Ein Wurf-Fünfkampf-Meeting mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert"

(Alzey/Krefeld, 16. August 2019) Eine Woche nach der Senioren-DM im Wurf-Fünfkampf in Zella-Mehlis (wir berichteten ausführlich) gibt es für Enttäuschte und Verweigerer aus dem Einzugsgebiet von Rheinhessen eine vorzügliche Gelegenheit in diesem Vielseitigkeitswettbewerb für nicht ausnahmslos Vielseitige. Wenn nicht hier, wo sonst darf auch aus purem Spaß an der Freud‘ gestoßen und geworfen werden. Nämlich heute ab 13 Uhr im Wartbergstadion in Alzey. Ein Meeting von und für Werfer/innen der Klassen Männer, Frauen und Senioren/innen, das sich über die Landesgrenzen von Rheinland-Pfalz hinaus einen ausgezeichneten Ruf hinsichtlich Organisation und bestens präparierter Anlagen erworben hat. Kein Wunder. Dafür steht mit Veranstaltungsleiter Lutz Caspers (im Bild) ein leibhaftiger Olympiateilnehmer im Hammerwurf der Spiele von 1968 in Mexico City, der als Aktiver und Trainer seiner Sportart stets treu geblieben ist. Der offizielle Meldeschluss ist zwar vorbei. Aber Spät- und Kurzentschlossene, die aufgrund dieser Meldung noch Lust bekommen haben, werden garantiert die mehr oder weniger lange Anreise nicht umsonst gemacht haben. Das hat uns Lutz auf telefonische Nachfrage bestätigt.

"Was?" - "Das hilft?": Omas Hausrezepte auf dem Prüfstand

(Maria Himmelfahrt, Krefeld, 15. August 2019) Es gibt einige Unpässlichkeiten, die vermutlich jede/r schon einmal gehabt hat, weswegen nicht gleich der Arzt oder Apotheker des Vertrauens konsultiert wird. Da ist erst mal der Griff ins Buchregal nach „Omas Hausrezepte“ ein probates Mittel. Nicht alle sind indes wirklich verlässlich, entspringen zum Teil dem Bereich von Mythen und (Hören-)Sagen. Die Gesundheitskasse AOK, bei der Kugelstoß-Ass Andy Dittmar aus Gotha Marketingleiter in Thüringen ist, hat in einem Expertencheck unter dem Arbeitstitel Was? - Das hilft?“ ein paar populäre Irrtümer auf den Prüfstand gestellt.
Gerade für unser Leserschaft von besonderem Interesse die vermeintliche Erkenntnis „Wer Muskelkater hat, soll Sport treiben.“ Stimmt sogar bedingt, wenn er von sehr leichter Natur ist. Dann hilft dosiertes Ausdauertraining, ohne die betroffenen Muskeln erneut zu überlasten. Ansonsten würden ernsthaftere Verletzungen riskiert. Empfehlenswert ist auch noch sanftes Stretching. Schmerzmittel beschleunigen dagegen die Erholung nicht. Denn ein mehr oder weniger ausgeprägter Muskelkater ist nichts anderes als kleine Faserrisse, die unter Zuhilfenahme der genannten Tipps schlicht abheilen müssen.

Nur noch sieben Zentimeter fehlen Andy Dittmar am M45-Rekord

(Zella-Mehlis/Krefeld, 13. August 2019) Eine der besten Einzelleistungen der Senioren-DM im Wurf-Fünfkampf im thüringenschen Zella-Mehlis wurde außerhalb der Mehrkampf-Wertung geboten. Da die Wettkämpfe in der Ferienzeit nicht mal in waldreichen Gebieten auf den Bäumen wachsen, durfte der sportliche Thüringer Volkstribun Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha in seinem heimatlichen Bundesland beim Kugelstoßen der M45 als schmückendes Beiwerk aufschlagen. Der in der laufenden und inzwischen ziemlich fortgeschrittenen Freiluftsaison nicht gerade vom Glück verfolgte, zweimal von Verletzungen eingebremste 45-Jährige wusste Sonntag in seinem erst dritten Wettkampf (zuvor 18,04 und 17,72m) die Gunst der morgendlichen Stunde zu nutzen.

Ein Muster an Beständigkeit mit unendlichem Verfallsdatum

Big-Andy, ein Muster an Beständigkeit und scheinbar einem unendlichen Verfallsdatum ausgestattet, steigerte seine Jahresbestleistung um sieben Zentimeter auf 18,11 Meter. Diese für manche ominöse Zahl, die die Menschen seit Ur-Zeiten fasziniert, hat für ihn dann tatsächlich vorerst noch eine besondere Bedeutung. Denn – mal plakativer geschrieben –  7 cm sind es, die dem Wonneproppen von 1,96 Meter Körpergröße und 140 Kilogramm Gewicht mit der 7,26-kg-Kugel noch am sehr bald 30 Jahre alten deutschen M45-Rekord (18,17m) von Klaus Liedtke (*1941) aus Lünen in Westfalen fehlen.
Geradezu perfekt wäre es, wenn er da im ersten Zuge die griffige Maßarbeit von 18,18m hinbekäme. Das ist indes sehr viel verlangt. Aber der Mann ist schließlich für jede Überraschung gut. Mitunter verblüfft er sich sogar selber.

DLV-Senioren-Spielecke schweigt die Titelkämpfe in Zella-Mehlis tot

(Darmstadt/Zella-Mehlis/Krefeld,14. August 2019) Still ruht der See in der Senioren-Spielecke auf dem offiziellen Organ des Dach- und Fachverbandes, der DLV-Netzseite. Wieder einmal. Die letzte Nachricht datiert bei Online-Stellung dieses Beitrages um 07.45 Uhr dort vom 01.August 2019 mit der gerade für die Talente von gestern und vorgestern ach so wichtigen, obligatorischen Anti-Doping-Newsletter zum Monatsbeginn. Achtung Satire: Schließlich wollen die Leistungssportler im fortgeschrittenen Alter ja wissen, wie sich Fallstricke tunlichst umgehen lassen. Absurd, es da überhaupt zu platzieren.

Dabei war die Öffentlichkeitsarbeiterin vor Ort

Dagegen bislang kein Bild und Ton von den quantitativ sehr gut frequentierten Deutschen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf mit Langstaffeln am vorigen Wochenende in Zella-Mehlis. Keine Vorschau, kein Bericht. Einfach Fehlanzeige, als habe diese Veranstaltung nicht stattgefunden. Und noch eins: Dabei war die offiziell als Fachkommissionsleiterin Öffentlichkeitsarbeit Senioren geführte Bettina Schardt von der MTG Mannheim als Aktive live vor Ort und kam sogar zu Titelehren in der W45. Das wäre doch eine prima Gelegenheit für sie gewesen, wie schon des Öfteren über sich selber in der dritten Person zu berichten. Aber vielleicht hat die ZDF-Sportredakteurin, ein journalistischer Profi also, den Zwiespalt dieses Tuns erkannt und deshalb die Tastaturfinger diesmal still gehalten. Delegieren müssen an einen der sonst tätigen Literaten um Flucke, Deister & Co. hätte sie es schon. Und selbst wenn nach nunmehr drei Tagen noch hinterhergehoppelt werden sollte, ist ein Online-Medium nun mal kein Wochenblatt.
Gut, dass es LAMPIS gibt, zitiere ich jetzt ohne Namensnennung einige bekennende Stammbesucher. Unsere Leser wissen nicht nur mehr, sondern es vor allem eher. Insgesamt fünf ausführliche, bebilderte Artikel haben wir im Zusammenhang mit diesen Titelkämpfen veröffentlicht.
Noch Fragen? Schwerlich vorstellbar!

13 Aktive überboten bei Wurf-Fünfkampf-DM die 4.000-Punkte-Grenze

(Zella-Mehlis/Krefeld, 12. August 2019) Diese Erkenntnis ist natürlich nicht neu und klang schon in unserer Vorschau an. Bei den 21.Deutschen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf bot sich dem Betrachter vor Ort und den Statistik-Freunden anhand der Ergebnisliste eine Drei-Klassen-Gesellschaft dar. Das Tor zum Eintritt in die gehobene nationale Klasse mit dem dazu nötigen Resultat jenseits von 4.000 Punkten stießen 13 Aktive auf. Und das mit einem Übergewicht des vermeintlich schwächeren Geschlechts von 8:5. Damit geht freilich hier wie da nicht immer eine wirkliche Vielseitigkeit und Ausgelichenheit einher. In dem durch den sehr artverwandten Gewichtwurf nun einmal Hammerwurf-lastigen Mehrkampf ist diese Spezies klar bevorteilt. Als Paradebeispiel kann W70-Hammerwurf-Weltrekordlerin Eva Nohl (*1948) vom TSV Langenzenn herhalten, die 2.421 oder 52,98 Prozent ihrer 4.570 Punkte in den beiden genannten Disziplinen holte. Das ist indes auch einer Dysbalance in der Punktewertung geschuldet. Dafür kann sie freilich nix.

Drei Punkte entschieden in der M80 über Sekt oder Selters

Knapp, knapper, M80. Auch ohne seinen abwesenden gleichaltrigen Dauer-Antipoden Peter Speckens aus Übach-Palenberg musste Lothar Huchthausen (*1935; im Bild) von der LG Altmark gegen seinen drei Jahre jüngeren Konkurrenten Herbert Raml (*1938) vom TSV Unterhaching hart kämpfen. Winzige drei Zähler entschieden bei 4.220 zu 4.217 Punkten über Sekt oder Selters.  
Wenngleich auf nicht sehr hohem Niveau spielte sich in der meldestärksten Klasse M60 (alle 21 waren auch am Start) die Vergabe des Medaillensatzes innerhalb von lediglich 69 Punkten ab. Das klassenübergreifend beste Resultat zementierte bereits am ersten Tag der aktuelle Weltrekordhalter Norbert Demmel vom TSV Unterhaching mit 4.767 Punkten in der M55.

201 von 214 Gemeldeten traten an

Senioren-Oberhaupt unter lauter Senioren war der Neunziger in Lauerstellung Richard Rzehak (*13.10.1969) vom SC Preußen Erlangen, der als Alleinunterhalter in der M90 sich selber zum Gegner hatte. Vordergründig war er auf der Jagd nach dem deutschen Rekord im Hammerwurf (23,89m). Doch das ist im Rahmen eines Mehrkampfes bei der Einstellung auf immer wieder andere Bewegungsabläufe und lediglich drei Versuchen nicht nur für einen älteren Herrn ein schweres Unterfangen, das prompt diesmal gründlicher misslang als bei den Einzel-Wettkämpfen zuvor.
Alle weiteren Details gibt die abermals kunterbunt nach Männlein und Weiblein durcheinander gewürfelte Ergebnisliste von SELTEC her. Stets dann falsch ist in der Kopfleiste die Anzahl der Athleten, wenn nicht alle Gemeldeten auch wirklich angetreten sind. Bei den Frauen fehlten lediglich zwei (69 von 71), dagegen bei den Männern elf (132 von 143) von ursprünglich insgesamt 214 Startwilligen.
Unsere Ehrengalerie der „Viertausender“: M50: Holger Fettke , Union 1861 Schönebeck, 4.002; M55: Norbert Demmel 4.767; M75: Bernd Hasieber, TSV Unterhaching, 4.393; M80: Lothar Huchthausen 4.220, Herbert Raml 4.217 Punkte.
W45: Bettina Schardt, MTG Mannheim, 4.014; W50: Dagmar Suhling, TuS Huchting, 4.276, Ellen Weller, MTG Mannheim, 4.009; W55: Margret Klein-Raber, LC Rehlingen, 4.166, W70: Eva Nohl, TSV Langenzenn, 4.570; W75: Ingrid Holzknecht, LG Elmshorn, 4.295, Ingrid Kusche, TV Erkelenz, 4.048; W80: Beate Möller, OSC Berlin, 4.174 Punkte.