnenhof in der Kugelgasse, welch launige Fügung, von Latsch in Südtirol „kaserniert“ zu sein, gemeinsam neben Frühstück und Abendessen zwischendrin noch täglich zwei Trainingseinheiten zu je 2,5 bis drei Stunden zu absolvieren, ist dann freilich noch mal eine andere Hausnummer.
Schicken wir es voraus, dass sich die achtköpfige Gruppe plus des Mannes mit Zuckerbrot und Peitsche, Alwin J(osef). Wagner, prächtig verstanden und prima miteinander harmoniert hat. Trotz der breiten Altersstruktur und des nicht allein daraus resultierenden unterschiedlichen Leistungsvermögens. Nicht alles vermögen da schwerere/leichtere Gerätegewichte auszugleichen. Ein drei Kilogramm schwerer Medizinball, Farbe blau, wiegt nun einmal für jeden drei Kilo. Egal, ob er selber 88 oder 133 Kilo auf die Waage bringt. Ersteres gehört zu Herbert Mussinghoff (M65), letzteres zu unserem Koloss aus Thüringen, Uwe Heimrich (M55).

Medizinball spielte eine zentrale Rolle

Und wie schon im Beitrag „Kleiner Zwischenfall überschattete den Trainingsauftakt“ vom 14. April 2015 erwähnt, sollte der Medizinball auch im weiteren Verlauf eine zentrale Rolle zur Mehrung der allgemeinen Fitness, Koordination und Beweglichkeit spielen. Geradezu verblüffend, wie viele verschiedene, sich bei insgesamt acht Trainingseinheiten kaum wiederholende Übungen unser „Quälix II“ auf seiner kunterbunten Palette hatte. Dabei bestand unserer Truppe schließlich nicht aus heurigen Hasen. Allerdings sind die meisten seit Eintritt in den Seniorenbereich Autodidakten wider Willen, wandeln mehr schlecht als recht auf ausgetretenen, alt her gebrachten Pfaden irgendwie vor sich hin. Erschwerend kommt häufig noch hinzu, im heimatlichen Verein keinen Trainingspartner aus dem eigenen Beritt an seiner Seite zu haben.
Selbst beim Krafttraining kamen Elemente aufs Tapet, die für den einen oder anderen gänzlich neu oder schon wieder in Vergessenheit geraten waren. Der einhellige Tenor war schlussendlich, viele Impulse und Anregungen für seine künftige Trainingsgestaltung mitgenommen zu haben und vor allem fortan beherzigen zu wollen. Bereits in den paar Tagen waren Fortschritte bei Standards, wie zum Beispiel Rückwärtsschocken mit der Kugel, zu verzeichnen, obwohl der Akku – welch widersinniges Wortspiel – zunehmend leerer wurde. Denn bei unserem illustren Kreis handelte es sich auch im besten Leistungssportalter ausnahmslos um lupenreine Amateure, die nach Feierabend bestenfalls drei-, viermal wöchentlich trainiert haben. Für die Mehrheit von uns war ein Trainingsaufenthalt absolutes Neuland oder lag „Lichtjahre“ zurück. Beispielsweise bei mir, das weiß ich ganz genau, 1980 mit  Bayer Uerdingen unter Leitung der Trainer-Legenden Norbert Pixken und Manfred Knickenberg.

Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger

Da bei uns genötigten Alleinunterhaltern allenthalben die Mechanisierung der Fehler gepflegt wird, stand selbstverständlich die allmorgendliche (Wieder-)Erlernung oder Verbesserung der Technik mit Kugel und Diskus auf dem prall gefüllten Stundenplan. Ein ausgesprochener Glücksfall, dafür mit Alwin nicht nur einen ehemaligen Weltklasse-Diskuswerfer, sondern zudem langjährigen ehemaligen hessischen Landestrainer und aktuellen Coach der Leichtathleten aus Melsungen zur Verfügung gehabt zu haben, der nach jedem Versuch entsprechende Korrekturen vornahm sowie Tipps und Hinweise gab. Natürlich konnte nicht alles auf Anhieb umgesetzt werden. Aber eben doch manches. Allemal hilfreich, dass die Schwachstellen postwendend mit zwei geschulten Augen analysiert wurden und sie hoffentlich irgendwann in naher Zukunft abgestellt werden können. Es wird interessant sein, den Saisonverlauf der acht Probanden zu verfolgen. Wunder sind allerdings von jetzt auf gleich nicht zu erwarten. Letztlich kann die starke, ungewohnte Beanspruchung nicht mit der Bekleidung abgelegt werden und muss erst durch den Übergang in den normalen Rhythmus allmählich sacken.

Petrus, Platzmeister Dieter Kofler und Hotel sorgen für Wohlfühlambiente

Bleiben noch einige nicht unwesentliche Begleitumstände zu erwähnen. Wenn Engel, und sei es mit einem B davor, reisen, pflegt gewöhnlich auch der vermeintliche Wettergott Petrus mitzuspielen. Tat er dann auch. Bis auf ein bisschen Nieselregen am Freitagvormittag schaute die Sonne bei Temperaturen bis zu 25 Grad im Schatten unseren munteren, schweißtreibenden Aktionen strahlend lächelnd zu. Ein Kleinod für die sehr sportive Marktgemeinde Latsch, in der sich vor allem Spitzenleichtathleten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland (unter anderem vom 28. April bis 12. Mai 2015 Kugelstoß-Doppelweltmeister David Storl mit seinem Heim- und Bundestrainer Sven Lang) die Klinke in die Hand geben, ist Platzmeister Dieter Kofler, der unsere Wünsche erfüllte, ehe wir sie überhaupt geäußert hatten. Und zu guter Letzt darf unser Domizil auf Zeit, die gemütliche, im Südtiroler Stil eingerichtete Athletenherberge nicht vergessen werden. Hotelier Hans Tappeiner und seine älteste von drei Töchtern, Tanja, vermittelten mit ihrem verbindlichen, aufgeschlossenen Wesen ausgesprochenes Wohlfühlambiente. Den Rest besorgten erlesene Speisen sowie Getränke aus Küche, Keller und Zapfhahn. Wo Storl satt wird, reichte es für uns allemal.
Da an dieser Stelle schon ziemlich viel Blei, um die gute alte Zeitungssprache herkömmlicher Gutenberg’schen Druckkunst zu verwenden, geflossen ist, heben wir uns den krönenden Abschluss für den morgigen Beitrag im Fenster „Ergebnisse“ auf. Den bildete Samstag ein vierstündiger Spezial-Mehrkampf unter Wettkampfbedingungen mit geselligem Ausklang bei abendlicher Siegerehrung mit ein paar Gläsern Gerstenkaltschale.