Westfälische: Völlig realitätsferne Lobhudelei in der Senioren-Spielecke

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Darmstadt/Gladbeck/Krefeld, 14. Juni 2016) Wer sich als Teilnehmer speziell aus der Fraktion Stoß/Wurf an den Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften in Gladbeck mal wieder so richtig veräppelt (das ist das nettere Wort für verarscht) vorkommen möchte, der lese die Lobhudelei in der Senioren-Spielecke auf der DLV-Netzseite. Da erfahren wir gleich in der Überschrift von „toporganisierten Titelkämpfen“. Die dabei waren und den Beitrag bei uns gelesen haben, für den wir im Übrigen vom betroffenen Athletenkreise breite Zustimmung erhielten, müssen sich zwangsläufig im falschen Film wähnen. Lassen wir die Details jetzt weg, die schließlich schon beschrieben wurden. Nähern wir uns der Person des Autors und kommen schnurstracks zu der zoologischen Gesetzmäßigkeit, wonach die eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.
Eberhard Vollmer (im Bild) war bis Anfang März 2018 langjähriger hauptamtlicher Mitarbeiter im Referat Kommunikation & Medien beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Er ist Vorsitzender des Leichtathletik-Kreises Ahlen, gibt zudem die „Newsletter“ des westfälischen Verbandes heraus. Bekannt ist ferner, dass der 66-Jährige fortan sein Mehr an Freizeit der Senioren-Leichtathletik widmen möchte und das Ehrenamt des Landesseniorenwartes als Nachfolger von Hans Schmidt anstrebt, der sich zu Höherem (welch tollkühne Fehleinschätzung) berufen fühlt.
Werten wir also die frommen Lügen von Vollmer, der übrigens live vor Ort war und nicht wider besseres Wissens vom grünen Tisch daheim agierte, als Bewerbungsschreiben für die künftige Aufgabe.

Sportsch(l)au: Mit Pausenmanager zu mehr Leistung und Lebensqualität

(Köln/Krefeld, 13. Juni 2018) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ sowie anderen Publikationsplattformen an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 97. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.

Unser Gehirn folgt den ganzen Tag hindurch unserer genetisch vorgegebenen Leistungskurve. Um effektiv und erfolgreich zu sein, braucht es deshalb einer Pausenkultur von etwa 70 bis 90 Minuten in unserem Alltag. Mit „Meinem Pausenmanager“ bewusst zu mehr Leistung und Lebensqualität.

Dem Tief vorbeugen oder entgegenwirken

< Telefonieren im Stehen stärkt die Beinmuskulatur und lässt das Blut zirkulieren
< Viel Wasser trinken hält den Stoffwechsel auf Trab
< Treppe statt Aufzug benutzen
< Zwischendurch Recken und Strecken
< Wenn möglich zur Arbeit gehen oder das Fahrrad nutzen
< Nach dem Mittagessen einen (kurzen) Gang um den Block

Energie tanken / Blitzentspannung

> Viermal zügig eine Treppe rauf und runter, das baut Stress ab und bringt den Kreislauf in Schwung
> Nach vorne beugen und versuchen, die Füße zu berühren, diese Position 5 bis 10 Sekunden halten;
   anschließend Wirbel für Wirbel wieder aufrichten
> An der frischen Luft bewusst in den Bauch ein- und ausatmen; den Vorgang viermal wiederholen

In der Tiefphase zu vermeiden

< Keine wichtigen Entscheidungen in der Mittagszeit treffen. In dieser Phase ist die Leistungsfähigkeit reduziert
   und es fällt schwerer zu urteilen.

Organisatorisch viel Sand im Getriebe bei Offenen "Westfälischen"

(Gladbeck/Krefeld, 11. Juni 2018) Noch wissen wir nicht, ob sie Ergebnisliste können. Denn eine Gesamtübersicht ist derzeit (08:45 Uhr) noch nicht online, der angebliche Live-Ticker einen Tag danach höchst unvollständig. Zeitplan konnten sie jedenfalls bei den Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften wieder mal in den Stoß-/Wurfwettbewerben nicht! Durch zusammen gelegte Felder mehrerer Altersklassen zog es sich teilweise wie Kaugummi, konnten die Startzeiten nicht eingehalten werden, wurde beim Einstoßen/-werfen der verspätet anfangenden nächsten Gruppe mächtig auf die Tube gedrückt. Aber das Ärgste daran: Eingedenk der Brüllhitze dauerten die Wettbewerbe mitunter über Gebühr lange, und in der Vestischen Kampfbahn in Gladbeck gibt es bis auf den Torbogen in der Nähe des 200-m-Starts kein Fitzelchen Schatten, den man(n)/frau zwischen den Versuchen hätte aufsuchen können. Unzumutbar, gerade für ältere Semester, derart lange gebraten zu werden. Ganz zu schweigen davon, die Spannung hochhalten zu können. Da schreibe ich nicht über des Kaisers Bart. Denn ich war nicht nur dabei, sondern als Kugelstoßer mittendrin. Nach vier Versuchen habe auch ich das imaginäre Handtuch geworfen. Der favorisierte amtierende deutsche Double-Meister Ralf Unger (*1947) aus Kerpen schon vorher. Er hatte allerdings zu allem Überdruss arge Rückenprobleme und ließ folglich den Diskuswurf danach komplett sausen.

Einer Meisterschaft nicht würdig

Erneut ein Übel in Gladbeck, dass für Kugel, Diskus, Speer und Hammer keinerlei Feldmarkierungen oder Hütchen/Würfel mit Meterkennzeichen vorhanden waren, also orientierungslos ins Nirwana gestoßen und geworfen wurde. Der Mensch ist nun einmal visuell veranlagt. Obendrein ist es einer Meisterschaft nicht würdig. Schön, dass es Siegerehrungen auf einem Treppchen für die Medaillengewinner gab. Weniger schön, dass sie zumeist erst über eine Stunde nach Ende der Wettbewerbe stattfanden und die zu Ehrenden längst den Ort der Handlung verlassen hatten. Gelegentlich mit einem Blick zurück im Zorn.
Redaktioneller Hinweis auf einen aktuellen Beitrag von der DAMM im Fenster Ergebnisse.

Merkwürdiger Datensalat in voneinander abweichenden Ergebnislisten

(Gladbeck/Krefeld, 12. Juni 2018) Klären wir pflichtgemäß zu unserem gestrigen Beitrag auf, ob die sich nicht mit Ruhm bekleckernden Organisatoren der Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften in Gladbeck wenigstens Ergebnisliste können. Das ist mit einem nebulösen „Jein“ zu beantworten. Der so genannte Live-Ticker lief ziemlich weit hinter der Musik her, war selbst gestern in der Früh noch lückenhaft (wir berichteten). Obendrein aber auch mit Fehlern behaftet, wie uns einige betroffene Athleten netterweise gesteckt haben. Beispielhaft, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, aufgespießt sowie überprüft bei den jeweiligen Medaillengewinnern beim Diskuswurf der M60 und 65. Sie wurden ausnahmslos falschen Klubs zugeordnet: Frank Hoffmann von der LG Plettenberg/Herscheid dem TSV Bayer 04 Leverkusen, Rainer Horstmann vom TSV Kirchlinde dem SV Herten, Richard Huget vom ASV Senden dem SC Falke Saerbeck, Johann Stein vom TV Werther der LG Wittgenstein, Klaus Kynast vom ASC 09 Dortmund der LG Olympia Dortmund (immerhin stimmt hier rein zufällig der Städtename) und Herbert Mussinghoff vom Team Voreifel dem USC Bochum.

Eine neue Art der Urkundenfälschung?

Stellt sich jetzt wiederum die Frage: Was steht auf den Urkunden, liegt hier eine neue Art der Urkundenfälschung vor? Und wie kommt so etwas überhaupt zustande, wo die Athleten doch mit den richtigen Vereinen gemeldet waren? Litt auch der PC unter der Hitze und produzierte Datensalat?
Aber zur Ehrenrettung sei erwähnt, dass es in der gestern im Laufe des Vormittags veröffentlichten Gesamtergebnisliste alles wieder richtig dargestellt wird. Und noch ein Lob, da bislang bundesweit eher die Ausnahme als die Regel: Es erfolgte fein säuberlich eine Trennung nach männlich und weiblich aufsteigend von Altersklasse 30 sowie in der klassischen Reihenfolge Lauf, Sprung, Stoß und Wurf. Diesmal handelte es sich allerdings um den Softwareanbieter Cosa Win, dessen Programm das offensichtlich hergibt.

DLV hinter den Kulissen auf Kandidatensuche für die Seniorensprecher

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Darmstadt/Krefeld, 10
. Juni 2018) Normalerweise lässt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) auf sein ungeliebtes Kind bezogen, die über 400.000 Senioren/Innen, den lieben Gott einen guten Mann sein. Obschon im Hessischen angesiedelt, herrscht zumeist die rheinische Mentalität vor „Et kütt wie et kütt“, und: „Et is noch immer jot jejange“. Muss das übersetzt werden? Für alle Fälle: Es kommt wie es kommt, und: Es ist noch immer gut gegangen. Ein veritabler Trugschluss! Die wenigsten Dinge erledigen sich durch längeres Liegenlassen wie von Geisterhand gesteuert von selbst.
Und siehe da, oh wunder: Wie wir aus erster Quelle erfahren haben, werkelt der DLV hinter den Kulissen (warum nur dort?) daran, geeignete Kandidaten für die beiden Ehrenämter der Seniorensprecher männlich und weiblich zu finden, „Steckbriefe“ von ihnen anzufertigen, um sie via der Verbandsnetzseite in der Seniorenspielecke einer breiteren wählenden Öffentlichkeit vorzustellen. Es pressiert. Schließlich soll die Wahl anlässlich der Deutschen Meisterschaften der Ü35-Generation vom  29.Juni bis 01.Juli 2018 in Mönchengladbach erfolgen. Das ist in nicht einmal mehr drei Wochen.

Ein krasser Gegenentwurf zu bisherigen Amtsverwaltern muss her

Was vor sechs Jahren dabei herauskam, ist inzwischen hinlänglich und sattsam bekannt. Mittelstreckler Alfred Hermes (*1946) aus Jülich nutzte diese Aufgabe hauptsächlich zur eigenen Vorteilsnahme, verstand sich als Diplomat in kurzen Hosen und war in erster Linie als sein verlängerter Arm getreuer Vasall der schwerfälligen, wie eine Behörde aus längst vergangenen Tagen geführten Dachorganisation in Darmstadt. Er verwaltete lediglich sein Ehrenamt. Unterdessen verkümmerte sein weibliches Pendant Lidia Zentner aus Pforzheim gänzlich zur Quotenfrau auf dem Papier. Interessenvertreter der Aktiven sehen deutlich anderes aus.
Nahezu ausnahmslos waren wir es von LAMPIS, die in die Bresche gesprungen sind, wenn mal wieder Not am Mann oder an der Frau war. Dies wollen wir nicht alles wiederkäuen, würde auch viel zu lang geraten. Es sei nur an die Entzerrung der Diskuswurf-Wettbewerbe bei den Offenen Nordrhein-Seniorenmeisterschaften an Fronleichnam in Mönchengladbach erinnert.
Vorausgeschickt, dass wir es niemandem ausreden wollen; aber wer eine solche Herkules-Aufgabe mit Verve und Hingabe angehen will, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich um einen Ritt auf der Rasierklinge handelt. Da sich schon ein viel Klügerer Gedanken darüber gemacht hat, zitieren wir ein Gedicht von Wilhelm Busch. Genau, der Schöpfer von Max und Moritz, diesen beiden.

Nur kein Ehrenamt

Willst Du froh und glücklich leben,
lass‘ kein Ehrenamt dir geben!
Willst du nicht zu früh ins Grab
lehne jedes Amt gleich ab!
Wieviel Mühen, Sorgen, Plagen
wieviel Ärger musst Du tragen;
gibst viel Geld aus, opferst Zeit -
und der Lohn? Undankbarkeit!
Ohne Amt lebst Du so friedlich
und so ruhig und so gemütlich,
Du sparst Kraft und Geld und Zeit,
wirst geachtet weit und breit.
So ein Amt bringt niemals Ehre,
denn der Klatschsucht scharfe Schere
schneidet boshaft Dir, schnipp-schnapp,
Deine Ehre vielfach ab.
Selbst Dein Ruf geht Dir verloren,
wirst beschmutzt vor Tür und Toren,
und es macht ihn oberfaul
jedes ungewaschene Maul!
Drum, so rat ich Dir im Treuen:
willst Du Weib (Mann) und Kind erfreuen,
soll Dein Kopf Dir nicht mehr brummen,
lass‘ das Amt doch and'ren Dummen.

In diesem Sinne einen schönen Sonntag und eine ereignisreiche 24.Kalenderwoche!