Na, da schau her: NADA bedient sich Lampis als Informationsquelle

(Neustädt/Bonn/Krefeld, 04. Juni 2020) Schluss mit lustig! Die NADA, genauer Nationale Anti-Doping-Agentur mit Sitz in Bonn, hat ihre zwei Monate währende vornehme Zurückhaltung der kontrollfreien Komfortzone während der Hochkonjunktur der Corona-Krisenzeit aufgegeben. Es werden wieder Trainings- und da wo sie bereits stattfinden auch Wettkampf-Kontrollen durchgeführt. Das bekam auch der aus Spaß an der Freud kugelstoßende Wirtschaftsjurist Heiko Wendorf (*02.10.1970; national M50) vom Eisenacher LV zu spüren. Jedoch in keiner der beiden genannten Eigenschaften. Vielmehr als Veranstaltungsleiter des 4.Neustädter Kugel-Cups am 13.Juni 2020. Der noch 49-jährige Wahl-Thüringer erhielt Dienstag am Erscheinungstag unserer umfangreichen Vorschau auf das Meeting einen Anruf von einer Dame von der NADA. Justament mit dem Hinweis auf die von ihm federführend organisierte Veranstaltung.

Stelldichein von Athleten aus dem Kontrollpool

Woher sie das dann wisse, hat er sie daraufhin einigermaßen erstaunt gefragt, wie er gestern im Telefonat mit dem Verfasser dieser Zeilen erzählte. Und nun wird es zu unserer Freude und Erbauung interessant… „In dem Beitrag auf lampis.net“, lautete ihre Antwort, und zur Verdeutlichung buchstabierte sie unsere Internet-Adresse. Das wäre freilich nicht nötig gewesen, da sie Wendorf natürlich bekannt ist. Dass wir es auch bei der NADA sind, hätten wir indes nicht einmal vermutet. Bemerkenswert, wo wir so überall gelesen werden. Das geben die nacken Analysezahlen unseres
Webhosters" IONOS halt nicht her.
Die Quintessenz aus der Geschicht‘ ist jedoch die, dass in Neustädt mit Doping-Kontrollen zu rechnen ist, da sich hier etliche deutsche Spitzenkönner/innen und mit Bob Bertemes (PBL 22,22m) aus Luxemburg einer aus der absoluten Weltklasse tummeln werden, die dem Kontrollpool angehören. Spätestens über die wäre es auch bei der NADA/WADA aufgefallen, da die Elite der Erreichbarkeit wegen schon Tage vorher ihre Aufenthaltsorte angeben muss.
Für das besondere „Stille Örtchen“ mit der ominösen Aufschrift Anti-Dopingkontrolle hat denn Wendorf zusätzlich Sorge zu tragen, was er bei dem bisherigen Jedermann-Wettbewerb in den drei Auflagen zuvor nicht vorsehen musste. Womit einmal mehr bewiesen wäre, dass der „Teufel" im Detail steckt.

Wenn es den Anlass überhaupt noch braucht: Heute ist Weltfahrradtag

(Krefeld, Europa und die Welt, 03. Juni 2020) Selten zuvor hatte er eine dermaßen große Bedeutung wie in der  (noch) unabsehbar anhaltenden Phase der weltweiten Corona-Apokalypse. Denn mit alljährlichem Wiederholungcharakter ist am heutigen 03.Juni der Europäische Tag des Fahrrads und noch dazu der Weltfahrradtag. Eine ohnehin seit Jahren boomende Branche ist womöglich als eine der ganz wenigen momentan nicht auf irgendwelche staatliche Unterstützung oder Anschubhilfen angewiesen, droht ihr demzufolge auch nicht als letzte Konsequenz die Insolvenz.
Denn viele Menschen haben in den etlichen Wochen, wo organisierte Bewegung in Sportvereinen und Fitnessstudios untersagt war, den guten alten Drahtesel als Sportgerät wiederentdeckt. Sei es für Ambitioniertere das Rennrad oder Mountainbike, für schlichter Strukturierte das Trekking-, Holland- und normale Tourenrad. Nicht jede/r konnte da beliebig auf ein vernünftiges Fortbewegungsmittel aus dem eigenen Fundus zurückgreifen. Insbesondere nicht für Ausflüge im gesamten Familienverbund.

Fahrradfahren ist Balsam für Körper, Geist und Seele

Natürlich mussten die Händler im März und April ihre Läden auch erst einmal dicht machen. Doch seit sie wieder geöffnet haben, werden sie buchstäblich überrannt und ihnen die Räder aller Couleur aus den Händen gerissen. Glücklicherweise musste ich mich da nicht anstellen, bin seit je her bestens aufgestellt, habe in meinem hauseigenen Fuhrpark im Keller für quasi alle Fälle ein Rennrad, Trekkingrad, Hollandrad, Klapprad und seit Mai vorigen Jahres, seit ich denn nach meiner Bypass-Operation im Oktober 2018 wieder aufs bewegliche Rad steigen darf, ein E-Bike. Herz, Kreislauf und Ausdauer wollen schließlich gestärkt werden. Und ich bin weder der Jogger, Walker oder große Wanderer vor dem Herrn.
Ausgiebige Bewegung ist gerade in Zeiten wie diesen - nicht nur - für mich als Person der Risikogruppe M75 plus Vorerkrankung zur Stärkung des Immunsystems nun einmal unerlässlich. Nahezu tägliche Radtouren am tellerflachen Niederrhein von 30 bis 45 Kilometer im flotten Tempo durch Feld und Flur auf Nebenstrecken und/oder asphaltierten Wirtschaftswegen sind bei derzeit blühenden Landschaften nicht allein Balsam für den Körper, sondern obendrein für Geist und Seele.

Achtung: Produkt- und Schleichwerbung unter Werfern

So nicht schon geschehen, einfach mal ausprobieren. Doch Vorsicht vor Risiken und Nebenwirkungen, kann nämlich süchtig machen. Es muss nicht zwingend der Niederrhein sein. Das könnte zudem umständlich werden. Und noch ein bisschen Produkt- und Schleichwerbung unter uns Werfern. Wer sich was ganz Gutes tun will, der kann sich bei Diskuswerfer Hubert Berger aus Lagerlechfeld in Bayern sein Radl gewissermaßen maßschneidern lassen. Dort unterhält der zweifache Senioren-Weltmeister (jetzt M65) eine kleine, feine Fahrrad-Manufaktur, erreichbar auch online im Internet unter verlinkter Adresse.

Pfingsten war vor Corona auch die Hoch-Zeit der Leichtathletik

(Krefeld und die Republik, 30. Mai 2020) Liebe Sportkameraden männlich wie weiblich und Leser aus purem Interesse an Informationen rund um die (Senioren-)Leichtathletik!
Stellt euch vor es ist Pfingsten, und es geht keiner hin. Ohne mir hier und jetzt anmaßen zu wollen, in Religionskunde zu machen, hat dieses Fest mit seinen beiden Feiertagen, einschließlich des gemeinhin arbeitsfreien Montages, christlichen Ursprung. Bei den Leichtathleten wurde es freilich mit einer gewissen, wenngleich nicht jahrhunderterlanger Tradition behaftet als Hoch-Zeit großer Sportfeste wahrgenommen. Da sei nur an Rehlingen im Saarland gedacht, das von der heutigen WMA-Präsidentin Margit Jungmann mitorganisiert wurde.

Karl-Hans Riehm übertraf gleich sechs Mal den Hammerwurf-Weltrekord

Das bedeutende Meeting erreichte gar in der deutschen Blütezeit der einstigen olympischen Kernsportart Fernsehpräsenz, zuletzt zumindest noch im Saarländischen Rundfunk und SWR. Und es erlebte sogar schon ein wahres Weltrekord-Festival – im Hammerwurf. Dazu ist indes ein ganz tiefer Griff in die Nostalgiekiste notwendig. Karl-Hans Riehm (*31.05.1951 in Konz)  vom TV Germania Trier (ab 1978 TV Wattenscheid), der morgen Geburtstag feiert, übertraf vor nunmehr strammen 45 Jahren beim Rehlinger Pfingstsportfest 1975 in allen sechs Versuchen den bis dahin gültigen Weltrekord (76,66m) von Alexei Spiridonow aus der Sowjetunion.
Das hat es meines Wissens davor und danach nie wieder in einem technischen Wettbewerb von Sprung und Wurf gegeben. Seine Traumserie krönte der aus der Hammerwurfschule von Ernst Klement stammende Pfälzer mit 78,50 Meter. Ebenfalls mit Weltrekord übertraf er 1978 bei einer Leichtathletik-Veranstaltug in Heidenheim mit 80,32m als zweiter Hammerwerfer relativ kurz nach dem Sowjet Boris Saitschuk (80,14m) die bis dahin magische 80-Meter-Marke. Es ist nicht Gegenstand dieses Beitrages, dass die damals erzielten Spitzenweiten mit späteren Erkenntnissen anders zu beleuchten sind. Vergleichbar sind sie bei nahezu identischen Voraussetzungen schon.
Noch dies:
Übrigens blieb Riehm auch nach der Karriere dem Hammer in etwas anderer Form treu, übernahm 1990 die elterliche Schreinerei.

Krisenlage lässt den Rotstift kreisen

Wenn schon Tradition in unserem festlichen Spiel ist, darf das für die Ü30-Generation national durchaus bedeutsame Pfingstsportfest der TG 04 Limburgerhof nicht vergessen werden. Das fällt selbstverständlich wie so manches andere in den Zeiten der Corona-Krisenlage dem Rotstift zum Opfer.
Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen möglichst Frohe Pfingsten bei was auch immer und bis kommenden Dienstag wieder auf dieser Welle und an dieser Stelle!

Nach Verhandlungsmarathon grünes Licht für 4. Neustädter Kugel-Cup

(Neustädt/Krefeld, 02. Juni 2020) Gerade im Sport sollte mit Superlativen sehr sparsam umgegangen werden. Sonst drohen sie einen bei allzu großzügiger Verwendung irgendwann auszugehen. Aber in diesem konkreten Falle ist es in Zeiten des Coronavirus-Krisenmodus‘ herunter gebrochen auf das Kugelstoßen durchaus angemessen zu konstatieren, dass ein ziemliches Spektakel in dem beschaulichen thüringschen 300-Seelen-Ort Neustädt am 13.Juni 2020 ins Haus steht. Nach einem wahren Verhandlungsmarathon mit dem Landratsamt, Gesundheitsamt und dem hilfreich unterstützenden, seine erste Kampfrichter-Riege abstellenden Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) erhielt DLV-Seniorensprecher und Initiator Heiko Wendorf (im Bild) vom Eisenacher LV endgültig grünes Licht für den 4.Neustädter Kugel-Cup (wir berichteten). Dieses ursprünglich als Jedermann-Wettbewerb mit einem schmückenden Rahmenprogramm für Senioren/innen konzipierte Meeting mutiert diesmal zum Gipfeltreffen der nationalen Elite aller Altersklassen von jung bis fortgeschritten.

Außer Christina Schwanitz alles von Rang vertreten

Dafür bürgt Kugelstoß-Bundestrainer Sven Lang, der diese Möglichkeit dankbar aufgegriffen hat, je acht Kaderathleten der Männer, Frauen sowie männlichen und weiblichen U-Klassen in Anbetracht des hinlänglich bekannten nicht vorhandenen Wettkampf-Angebotes in den Ring zu bringen. Dabei wird bis auf Christina Schwanitz (sie steigt erst im September in die Olympia-Vorbereitung ein) so ziemlich alles vertreten sein, was national Rang und Namen hat. Natürlich auch das deutsche Zugpferd David Storl (*27.Juli 1990), der kommenden Freitag an seinem Standort in Leipzig (Sachsen) noch als Muster ohne Wert einen Trainingswettkampf ausrichtet.

David Storl bekommt mit Bob Bertemes gehörige Konkurrenz

Wenn der 30-jährige in Lauerstellung (im Bild) in Form und körperlich fit ist, hat er gemeinhin hier zu Lande keine ernsthaften einheimische Kontrahenten zu fürchten. Das wird in Neustädt mit dem Luxemburger 22,22-m-Stoßer Bob Bertemes (*24.05.1993) ganz anders sein. Dem vor wenigen Tagen Geburtstag feiernden lediglich 1,87m „kleinen“ Drehstoßer eilt der Ruf voraus, im Training schon wieder über 22 Meter gestoßen zu haben. Da wird der 1,99m große, seit Jahren stagnierende antiquierte Rückenstoßtechniker Storl (Bestweite 22,20m aus 2015) wohl mit mehr Differenz das Nachsehen haben, als es jene zwei Zentimeter der absoluten Bestleistungen aussagen. Interessant und brisant dürfte es dennoch werden. Nicht nur in der momentan allerdings darbenden freien Wirtschaft belebt Konkurrenz das Geschäft.

Kugel-Cup wird zur Dreierserie ausgeweitet

Da der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) erst heute entscheidet, ob und wann die Deutschen Meisterschaften der Männer/Frauen in Braunschweig stattfinden werden, haben Wendorf und Lang in Absprache vorsorglich entschieden, diesen Kugel-Cup mit weiteren Meetings am 19.Juli und 01.August 2020 jeweils auf dem Wurfplatz hinter der Erfurter Leichtathletikhalle als Dreier-Serie auszuweiten. Nach jetzigem Kenntnisstand werden wegen der Erfüllung der hohen Auflagen aus Sicherheitsgründen nirgendwo Zuschauer zugelassen.

Bei Senioren/innen noch einige Plätze zu vergeben

Bliebe noch das dritte Doppelpack der insgesamt sechs Wettbewerbe über etwa vier Stunden in Neustädt (der genau Zeitplan wird noch festgezurrt). Das schnürt Wendorf mit den beiden Konkurrenzen der männlichen und weiblichen Ü30-Generation selber. Es wird angeführt von Vorzeige-Senior und Thüringens Lokalmatador Andy Dittmar (M45; im Bild) von BiG Gotha. Aber es sind hier wie da noch einige Plätze für altersgemäße Spitzenkönner zu vergeben. Meldungen bis zum 08.Juni 2020 unter der E-Mail-Adresse
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sportsch(l)au 2.0: Treppauf treppab zu einer besseren Fitness

(Köln/Krefeld, 29. Mai 2020) Aufgrund der akuten Corona-Gemengelage sind mal abgesehen vom „König Fußball“ mit seinem für viele unerträglichen Sonderstatus aktuelle Nachrichten in den „Randsportarten“, gerade auch der (Senioren-)Leichtathletik, absolute Mangelware. Selbst in Sportsendungen der Öffentlich Rechtlichen von ARD und ZDF, EUROSPORT sowie Sport1, so der überhaupt dazu zu rechnen ist, laufen derzeit Wiederholungen, werden Konseven von allen möglichen früheren Ereignissen aus den Archiven geholt. Anderswo im Netz werden mangels eigener Ideen Vögel, Blumen und beliebige Nostalgiefotos bemüht, um das Loch letztendlich irgendwie mit teilweise entarteter Kunst zu stopfen.
Ohne daraus nun in Zeiten wie diesen des kargen bis nicht vorhandenen Nachrichtenflusses eine Standard-Rubrik zu machen, erinnern wir an einen Beitrag von Mai 2017 aus unserer Serie „Sportsch(l)au“ von Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) aus Köln, der vortrefflich zum Krisenmodus passt. Da insbesondere in kleineren Leichtathletik-Vereinen oder -Abteilungen immer noch kein geregeltes Training möglich ist und viele Aktive der Fraktion „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ den Weg ins Fitnessstudio (bislang) scheuen, bietet sich die Treppe hervorragend als Trainingsparcours an.  A.H.
                
Alltagsnahe Bewegungsform trainiert Ausdauer und Muskulatur

Egal ob jung oder älter, dick oder dünn, untrainiert oder fit: Die Treppe istmein Favorit unter den Fitness-Geräten –  und wir finden sie überall vor. Neben der Ausdauer lässt sich hier mit dieser alltagsnahen Bewegungsform in idealer Weise das Zusammenspiel der stärksten Muskelgruppen trainieren: Der große Gesäßmuskel, die Muskeln der Oberschenkel-Vorderseite, strecken beim Treppensteigen unsere Hüfte und Beine aus der Beugung, und unsere Wadenmuskulatur sorgt für einen festen Abdruck von der Ferse bis zur Fußspitze.

Zustand mit minimalem Aufwand auf Vordermann bringen

Mit einem minimalen Aufwand  lässt sich die Fitness auf Vordermann bringen. Bereits in kurzer Zeit werden erste bemerkenswerte Verbesserungen des Herz-Kreislauf-Systems erzielt.
Das Treppen-Programm passt ideal in den Alltag und ist durch die vielen Variationsmöglichkeiten für jeden Fitness-Zustand geeignet. Es sollte im Wechsel von Be- und Entlastung mit jeweils einem Ruhetag dazwischen absolviert werden. Alles was für das Training benötigt wird ist eine Treppe mit 20 Stufen. Zunächst stets zum Aufwärmen die Treppe drei Mal im lockeren Tempo nehmen.
Für Fortgeschrittene: Mit einem aktiven Fußabdruck und aktiven Armschwung jede zweite Stufe nehmen. Nach dem dritten Durchgang mit der rechten Körperseite zur Treppe stellen und den rechten Fuß auf die Treppe setzen. Nunmehr etwas in die Knie gehen und 15 bis 20 Sekunden vom Fuß auf die Ferse wechseln. Danach in der Ausgangsstellung den Fuß wechseln, um beide Seiten gleichmäßig zu beanspruchen.
Jetzt wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren, und bleiben Sie aktiv!   Prof.Dr. Ingo Froböse