Hammerwurf-Urgestein Gerhold Wohlfahrt 82-jährig verstorben

(Leverkusen/Krefeld, 11. Dezember 2019) Egal wie alt ein Mensch wird, es ist stets für alle Angehörigen, Freunde und engere Bekannte zu früh, wenn er für immer von einem geht. Erst recht, wenn der Tod ihn plötzlich und demzufolge für alle direkt wie mittelbar Beteiligten unerwartet ereilt. So geschehen beim einstigen Hammerwerfer, Trainer und Sportwart Gerhold Wohlfahrt (*11.02.1937) vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Das vor Kraft, Energie und unbändigem Lebenswillen strotzende Art Stehaufmännchen, der den 1992 ausgebrochenen Krebs besiegte und ihn 27 Jahre überlebte, verstarb vorigen Samstag 82-jährig im Krankenhaus vermeintlich an einer medizinischen Bagatelle mit noch ungeklärten Nebenursachen.

Eine medizinische Bagatelle mit fataler Auswirkung

„Wegen hohen Fiebers ist Gerhold vorige Mittwochnacht (04.Dez., die Redaktion) mit Verdacht auf eine Lungenentzündung ins Krankenhaus gefahren worden“, schildert seine 63-jährige Lebensgefährtin Ingrid Thissen, die Olympia-Sechste im Speerwurf von 1984. „Freitagnachmittag sah er wieder aus wie das blühende Leben. Doch in der Nacht zum Samstag veränderte sich sein Zustand dramatisch. Keiner weiß bisher aus welchem Grund. Eventuell eine Lungenembolie oder Sepsis. Er hatte eine Wunde am Schienbein.Tragisch und unbegreiflich!“
Ein ausführlicher Nachruf über das Leben und Wirken des Verstorbenen, versehen mit einem Foto, ist auf der LVN-Netzseite veröffentlicht. All' jene, die ihm die letzte Ehre erweisen möchten, haben dazu Gelegenheit bei der Trauerfeier am 18.Dezember (Beginn 11 Uhr) im
Bestattungshaus Friedrich auf der Mülheimer Straße 9 in 51375 Leverkusen.

Hallen- und Stadion-DM 2020 dürften nunmehr gesichert sein

(Darmstadt/Erfurt/Zittau, 10. Dezember 2019) Wofür gibt es eine „Senioren-Spielecke“ auf dem Internet-Portal des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV)? Das weiß er vermutlich selber nicht! Aber genau dahin hätte die Meldung gehört, die am Ende unter „Gehacktes“ in der News-Spalte auf der Startseite unter der Überschrift DLV-Präsidium vergibt Jugend-DM 2020 nach Ulm“ steht. Holen wir nach, was höchstwahrscheinlich die allermeisten interessierten Senioren/innen übersehen haben und zitieren den letzten Absatz: „Für die Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf sowie die Senioren-Freiluftmeisterschaften gibt es Bewerbungszusagen. Nach Prüfung der Unterlagen sollen diese Veranstaltungen noch in diesem Jahr im Umlaufverfahren durch das DLV-Präsidium vergeben werden. Somit werden beide Veranstaltungen stattfinden.“

„Belastbare Absichtserklärungen“ für Erfurt und Zittau

Also handelt es sich ganz offenbar um „belastbare Absichtserklärungen“, wie es im Amtsdeutsch vom Senioren-Beauftragten David Deister heißt. Diesmal wird er in einer neuerlichen, uns netterweise von einem „Maulwurf“ zugespielten Rundmail konkreter. Entgegen allen vorherigen Bekundungen will die bewährte „Feuerwehr“ aus Thüringen einmal mehr einspringen, bewirbt sich mit Erfurt für die Hallen- und Winterwurf-DM am 28.Feburar/01.März 2020. Für die Stadion-DM hat Zittau in Sachsen seine Visitenkarte abgegeben. Diesmal jedoch komprimiert als Zwei-Tages-Veranstaltung, alternativ am 04./05. oder 11./12.Juli 2020.
Damit sind alle fünf großen nationalen Titelkämpfe der Ü35-Generation unter Dach und Fach (siehe auch zweiten Absatz in der DLV-Meldung und unsere Kolumne). Abwarten und Tee oder sonstwas trinken, bis es denn irgendwann im Rahmenterminplan, vielleicht als Weihnachtsgeschenk, offiziell festgezurrt wird. Auf einen plakativen Hinweis in der Senioren-Spielecke werden wir ohnehin vergeblich warten.

Ausländerstartrecht: Verfahrensausgang wird Mitte Januar verkündet

(Darmstadt/Berlin/Krefeld, 08. Dezember 2019) Machen wir bezogen auf die direkt Betroffenen noch mal ein Minderheiten-Programm, an dem jedoch mittelbar beteiligte Klub-, Team- und Staffel-Kameraden ein nachvollziehbares Interesse haben. Ganz zu schweigen von den unzählbaren potenziellen Kontrahenten bei Lauf, Sprung und Wurf, die sich mit dem genannten Personenkreis solidarisiert haben. Das vom italienisch-stämmigen Sprinter Daniele Biffi (*1972) von TopFit Berlin und seinem Rechtsanwalt Gerald Kornisch angestrengte Verfahren zum Ausländerstartrecht (wir berichteten mehrfach) ging vorigen Donnerstag vor dem Amtsgericht Darmstadt in die x-te und mutmaßlich letzte Runde.

Eine weitere Hängepartie

All' jene, die an dieser Stelle den mit großer Spannung erwarteten Ausgang der inzwischen „unendlichen Geschichte“ erwarten, die müssen wir ausgerechnet am 2.Advent leider enttäuschen. Auf E-Mail-Anfrage von Lampis teilte uns Kornisch gestern mit, dass der Verkündungstermin mit der Entscheidung vom Amtsgericht auf den 16.Januar 2020 festgesetzt worden ist. Scheint eine verdammt schwere Geburt von Justitia zu sein.
Also noch mal eine Hängepartie. Hoffentlich die unwiderruflich letzte in dieser Angelegenheit.

Ein positiver Dopingbefund bei diesjähriger Hallen-/Winterwurf-WM

(Lettland/Torun/Krefeld, 09. Dezember 2019) Gut Ding will Weile haben. Schlechtes allem Anschein nach auch. Wobei zunächst einmal festzuhalten ist, dass die Netzseite des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA) nicht gerade der munter sprudelnde Nachrichtenquell zu sein pflegt. Deshalb sind meine dortigen virtuellen Besuche auch eher seltener Natur. So habe ich erst vorhin beim morgendlichen Internet-Rundgang bemerkt, dass die WMA ausgerechnet am „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ (05.Dezember) mit einer wenig erbaulichen Meldung an die Öffentlichkeit gegangen ist: Einem positiven Dopingbefund. Der ist allerdings auch schon über acht Monate alt, datiert von der Hallen- und Winterwurf-WM im polnischen Torun, die vom 24. bis 30.März 2019 stattgefunden hat. Wobei einzuräumen ist, dass der Regularienweg mit der Wahrung von Fristen Zeit verschlingt. Doch zum rückwirkend offiziell für vier Jahre aus dem Sportverkehr gezogenen Sünder. Es handelt sich um Sandris Lindbergs aus Lettland, der im Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf der M35 gestartet ist. Ein Kommentar erübrigt sich.

DLV verschleißt mit mangelnder Information Senioren/innen für dumm

Kolumne

Moment mal

(Darmstadt/Krefeld, 07. Dezember 2019)
Nichts Konkretes weiß man nicht. Das dafür allerdings ganz genau. Einmal mehr Service- und Informationswüste Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV). Wenn wir nicht eine für den internen Gebrauch bestimmte Rundmail vom DLV-Senioren-Beauftragten David Deister veröffentlicht hätten, wäre überhaupt nicht publik geworden, dass die Deutschen Hallen-Meisterschaften mit Winterwurf der Ü35-Generation im kommenden Frühjahr auszufallen drohen. Explizit, falls sich bis zum gestrigen Nikolaustag (wie sinnig) kein Ausrichter mit einer „belastbaren Absichtserklärung“ finden würde. Das Ultimatum ist bei Blick auf den Kalender nunmehr verstrichen. Mit welchem Ergebnis? Wieder nix!. Bislang jedenfalls. Der Dachverband verschleißt mit mangelhafter bis überhaupt nicht stattfindender Kommunikation seine Senioren/innen für dumm.

Aktualisierter Rahmenterminplan zur allgemeinen Verunsicherung

Stattdessen wurde gestern ein aktualisierter Rahmenterminplan 2020 ins Netz gestellt. Der trägt allerdings in mehreren Punkten zur allgemeinen Verunsicherung bei. Da wird besagte DM noch aufgeführt und nicht ersatzlos gestrichen. Jedoch weiterhin ohne Austragungsort und entsprechendem Landesverband. Wie Lampis von hinten durch die kalte Küche erfahren hat, wird weiterhin unterhalb der (unfähigen und interessenlosen) Führungsebene fieberhaft nach einer Lösung gesucht.
Derweil wurde jetzt als Schauplatz für die DM im Wurf-Fünfkampf (22./23.August) Zella-Mehlis genannt, mithin bestätigt, was wir in unserem ausführlichen Beitrag vom 29.November bereits beschrieben haben. Vakant bleibt beim DLV die Mehrkampf-DM (20./21.Juni), die nach unseren Informationen ebenfalls in der bewährten und erprobten dortigen
Arena schöne Aussicht" stattfinden sollen.

Was nun: Baunatal in Hessen oder Lage in Westfalen?

Dann zaubert der DLV noch das DAMM-Finale irgendwann im September mit dem Ort der Handlung Lage in Westfalen aus dem Hut. Darüber ist der Hessische Leichtathletik-Verband /HLV) indes sehr überrascht, der sich mit Baunatal für den 19.September 2020 beworben hat. Wobei wir nicht wissen, wie „belastbar“ die ist/war. Doch immerhin fand an dieser Stelle im Vorjahr der Endkampf auf Bundesebene statt.
Bleibt noch die vermeintlich offene Stadion-DM. Und auch hier haben wir bereits erfahren, dass es einen Bewerber von Rang und Namen gibt. Fortan harren wir mehr oder weniger geduldig also der Dinge, die da irgendwann nach halbwegs gesundem Menschenverstand zwangsläufig kommen müssen. So oder so.
Vorab wünschen wir jedoch schon mal in Richtung der Geschäftsstelle in Darmstadt „Gute Besserung, Frohe Weihnachten und einen tunlichst unfallfreien Rutsch anno domini 2020!“. Mitunter, so die Überlieferung, gibt’s der Herr den Seinen ja im Schlaf. Das wäre das Einfachste. Allerdings drängt sich eher der Verdacht auf, dass der Auftrag  der – nicht – handelnden Personen dermaßen geheim ist, dass sie selber nicht wissen was sie tun (müssten).