Für die "NRW Open" 100er-Schallmauer denkbar knapp verpasst

(Leichlingen/Duisburg/Krefeld, 01. November 2019) Schallmauer von 100 Startwilligen denkbar knapp verpasst. Für die Offenen NRW-Winterwurf-Meisterschaften der Ü30-Generation, kurz und knackig „NRW Open“ genannt, am 09.November 2019 im Sportzentrum Balker Aue in Leichlingen sind von A wie Angermund Werner bis W wie Willkomm Hermann-Josef 99 potentielle Teilnehmer/innen gemeldet. Örtlicher Ausrichter ist nunmehr zum wiederholten Male der emsige Leichlinger TV, der auf seinen Anlagen eben auch über die technischen Voraussetzungen verfügt. Ohne die ist schließlich alles nix. Die Veranstaltung steht unter dem Patronat des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN) in Duisburg mit der bewährten Wettkampfleiterin und LVN-Seniorenwartin Gisela Stecher (im Bild) aus Grevenbroich an der Spitze. Ein reibungsloser Ablauf sollte gewährleistet sein.

Für Nimmersatte die gesamte Palette im Programm

Wen’s interessiert – Gisela St. ist im Übrigen die Lebensgefährtin des schon erwähnten Werner Angermund vom ART Düsseldorf. Ob ihm dies zwei Tage vor Karnevalserwachen am 11.11. zu der griffigen Startnummer 333 verhalf oder das einfach seinem Namen mit dem ersten Buchstaben im Alphabet geschuldet ist? Stellt sich allerdings die eher nebensächliche Frage, wieso nicht bei „1“ angefangen wird. Aber das sind halt die kleinen Geheimnisse der Leichtathletik und deren Verbände. Auf Meisterschaftsebene stehen die Langwürfe Diskus, Speer und Hammer auf dem Programm. Dazu als Rahmenwettbewerbe Kugelstoßen und Gewichtwurf. Wer für alle fünf Disziplinen seine Nennung abgegeben hat, wird zudem für den Wurf-Fünfkampf gewertet.

Ehemaliger 21,35m-Stoßer Thomas Schmitt gemeldet

Prominentester Teilnehmer unter nominell jenen 99 ist Thomas Schmitt (*1989; im Bild) von der LG Reinhardswald in Hessen. Bei Insidern wird es jetzt klingeln. Allerdings sollte niemand den Jung-Senior an jenem Wunderstoß von 21,35 m am 21.März 2015 beim Frühjahrswerfertag in Übach-Palenberg messen (wir berichteten), damals noch im Trikot der LT DSHS Köln. Wie Thomas dem Verfasser versicherte, betreibt er die Leichtathletik neben seinem Beruf lediglich noch aus Spaß an der Freud‘. So ist es auch zu verstehen, dass der Drehstoß-Interpret bei seiner eigentlichen Priorität mit der Kugel alle fünf Disziplinen bestreiten will.
Eine weitere Vorschau folgt noch. Vorab geht es mit den Links zur Teilnehmerliste und zur Auflistung nach Klassen und Disziplinen.

Zwei nicht kompatible "Feiertage": Halloween und Allerheiligen

(Krefeld, 31. Oktober 2019) Plagiatoren gibt es mehr als satt und genug. Auch in der Senioren-Leichtathletik. Aber da ich mich nicht selbst beklauen und obendrein nicht die deutsche Sprache bei derselben Thematik neu erfinden kann, nehme ich eine klitzekleine Anleihe aus dem schon sehr bald zehn Jahre alten wie starken LAMPIS-Archiv.  Also aufgepasst, heute ist „Halloween“, ein Anfang der 1990iger überflüssigerweise (?) aus dem aktuellen Trump-Land der vermeintlich unbegrenzten (Un-)Möglichkeiten importierter Brauch. Wer vor seiner eigenen Haustüre auf ein Klingelzeichen hin meist nicht allzu große Gestalten in Furcht erregenden Kostümen und Masken antrifft, der muss in aller Regel nicht um Leib und Leben fürchten. Der sollte sehr wohl auf den Befehl „Süßes, sonst gibt’s Saures!“  mit einem entsprechenden Vorrat an Süßigkeiten gewappnet sein.  Für die erwachsenen Zeitgenossen werden je nach Lust, Laune und Neigung öffentliche oder private Halloween-Partys organisiert. Besonders berühmt soll jene des heiratswütigen ehemaligen Top-Modells Heidi Klum sein. Die ist freilich einem handverlesenen Personenkreis vorbehalten und findet garantiert nicht in ihrem Heimatort Bergisch-Gladbach statt.

Ulf Timmermann und Johann Stein feiern morgen Geburtstag

Aber es sei nicht verschwiegen, dass es für „Andersgläubige“ auch bedeutend Wichtigeres zu feiern gilt. Denn für etwa 21 Millionen evangelische deutsche Christen ist heute Reformationstag (zugleich in neun Bundesländern Feiertag) zum Gedenken an Martin Luther und seine 95 Thesen von 1517. Morgen an Allerheiligen sind dann die Katholiken (23 Millionen) an der Reihe, die sich allerdings in lediglich fünf (alten) Bundesländern über einen gesetzlichen Feiertag freuen dürfen. Zwei mehr oder weniger bekannte einstige und noch aktive Werfer haben zudem Geburtstag: Ex-Kugelstoßer Ulf Timmermann (*01.11.1962) und der für den TV Werther startende mehrfache deutsche Seniorenmeister Johann Stein (*01.11.1951) aus Hagen in Westfalen. Gute Wünsche sind jetzt noch nicht angebracht. Das soll angeblich Unglück bringen. Und das wollen wir selbstverständlich nicht schuld sein.

Infekt-Gefahr: Es gilt zur Abwehr das Immunsystem zu stärken

(Krefeld, 29. Oktober 2019) Zitieren wir in unserer bekannt fürsorglichen Art nicht wörtlich, aber inhaltlich-thematisch die im Volksmund „Rentner-Bravo“ genannte Apotheken Umschau (Auflage 9,3 Millionen). Denn wo man auch hinschaut und –hört, triefen und schniefen um uns herum schon die Nasen etlicher Mitbürger. Der Übergang vom Altweibersommer mit Temperaturstürzen in den nass-kühleren Herbst, dazu noch mit dem schon sehr bald drohenden November-Blues (mit dem Laub fällt auch die Stimmung), ist die klassische Zeit für Schnupfen, Erkältungen und schlimmstenfalls grippale Infekte. Davor gilt es sich zu schützen und dagegen zu wappnen. Schließlich ist vorsorgen stets besser als heilen. Gerade bei Sportlern und da obendrein bei älteren Menschen ist das Immunsystem stark beansprucht, deshalb geschwächt und anfällig für die leider unsichtbaren, indes allgegenwärtigen Krankheitskeime, die besonders auf Türklinken lauern.
Sieben Tipps in Schlagworten, die körpereigene Abwehr zu stärken: Hygiene, ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken, Bewegung, ausreichend Schlaf, Entspannung, gute soziale Bindungen. Nicht zuletzt ist auch eine Grippeschutzimpfung ein weiteres probates Mittel. Dazu einfach mal den Arzt oder Apotheker des Vertrauens um Rat bitten.
Alle Verhaltensregeln im Detail entweder in der gedruckten Ausgabe vom 15.Oktober im Leitartikel „Fit für die Schnupfenzeit“ oder unter www.apotheken-Umschau.de.

Sportsch(l)au: Wind und Wetter für die Abwehr von Krankheiten


(Köln/Krefeld, 30. Oktober 2019)
 Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ und anderen Publikationsmedien sowie seinem eigenen Internet-Portal an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 107. Kapitel zu diesem Themenkomplex, passt auch zu unserem gestrigen Beitrag. A.H.

Mensch und Natur gehören zusammen

Pauschal zu sagen, dass es gesünder sei unter freiem Himmel Sport zu treiben, stimmt nicht immer. Besonders die Umweltbedingungen spielen hier eine wesentliche Rolle. Neben diesen Faktoren ist auch die organisatorische Komponente nicht zu unterschätzen. So hat nicht jeder einen Trainingsparcour oder Trimm-dich-Pfad gleich um die Ecke. Wer also an Geräten oder mit Hilfsmitteln trainieren möchte, braucht eine geeignete Sportausrüstung. Anderenfalls ist er im Studio oder Verein besser aufgehoben. Hinzu kommt, dass trotz guter Vorhersagen Wetterumschwünge das Training im Freien schnell zu einer nasskalten Angelegenheit machen können.
Dennoch bietet der „Outdoor“-Sport einen klaren Vorteil, der drinnen nun einmal nicht simuliert werden kann: die Kraft und Wirkung der Natur. Bewegung im Freien ist nicht nur Training für die Muskeln, sondern wahrer Balsam für unsere Seele. Der Mensch und die Natur gehören zusammen. Hinzu kommt: Wer bei Wind und Wetter Sport treibt, aktiviert nicht nur das Herz-Kreislaufsystem, stärkt zudem das Immunsystem und kurbelt somit die Abwehr von Krankheiten an.

Beim DLV gehört einiges auf den Prüfstand um DM-Ausrichter zu finden

Kolumne

Moment Mal

(Darmstadt/München/Krefeld, 28. Oktober 2019)
In Zeiten wo der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt mit immer mehr Regularien für die Durchführung einer Meisterschaft in Erscheinung tritt, wird es zwangsläufig zunehmend schwieriger einen adäquaten Ausrichter zu finden. Der schlagende Beweis, dass alle fünf großen nationalen Titelkämpfe der Senioren/innen für 2020 noch vakant sind (wir berichteten). Ein potentieller Veranstalter muss sich heute mit mehr als 20 Seiten Anforderungsprofil und einem von lokaler Werbung befreiten Stadion auseinandersetzen, wofür schließlich Verträge bestehen. Zudem erwartet der Dachverband, dass auf Kosten der Organisatoren mehrere DLV-Funktionäre eingeladen werden. Des Weiteren müssen ihm Räumlichkeiten oder Plätze für die Vermarktung seiner Sponsorenartikel zur Verfügung gestellt werden.

Absurdes Anforderungsprofil am Bedarf vorbei

Wenn man sich das verkürzte Anforderungsprofil der so genannten „Team-DM Senioren“ vom 27.Mai 2011 auf der Verbandsnetzseite anschaut, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Für die Abwicklung dieser Mannschaftsmeisterschaften, wie zuletzt das DAMM-Finale 2019 im Münchner Dantestadion, sind unter anderem 90 Hürden plus zwei Transportwagen, 16 Startblöcke mit Lautsprecher, eine Speerwurfanlage, acht Rundbahnen und zwei Räume zur Dopingkontrolle erforderlich. Hürdenlauf ist bei der DAMM so wenig im Programm wie Speerwurf. Startblöcke mit Lautsprecher waren de facto ebenso nicht erforderlich wie acht Rundbahnen (das Dantestadion hat derer sieben). Wofür werden zwei Räume für Dopingkontrollen benötigt, wenn mangels „Fahnder“ ohnehin keine Proben entnommen worden sind? Schattenboxen als pure Drohgebärde.

Keimzelle der Senioren-Bewegung fehlt die Wertschätzung

Die Wertschätzung seitens des Verbandes für die DAMM, immerhin die Keimzelle der Senioren-Bewegung in der Leichtathletik mit nunmehr 47-jähriger Tradition, kann man an der Nichtanwesenheit eines offiziellen DLV-Vertreters messen. Selbst der Nachfolger von Margit Jungmann (Rehlingen) als Vorsitzender des Bundesausschuss‘ Senioren, Ralf Hafermann aus Ohrdruf in Thüringen, glänzte durch Abwesenheit. Mit ihm der im Vorfeld für die Siegerehrung angekündigte neue bayrische „Landesfürst“ Gerhard Neubauer aus München. Allerdings ist er bei seinem mit dem Fahrrad zu absolvierenden Quasi-Heimspiel zumindest zwischendurch gesehen worden. Für die Honoratioren jeglicher Couleur mit Lokalkolorit stand womöglich auch noch die gleichzeitige Eröffnung des weltberühmten Oktoberfestes auf dem Tagesprogramm.

Dachverband mehr Verhinderer als Förderer

Alles in allem betrachtet stellt sich schon die Frage, wofür  der DLV außer seiner Patenschaft zur Abwicklung einer Deutschen Mannschaftsmeisterschaft überhaupt noch benötigt wird?  Denn obendrein treibt er den im Obligo stehenden Verein am Ort der Handlung, diesmal die LG Stadtwerke München, letztendlich nur auf Kosten, die eine finanzielle Deckelung unmöglich machen und mithin unweigerlich in die roten Zahlen eines Zuschussgeschäftes führen. Die Startgelder vermögen die vielen „Nebengeräusche“ nicht abzusichern.
Kurzum: Es ist nicht weiter verwunderlich, dass es außerordentlich schwierig ist, noch Klubs im Zusammenwirken mit den Landesverbänden zu finden, die sich all den Risiken und Nebenwirkungen aussetzen wollen. Da gehört zuerst beim DLV so einiges auf den Prüfstand, Hürden und Hemmnisse zu beseitigen.
Ein frommer Wunsch bei der dort vorherrschenden Totengräber-Mentalität was die Senioren/innen im Allgemeinen und die DAMM im Besonderen angeht.