Wenn es dem Esel zu wohl wird, begibt er sich aufs Eis

(Jülich/Krefeld, 13. April 2016) Wenn es dem Esel zu wohl wird, begibt er sich aufs Eis. Das ist im Frühling schwierig bis nahezu unmöglich. Es sei denn, die Eishalle hat ihren Betrieb nicht schon vorläufig bis zur nächsten Saison der professionellen oder hobbymäßigen Kufenflitzer eingestellt. Aber sinnbildlich, wie in unserem Falle, kann der als störrisch und ziemlich unbelehrbar geltende Esel ganzjährig auf gefrorenem Wasser ausrutschen. Und so begab es sich, dass der bislang vorwiegend als Mittel- und Langstreckler aufgefallene Alfred Hermes (*1946) aus Jülich, zugleich deplatzierter Senioren(ver)sprecher, auf seiner einstigen Verharmlosungsnetzseite mit zeitweise pornografischen Anwandlungen einen rhetorischen Ausflug zum Wurf machte. Der ging gründlich daneben.
Da erfährt der besser informierte, darob jedoch bass erstaunte Leser, in einem Beitrag vom 11.April 2016 (Kleine aber feine Werfersportfeste), dass Erika Fändrich von der TSG Mutterstadt bei einem Werfertag von RKS Phoenix Mutterstadt mit 49,91m eine deutsche W-50-Bestleistung (er meidet das Wort Rekord wie der Teufel das Weihwasser) im Hammerwurf aufgestellt hat. Darüber will er im Übrigen schon berichtet haben. Dann fragt sich allerdings: Weshalb diese Doublette und warum hat er blindlings seinem Kurzeitgedächtnis vertraut?
Die Konsequenz aus der Lügengeschicht‘: das ist alles Non-stop-Nonsens! Die zweifellos gute Erika gehört dem Jahrgang 1961 und damit der Altersklasse W55 an, kann also folglich in der W50 keine wie auch immer geartete Bestleistung, um bei der von ihm willfährig transportierten DLV-Schreibweise zu bleiben, aufstellen. Außerdem startet sie in der Leichtathletik für den TV Heppenheim und im Rasenkraftsport für RKS Phoenix Mutterstadt, nicht TSG Mutterstadt. Deren aktive Werfer/innen haben sich nämlich Ende 2014 nahezu geschlossen von der TSG abgespalten und sind in den neu gegründeten RKS Phoenix Mutterstadt übergegangen. Host mi, Alfred?
Der Klops wird jedoch noch weitaus dicker. Erika Fändrich hat beim vom „Götterboten“ erwähnten 6.Werfertag 38,99m geworfen. Für die W55 unbestritten eine sehr passable Weite. Bei der vierten Auflage am 05.März 2016 hingegen ging sie überhaupt nicht in den Ring. Da war es vielmehr Silke Finkbeiner (*1966) vom VfL Waiblingen, die mit 49,91m tatsächlich einen neuen deutschen Hammerwurf-Rekord in der W50 erzielte und die drei Jahre alte Bestmarke just von Erika Fändrich (damals TSG Mutterstadt) um proppere 1,89 Meter verbesserte. Davon haben wir unsererseits definitiv am 07.März 2016 berichtet.
Es ist hochnotpeinlich, Fakten dermaßen wild durcheinander zu mischen und jemandem einen Rekord anzudichten, den eine andere aufgestellt hat. Schließen wir deshalb mit dem Spruch: Schuster, bleib bei deinen Leisten! Oder einfach verlinken. Darin ist er ja ohnehin schon ungekrönter Weltmeister als deutsche Filiale von Ken Stones masterstrack.com aus den USA.

Wenn Zeitplan und gezielte Wettkampf-Vorbereitung Makulatur werden

(Krefeld, 09. April 2016) Irgendwo, irgendwann bei einem ganz normalen Kugelstoß-Wettkampf in unserer Republik.






Beginn laut Zeitplan: 12.15 Uhr. Seit 11.45 Uhr bin ich an der  Anlage, Smalltalk mit dem vollzählig erschienenen Kampfgericht (welch martialisch-deutscher Name!) Zeitgeistvorschlag für unsere polyglotten Nike-Agenten beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt: panel of judges, kurz: poj.

12  Uhr :               Einstoßen mit den Sportkameraden

12.15, poj:            „Soll ich jetzt mal die Liste durchgehen und abhaken ?"

Teilnehmer:           „Ja !"

12.20, poj:            „Habe ich jemanden nicht vorgelesen ? "

Teilnehmer:           Erst keine Reaktion, dann Gemurmel

poj:                       „ Wo sind die ? "

Teilnehmer:           „Einige sind noch beim Diskuswurf,  werden wohl später kommen!"

poj:                       „Sollen wir auf die warten oder wollt ihr anfangen?"

Teilnehmer:           „Anfangen!"

12.25, poj:            „Will jemand noch einwerfen?" (Kugelstoß!)

einige TN:             „Ja!"

poj:                      „Dann sagt mir, wann ihr anfangen wollt!"

12.35, einige TN:    „Wir wären dann soweit!"         

poj.:                      „Sollen wir jetzt anfangen? Gut, ihr noch, dann fangen wir an!                                                              

                              Ich lese noch mal die Reihenfolge vor!"

                                                    – Wettkampf beginnt –

12.40, poj:                    „Da kommen noch zwei vom Diskus, wollen wir sie noch

                                      mitmachen lassen?"

                                            
                                      – unverständliches Gemurmel der schon Vorbereiteten –


poj (zu den Neuen):      "Wollt ihr euch noch einwerfen ? "     

Nachzügler:                 „Ja!"
   

12.45:                           Fortsetzung des Wettkampfes!

Fazit: Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen! (Lucius Annaeus Seneca, Philosoph, 4 vor Christus bis 65 nach Christus)

Besonders nach dem Aufwärmen und Einstoßen!

Andy Dittmar der "Mr. Fantastic, Mr. Bombastic" beim Kugelstoßen

(Gotha/Krefeld, 16. Januar 2016) Obschon diese Erkenntnis rückblickend betrachtet beileibe nicht neu ist, hat das Attribut auch noch aktuelle Geltung in der Gegenwart: Der „Bär“ von einem Mann, auf 1,96 m Körpergroße gute verteilte 140 Kilo schwer, ist ein Phänomen. Er scheint irgendein Rezept gefunden zu haben, die biologische Uhr auf den Sport gemünzt ein wenig langsamer ticken zu lassen, bringt mit seinen 41,5 Jahren immer noch Leistungen auf einem geradezu verblüffend hohen Niveau. Dabei hat Andy Dittmar vom Klub „Basketball in Gotha“ (BiG) seine semi-professionelle Karriere neben der – weiterhin ausgeübten – Tätigkeit als Marketingleiter bei der AOKplus in seiner Heimatstadt am 31.August 2009 beim Kugelstoß-Meeting in Kösteritz beendet. Statt fünf bis sechs Trainingseinheiten wöchentlich gönnt sich der Häuslebauer, Ehemann und Vater von drei Kindern (eine Tochter zwei Söhne, in dieser Reihenfolge) im schulpflichtigen Alter von neun bis 15 Jahren allenfalls noch die Hälfte davon.
Das hindert ihn freilich bei seinen dosierten Auftritten nicht daran, seit Jahren mit schöner Regelmäßigkeit Weiten jenseits 18 Meter abzuliefern. Egal ob mit oder ohne Dach über dem Kopf. Erst vergangene Woche stieß der imposante Gentleman in kurzen Hosen bei einem Hallenmeeting des Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) in Erfurt zum Saisoneinstand mal „eben“ 18,26m. Das liegt lediglich neun Zentimeterchen unter seinem deutschen Hallenrekord (18,35m), den er am 01.März 2015 an selber Stelle aufgestellt und Fred Schladen (*1939) vom LC Bonn abgenommen hatte, den der als Qualitätsmerkmal 32 (!) Jahre mit 18,1
2m in seinem Besitz gehabt hatte. „Das war für den Anfang gar nicht so schlecht“, meinte Dittmar nach dem Wettkampf in charmanter Untertreibung. „Ich war zwar ganz guter Dinge, dass ich aber auf Anhieb die 18-Meter-Marke recht deutlich übertreffen konnte, war zumindest eine kleine Überraschung!“


Halle in Erfurt keineswegs Andys „Wohnzimmer“

Dabei bezeichnet er die Quasi-Heimanlage in der Nachbar- und Landeshauptstadt keineswegs als sein „Wohnzimmer“. Nicht seine Aussage, aber dennoch stimmig: Der Untergrund des ambulanten Holzrings ist sehr glatt, der Sektor ist für seine Weiten zu eng, die Anlage in der hinteren Hallenecke ist eine finsteres Loch mit Barbeleuchtung, die dunkelblauen Gymnastikmatten werden in aller Regel im Radiusverlauf nicht mit Metermarkierungen versehen, so dass praktisch ins Nirwana gestoßen wird. Dass der Mensch an sich visuell veranlagt ist und das Auge nicht nur mit isst, hat sich bis zu den meisten Veranstaltern bis hin zu Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften aufwärts noch nicht herum gesprochen. Mal sehen, was Mitte Februar vor Ort geschieht? 
Ungeachtet all dessen hat der doppelte Big-Andy (Klub und eigene Größe) just dort passend zur Weite am 20.02.2000 mit 20,02m die 7,26 Kilogramm schwere Kugel erstmals in der Halle über 20 Meter gewuchtet. Und fast 16 Jahre später, im fünften Lebensjahrzehnt stehend, hat er immer noch die 18 Meter im Köcher. Einen neuerlichen Beweis kann er bereits heute Abend (Beginn 17 Uhr) antreten. Da geht er bei den Thüringer Hallenmeisterschaften an den Start. Nicht bei den Senioren, sondern in der Männerklasse, wird hier, Zweifel ausgeschlossen, seinen insgesamt 45. Landestitel in Halle und Stadion einfahren. Wobei sich lediglich die Frage stellt, mit welchem Vorsprung er gewinnt und ob vielleicht wieder ein Rekord herausspringt?
Zuzutrauen ist es ihm jedenfalls, dieser Zierde für die deutsche und internationale Senioren-Szene weit über die Fraktion Stoß/Wurf hinaus. Denn mit der Zwischenstation Hallen-DM der Ü 35-Generation geht der 
Mr. Bombastic, Mr. Fantastic" beim schmutzigen Geschäft mit der Kugel bei den Hallen-Senioren-Europameisterschaften im italienischen Ancona (29. März – 03. April 2016) im Bierzelt" (wir berichteten) in den Ring, strebt sein viertes EM-Gold unter’m (Hallen-)Dach an.
Wiewohl noch Zukunftsmusik schwerlich vorstellbar, dass ihm das jemand streitig machen kann. 

Droht unter dem Erhalt des Kürzels neuerliche Namensänderung der EMA?

(Lausanne/Krefeld, 21. März 2016) Erst vor zwei Jahren hat der kontinentale Dachverband der Senioren-Leichtathleten mit Briefkastenadresse in Lausanne (Schweiz) am Genfer See auf seiner Generalversammlung anlässlich der Stadion-Europameisterschaften im brüllend heißen türkischen Izmir buchstäblich im Schweiße der Angesichter der Delegierten seinen Namen geändert. Aus dem Veteranenverband EVAA wurde die Mastervereinigung EMA, deren Eintrag eine Ewigkeit" dauerte und erst im Oktober 2015 im Kantonsgericht von Vaud erfolgte. Dieses EMA bedeutet „European Masters Athletics“. Doch Kenner der Szene haben eine andere und sinnvollere Deutung der drei Buchstaben gefunden. Sinnvoll aus dem Grunde, da die Nachrichten auf der Homepage eher einer „Memorial“-Seite gleichkommen.
Nachrichten im journalistisch bekannten Sinne gibt es nicht mehr. Die hauseigenen Meisterschaften in der Halle, im Stadion und auf der Straße finden keine Beachtung, wenngleich sie das finanzielle Fundament für das Präsidium, insbesondere des Schatzmeisters, einschließlich seiner Reisetätigkeiten bilden.
Nein, die Dachorganisation schlägt ein neues Kapitel in der Verbandsgeschichte auf und widmet sich dem nahenden (Lebens-)Ende der ihm anvertrauten Schützlinge. Den Anfang hat der Däne Friedrichsen gemacht. Verdientermaßen, aber gleich als Top-Meldung? Unverstand kommt auf, ebenfalls als Seitenaufmacher, den Tod eines nur Insidern bekannten Iren in epischer Breite zu lesen. Als wenn es nichts Wichtigeres geben würde? Achtung vor dem Leben, Achtung vor dem Tod! Aber ist das das Tagesgeschäft eines Kontinentalverbandes sich mit Sterbeanzeigen als letzte Seite einer Tageszeitung zu verdingen?
Und so empfehlen interessierte Leser dem Council der EMA aus „European Masters Athletics“ doch besser „European Memorial Association“ zu machen. Der Sache würde dieser Name besser zu Gesicht stehen.

Statt Rücktritt kam von Hermes feierliche Erklärung zu Verhaltensregeln

(Jülich/Krefeld, 11. Januar 2016) Sechs Tage lang war Alfred „Der Götterbote“ Hermes aus Jülich „krank“ (beleidigt), jetzt werkelt er wieder, Gott sei Dank (?). Er hatte sich bis „Epiphania“ am 06.Januar 2016 eine Bedenkzeit verordnet. Er tauchte jedoch einen Tag früher bei seiner Igitt-Netzseite wieder auf. Insofern hat er die „Erscheinung des Herrn“ verpasst, konnte ihm leider nicht die Erleuchtung kommen, seinen längst überfälligen Rücktritt als Seniorensprecher zu erklären. Stattdessen (v)ergeht er sich in selbst auferlegten Verhaltensregeln, die er besser für sich behalten hätte. Denn fortan kann er für jedermann daran gemessen werden. Dabei rückt er unter anderem von seinen bislang in Stein gemeißelten eisernen Grundsätzen ab, dass ein Online-Medium nicht korrigiert werden dürfe. Schreibfehler oder mögliche Unklarheiten könne er nicht ausschließen, bäte daher um Ratschläge. Sieh an, sieh an!
Er, der sich bisher den Anstrich der Unfehlbarkeit gegeben hatte, lässt nunmehr per Erlass auch Kritik an sich und seiner Berichterstattung zu. Das hat geradezu etwas Gottväterliches. „Die Redaktion“ behielte sich vor, per E-Mail erhaltene Kritik „unkommentiert“ (na, wenigstens das) unter Angabe des Namens und Datums zu veröffentlichen. Wie gnädig. Allerdings unser Einwand: So dies nicht ausdrücklich vom Absender als „Leserbrief“ deklariert ist, müsste er zwingend eine diesbezügliche Freigabe einholen.
Ferner würde er nicht auf Blogs und Facebookgruppen verweisen. Er macht aber selber eine solche Gruppe auf und verweist unmittelbar im nächsten Beitrag auf einen Blog. Der Mann, der sich wie das possierlich aussehende, bevorzugt Katzen fressende Fabelwesen aus der bekannten us-amerikanischen Fernseh-Sitcom „Alf“ nennt, ist die personifizierte Inkonsequenz. Heute Hü, morgen Hott. Und ganz zum Schluss seiner zehn Punkte umfassenden feierlichen Erklärung wird es noch mal so richtig melodramatisch. Sein digitales Magazin, fälschlich Mitteilungsblatt genannt, bliebe unabhängig und ließe sich nicht fremdsteuern. Das aus den Tastaturfingern eines getreuen, willfährigen DLV-Vasallen, der vermutlich EMA-Präsident Kurt Kaschke gleich eine Verpflichtungserklärung unterschrieben hat, stets zum Wohle des Verbandes statt zuvorderst der Aktiven zu handeln.
Unsererseits halten wir fest, dass wir ihn, mit und ohne seinen „Segen“, weiterhin kritisch beäugen werden. Da bei ihm schwerlich eine Trennung seines Ehrenamtes als gewählter Interessenvertreter der Senioren-Leichtathleten/innen und der von ihm betriebenen Netzseite möglich ist, wird er sich dem als Person der Öffentlichkeit auch stellen müssen. Ob es ihm gefällt oder nicht, ist dabei vollkommen belanglos.
Und noch ein letztes Mal: Die von uns und anderenorts an ihm geäußerte vollauf berechtigte, auf im doppelten Wortsinne nackten Fakten beruhende Kritik an der Veröffentlichung des Skandalfotos des unten herum blank ziehenden französischen Staffelläufers bei der Senioren-WM 2015 in Lyon hat er sich ganz alleine zuzuschreiben. Da hilft keine Pudern und kein Schminken. Basta! Seine weinerlichen Verschwörungstheorien angeblicher Verleumdungen und Beschimpfungen grenzen schon an Verfolgungswahn, fernab jeglicher Realität und reif für die Couch. Na, ihr wisst schon...