Droht unter dem Erhalt des Kürzels neuerliche Namensänderung der EMA?

(Lausanne/Krefeld, 21. März 2016) Erst vor zwei Jahren hat der kontinentale Dachverband der Senioren-Leichtathleten mit Briefkastenadresse in Lausanne (Schweiz) am Genfer See auf seiner Generalversammlung anlässlich der Stadion-Europameisterschaften im brüllend heißen türkischen Izmir buchstäblich im Schweiße der Angesichter der Delegierten seinen Namen geändert. Aus dem Veteranenverband EVAA wurde die Mastervereinigung EMA, deren Eintrag eine Ewigkeit" dauerte und erst im Oktober 2015 im Kantonsgericht von Vaud erfolgte. Dieses EMA bedeutet „European Masters Athletics“. Doch Kenner der Szene haben eine andere und sinnvollere Deutung der drei Buchstaben gefunden. Sinnvoll aus dem Grunde, da die Nachrichten auf der Homepage eher einer „Memorial“-Seite gleichkommen.
Nachrichten im journalistisch bekannten Sinne gibt es nicht mehr. Die hauseigenen Meisterschaften in der Halle, im Stadion und auf der Straße finden keine Beachtung, wenngleich sie das finanzielle Fundament für das Präsidium, insbesondere des Schatzmeisters, einschließlich seiner Reisetätigkeiten bilden.
Nein, die Dachorganisation schlägt ein neues Kapitel in der Verbandsgeschichte auf und widmet sich dem nahenden (Lebens-)Ende der ihm anvertrauten Schützlinge. Den Anfang hat der Däne Friedrichsen gemacht. Verdientermaßen, aber gleich als Top-Meldung? Unverstand kommt auf, ebenfalls als Seitenaufmacher, den Tod eines nur Insidern bekannten Iren in epischer Breite zu lesen. Als wenn es nichts Wichtigeres geben würde? Achtung vor dem Leben, Achtung vor dem Tod! Aber ist das das Tagesgeschäft eines Kontinentalverbandes sich mit Sterbeanzeigen als letzte Seite einer Tageszeitung zu verdingen?
Und so empfehlen interessierte Leser dem Council der EMA aus „European Masters Athletics“ doch besser „European Memorial Association“ zu machen. Der Sache würde dieser Name besser zu Gesicht stehen.