456 Startwillige zu den NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften gemeldet

(Duisburg/Düsseldorf/Krefeld, 04. Januar 2019) Recht schnell nach Meldeschluss (31.12.2018) veröffentlichte gestern Mittag der gastgebende Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) in Duisburg die Teilnehmerlisten für die Offenen NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften am 12.Januar 2019 in der Leichtathletikhalle im Arena-Sportpark in Düsseldorf. Dazu haben 456 Athleten/innen aus immerhin acht Landesverbänden ihre Nennungen für bis zu fünf Disziplinen abgegeben. Ob das überall mit dem Zeitplan korrespondiert, sei einmal dahin gestellt. Denn wie es Datum schon verheißt, handelt es sich um eine Tagesveranstaltung. Keine neue Erkenntnis, dass gerade bei Senioren/innen die (vermeintlichen) Alleskönner von eigenen Gnaden besonders stark vertreten sind. Spezialistentum ist offenbar etwas für Weicheier und Warmduscher.

Kugelstoß-Ass Tilman Northoff gibt noch nicht seinen Einstand in der M50
 
Das Gros der Startwilligen kommt naturgemäß vom Nordrhein, gefolgt von Westfalen. Dem gesellen sich einige „Versprengte“ aus dem ebenfalls angrenzenden Rheinland,  ferner aus Niedersachsen, dem Saarland, der Pfalz, aus Baden und Württemberg hinzu. Die weiteste Anreise nimmt sich ein 76-Jähriger aus Stuttgart unter die Räder von Zug oder PKW. Damit es sich auch lohnt, hat er für den „Dreikampf“ aus 60 Meter, Weit und Hoch gemeldet. Die Hoffnungen erfüllen sich leider nicht, dass Kugelstoß-Ass Tilman Northoff (*1969; im Bild) vom TuS Jöllenbeck in Ostwestfalen seinen mit Interesse erwarteten Einstand in der M50 gibt. Alle die dabei sein wollen nach Klassen und Disziplinen unter diesem Link. Eine kleine Vorschau folgt Ende nächster Woche.

ue30leichtathletik: Ein Abgang auf Raten von "Götterbote" Hermes

Kolumne

Moment mal

(Jülich/Krefeld, 03. Januar 2019)
„…weitgehend schließen“ wird Alfred Hermes (*1946), Allein-Redakteur, das Internetportal „ue30leichtathletik“. Er ließ seine Leser zu Silvester wissen, dass es mit Beginn des neuen Jahres lediglich noch sporadisch Nachrichten auf dieser Seite geben wird. Oder wie soll man – allein schon sprachlich – verstehen, dass jemand seine Pforten weitgehend schließt? Die Nachrichtenwelt für die Senioren-Leichtathletik ist mithin zumindest um ein Angebot ärmer (?). Oder anders ausgedrückt: reicher (?). Gerade mal einen Altersklassenzeitraum von fünf Jahren hat „Götterbote“ Hermes durchgehalten, hat versucht, „SeLa-Netz“ zu ersetzen und ist letztendlich gescheitert.

Blendende Rahmenbedingungen schlicht verschlafen

Genau in diesen Zeitraum nach dem SeLa-Netz-Ende fiel die Amtszeit von Hermes als Sprecher der Senioren im DLV. Der Jülicher saß in Best-Position an der Quelle, konnte aus dem Vollen schöpfen, was Informationen, Nachrichten, Neuigkeiten und vieles mehr anging. Genutzt hat es ihm nicht viel und genutzt hat er es auch nicht viel. Stattdessen hat er verlinkt und abgekupfert, kamen Foto-Galerien aus der Florawelt und zuletzt in epischer Breite der Strichmalerei aufs virtuelle Tapet, dazu Nachrichten aus Afrika und den Staaten, sonderte er seltsame Aphorismen ab (unter anderem „Die Möwe kennt den Weg“). Informationen also, die hierzulande niemanden vom Hocker gerissen haben, da zu irrelevant, uninteressant und nichtssagend für die heimische Szene.
Nachbetrachtend im Stil der DLV-Vertreterin für die Senioren-Leichtathletik, Margit Jungmann, ist festzuhalten, dass Hermes eine Riesenchance vertan hat, die von ihm in der Internet-Adresse geführte Ü30-Generation zu unterhalten und zu informieren. Dass er nie den Mut hatte, auch kritische Beiträge abzusetzen, ist insofern nachvollziehbar, freilich nicht gutzuheißen, da er sich „His master‘s voice“, also die Sprache seines Verbandes zu sprechen, in devoter Haltung und Willfährigkeit verpflichtet sah. Drastischer kann es auch als Feigheit bezeichnet werden.

Für die Politik und irgendwelche Pseudo-Pöstchen gibt’s keine Altersgrenze

Der Verdacht liegt nun nahe, dass er beim europäischen Seniorenverband European Masters Athletics (EMA), seinem neuen „Arbeitgeber“, die Sprache seines Meisters Kurt Kaschke spricht, da dieser nicht mehr in deutschen Landen, sondern in Portugal lebt, per Scheinadresse in „Gütersloh“ erreichbar ist. Er wird Hermes gern dessen Fahrten zu den internationalen Meisterschaften finanzieren, damit die EMA-Homepage wieder Schwung bekommt und nicht überwiegend von den selbstverliebten Reiseberichten des Präsidenten leben muss.
Überhaupt will sich der 72-Jährige nach seiner Silvester-Botschaft „neuen Aufgaben und Herausforderungen stellen“ (es soll auch ein Angebot von Präsidentin Jungmann zur Mitarbeit beim Weltverband WMA geben). Doch merke: Für die Politik und irgendwelche Pseudo-Pöstchen gibt es bekanntlich keine Altersgrenze. Tröstlich daran: Wo (noch) nix ist, kann auch nichts kaputt gemacht werden.

Einen Aufschrei des Bedauerns wird es nicht auslösen

Wie indes der Abgang auf Raten von den ue30-Lesern mit angeblich millionenfachen Klicks (er machte einmal die kühne Aussage, 5.000 Besucher täglich zu haben) verkraftet wird, werden die kommenden Monate zeigen. Einen millionenfachen Aufschrei des Bedauerns wird die Aufgabe von Hermes aber an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei der breiten Masse nicht auslösen. Jede Wette!

Kugelstoßer Andy Dittmar und Tilman Northoff je eine Altersetage höher

(Jöllenbeck/Gotha/Krefeld,  01. Januar 2019) Prosit Neujahr! Neues Spiel, neues Glück? Das soll ja angeblich auf Dauer nur der/die Tüchtige haben. Da ist schon was dran. Denn abgesehen von irgendwelchen Lotteriegewinnen fällt es einem in den seltensten Fällen in den Schoß, muss man(n)/frau schon ein bisschen was dafür tun. Aber gemeinhin ist ein neues Jahr zugleich mit guten Vorsätzen gepflastert. Allerdings sollte man sich nicht zu viel vornehmen. Allzu oft wird so manches Vorhaben schnell wieder über den Haufen geworfen. Sportler sollten sich da aufgrund ihrer DNA leichter tun. Ehrgeiz und Zielstrebigkeit liegen ihnen quasi im Blut. Und so hat jede/r für 2019 gewiss einen eigenen Anspruch an sich, bestimmte Leistungen erbringen zu wollen.
Für die Jahrgangsendziffern 4 und 9 ist es zudem mit einer neuen Altersklasse und was die „Neuner“ angeht obendrein mit einem „runden Geburtstag“ verbunden. Ein prominentes Beispiel ist Kugelstoß-Spezialist Tilman Northoff (*18.06.1969) vom TuS Jöllenbeck, der bald ein „echter Fuffziger“ sein wird. National darf er schon ab sofort in der M50 und damit der
Sechser" ran. Vielleicht schlägt er schon bei den NRW „Open“ am 12.Januar 2019 in der Leichtathletikhalle im Arena Sportpark in Düsseldorf auf. Der deutsche Hallenrekord ist (noch) im Besitz von Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching mit 16,66m. Das sollte bei 16,79m mit der 7,26-Kilo-Kugel in 2018 relativ locker machbar sein.

Deutsche M45-Hallenrekord mit der Kugel vermutlich bald Vergangenheit
 
Eine Altersetage tiefer steigt Andy Dittmar (*06.07.1974) von BiG Gotha in die M45 auf. Der Mann mit dem beneidenswert langen Haltbarkeitsdatum schrieb während seiner Zugehörigkeit zur M40 stets eine 18 vor dem Komma (Bestweite 18,74m in 2015, Vorjahr 18,39m), hält hier den deutschen Hallenrekord mit 18,48 m aus 2016. Da dürfte die nationale M45-Bestmarke just von Tilman Northoff mit 17,36m aus 2015 normalerweise wenig Chancen haben die alsbald beginnende Saison unter dem Hallendach zu überstehen. Der deutsche Freiluftrekord von Klaus Liedtke (*1941) aus Lünen, aufgestellt von ihm bereits 48-jährig 1989 mit 18,17m, dürfte freilich auch für Big-Andy kein Selbstläufer werden. Schließlich wird auch beim Koloss aus Thüringen irgendwann die biologische Uhr ihren Tribut zollen.
Müßig zu erwähnen, dass wir uns liebend gerne vom absoluten Vorzeige-Senior der Fraktion Stoß/Wurf eines Besseren belehren lassen.

Senioren-Wahlen a la DLV führen ein Stiefmütterchendasein

(Darmstadt/Krefeld,02. Januar 2019) Aus unserer bescheidenen Sicht nachvollziehbaren Gründen haben wir für die Wahl zu den Senioren-Leichtathleten des Jahres 2018 nicht sonderlich die Werbetrommel gerührt. Einmal halten wir das System für unzulänglich, es allein dem abstimmenden Volk zu überlassen, zum anderen ist die Wahlbeteiligung äußerst gering und bestimmt damit bei dem unausgegorenen Prozedere die bessere Lobbyarbeit den/die späteren Sieger/in (siehe Vorjahr), die Teilnehmer/innen an der Seniorenwahl werden nicht an den ausgelobten Preisen beteiligt (diskriminierend, zweierlei Maß!), und schlussendlich sind wir nicht der Handlanger des federführenden Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Er hat nicht einmal an den Teilnahmeschluss (31.Dezember 2018) erinnert.

Stilloses Gebaren des Dach- und Fachverbandes

Beiläufig bemerkt versagte er seinen über 400.000 Schutzbefohlenen die Weihnachts- und Neujahrswünsche. Das ist stillos! Dies hat ja sogar die neue WMA-Präsidentin Margit Jungmann (Rehlingen) auf der Netzseite der World Masters Athletics (WMA) hinbekommen. Die ehemalige Vorsitzende des Bundesausschuss‘ Senioren erfreute die Ü30-Generation dereinst „zwischen den Jahren“ zumindest mit der obligatorischen „Nachbetrachtung“. Selbst zu Zeiten, als das Wort noch nicht Eingang in den Duden gefunden hatte

Felix Austria! Glückliches Österreich!

Dass die Wahl, die eine hohe ideelle Auszeichnung sein könnte, hier zu Lande ein Stiefmütterchendasein führt, ist folglich hausgemacht. Das wird am verlinkten Beispiel Österreich deutlich, das einen Bruchteil an Bevölkerung und aktiven Leichtathleten der Bundesrepublik hat. Dort wurden für 2018 sage und schreibe 3.995 gültige Stimmen abgegeben. Allein Masters-Gewinner Gottfried Gassenbauer aus Wien vereinigte 958 Stimmen auf sich. Das sind 258 mehr als insgesamt für 2017 bei der deutschen Seniorenwahl (etwa 700). Ganz zu schweigen auf die Einzelbeteiligung von 170 für Herbert.E.Müller bezogen. Das Ergebnis der Online-Abstimmung sowie der paritätischen Votierung von Trainern und Sportjournalisten wurde bereits einen Tag später bekanntgegeben. Die feierliche Proklamation wird am 25.Februar 2019 im festlichen Rahmen in Wien für alle sechs Kategorien stattfinden. Das hat was.
Felix Austria! Glückliches Österreich!.

LAMPIS wünscht allen Lesern einen unfallfreien Rutsch ins neue Jahr!

(Krefeld,  31. Dezember 2018) Es sind seit dem Bestehen von LAMPIS (November 2009) die nunmehr zehnten Grüße zum Jahreswechsel, die wir an unsere Stammbesucher und Gelegenheitsgäste richten. Und das soll natürlich auch diesmal nicht nach dem vielerorts bewährten Muster „Hoch lebe die Vorlage“ geschehen. Wenn einem nichts Originelleres einfällt als EMA-Präsident Kurt Kaschke, lautet die Botschaft auf der Netzseite der European Masters Athletics (EMA) eben schlicht „Season’s greeting's 2018/2019“. Kein Rückblick, kein Ausblick, keinen geschmeidigen Übergang. Nichts von alledem. Lediglich einen „enjoyable and peaceful start for 2019“. Also „einen angenehmen und friedlichen Start für 2019“. Interpretieren wir das mal so, dass an Silvester auch im mehr oder weniger angesäuselten Zustand jede Menge Streit zu vermeiden ist. Das ist ganz grundsätzlich betrachtet eine durchaus vernünftige Empfehlung. Anschließend ist dann ja sinnbildlich wieder Feuer frei".

Auch in 2019 werden wir informieren, kommentieren und glossieren
 
So werden wir es auch halten. Wo immer Kritik geboten sein sollte, und das ist so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche, werden wir im Interesse der Sache die Tastaturfinger in die Wunde legen. Selbstverständlich sparen wir nicht mit Lob, wo es angezeigt erscheint. Kurzum: Wie eh und je werden wir mit unseren Beiträgen informieren, kommentieren und glossieren. Dies alles möglichst mit Wortwitz und Bildsprache unterhaltsam verpackt. Kleine Replik: Obwohl krankheitsbedingt ein voller Monat für die Berichterstattung ausfiel, haben wir bis heute 383 Beiträge in den verschiedenen Fenstern in 2018 veröffentlicht. Das sind rechnerisch 1,14 pro Erscheinungstag. Damit haben wir unser Credo von mindestens einer Meldung täglich übererfüllt. Sonn- und Feiertage, was ist das?
Nun aber sind der Worte genug gewechselt. Gehen wir schnurstracks zum eigentlichen Anlass über. Die Macher unseres Internet-Portals wünschen allen Lesern einen tunlichst unfallfreien Rutsch ins neue Jahr und für 2019 vom Besten stets nur das Beste! Sportlich und im richtigen Leben, versteht sich. Insbesondere aber eine unerschütterliche Moral und unverwüstliche Gesundheit! Ohne die ist nämlich alles nix, wie ich glaubhaft aus jüngster eigener Erfahrung zu versichern weiß.