Andy Dittmar macht mit 50. Landestitel ein besonderes Meisterstück

(Gotha/Krefeld, 18. Juni 2018) Ein Jubiläum für die Geschichtsbücher. Kugelstoß-Spezialist Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha gewann gestern bei den Thüringer Meisterschaften der Männer/Frauen (!) im Gothaer Volksparkstadion seinen – Halle eingerechnet – in Summe 50. Landesmeistertitel beim buchstäblich starken Geschlecht. Doch damit nicht genug: Er veredelte dieses Jubelfest mit Seltenheitswert durch eine Traumserie. Bei vier von sechs Durchgängen stand die für ihn so wichtige 18 vor dem Komma. Der beste Versuch wurde mit 18,30 Meter vermessen.
Kein Wunder also, dass Big-Andy im Anschluss mehr als zufrieden war. Schließlich hatte er nach einer leichten Verletzung an der Stoßhand im Vorfeld eher tiefgestapelt und eine 18-Meter-Weite als das große, indes schwer zu realisierende Ziel ausgegeben. Nach dem 50. Meisterstück sagte er strahlend: "Aber es gibt solche Tage, da kannst du nach einem Versuch aufhören, weil gar nichts geht. Und dann gibt es Tage wie diesen, wo du sagst: ,Ich habe so ein gutes Gefühl, ich könnte locker noch 20 Versuche machen."
Dabei begann der Wettkampf mit einem kleinen Malheur. Beim Aufwärmen riss eine 20 Jahre alte Kniebandage ein. Eigentlich kein gutes Omen. Doch im Nachgang sagte der Thüringer Kugelkönig augenzwinkernd: „Spätestens da war klar, wie viel Bums ich heute in den Beinen habe."
Krönender Abschluss des rundum gelungenen Wettkampfes war eine Überraschung durch Freunde und Fans, die dem Rekord-Landesmeister eine eigens kreierte Trophäe (siehe Foto) überreichten.
Redaktioneller Hinweis auf einen aktuellen Beitrag im Fenster Ergebnisse.

Bislang beteiligten sich 85 Mannschaften am Klassiker DAMM

(Halle/Bad Soden/Murr/Krefeld, 18. Juni 2018) Nach drei weiteren DAMM-Durchgängen am vergangenen Wochenende in Halle an der Saale, Bad Soden und Murr haben sich inzwischen 85 Vereine respektive Startgemeinschaften an diesem Klassiker unter den Team-Wettbewerben beteiligt. Ausgehend vom derzeitigen Kenntnisstand kommen bei ausstehenden Qualifikationen in München (2) und Verden (6) noch acht Mannschaften hinzu, macht in Summe 93. Eine prima Resonanz, die sich fürwahr sehen lassen kann und eindrucksvoll unterstreicht, dass dieses Gemeinschaftserlebnis für lauter Individualisten nichts von seinem Reiz eingebüßt hat.

DLV führt ein Team der W50 mit falscher Punktzahl

Eine ganz spannende Angelegenheit beim Finale verspricht die M50 mit drei Teams jenseits von 10.000 Punkten zu werden. Eine Wachablösung auf der Führungsposition ist nach der so genannten Papierform noch in der M30 und 70 zu erwarten. Einmal mehr, wie schon im Vorjahr, fiel in Bad Soden die elektronische Zeitmessung aus, die den Regeln nach Voraussetzung für die Ranglisten-Notierung ist. Mal sehen, ob der DLV Gnade vor Recht ergehen lässt. Selber führt er in der W50 eine Mannschaft mit dem falschen Ergebnis. Nämlich die Stg Markleeberg-Torgau-Taucha mit 5.316 Punkten aus 2017, statt den 5.159 aus diesem Jahr. Entsprechende Hinweise durch den Chronisten bei der Wettkampf-Organisation wurden bislang nonchalant in den Wind geschlagen. Es wäre natürlich fatal, wenn dadurch das wahrhaftig sechstplatzierte Team ausgebootet würde. – Nachfolgend die aktuelle Rangliste Stand 17.Juni 2018.

Seniorinnen

W30: 1. StG Nutrixxion Masters (LT DSHS Köln, TV Herkenrath) 6.882, 2. StG Ruhr-West 6.777, 3. TSV Friedberg 6.518, 4. LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain 6.442, 5. StG Bedburg – Dinslaken 6.422, 6. StG Equipe Saar 6.418, 7. VfV Spandau 5.971, 8. Stg Planeta-Elbland 5.908, 9. Stg Aue-Frankenberg-Gornsdorf 5.670, 10. StG Untermain 5.465,11. TV Elm 4.990 Punkte.
W40: 1.TSV Korbach 6.260, 2. SF Neukieritzsch 6.032, 3. LG Neiße 6.014, 4. StG Pulheim-Straberg 5.969, 5. HNT Hamburg 5.836, 6. TSV Bayer 04 Leverkusen 5.826, 7. LAV Elstertal Bad Köstritz 5.439, 8. StG Mittel-Unterfranken 3.765 Punkte.
W50: 1. LAZ Obernburg-Miltenberg 5.652, 2. StG LAC Quelle-SWC Regensburg 5.620, 3. SF Neukieritzsch 5.604, 4. StG Witten-Annen-Bochum 5.436, 5. StG Halle 5314,
6. Stg Aue-Frankenberg-Gornsdorf 5.195, 7. Stg. Markkleeberg-Torgau-Tauchau 5.159, 8. StG Breisgau-Team 4.965, 9. LG Neiße 4.901, 10. StG Düsseldorf-Aachen 4.740 11. StG Pulheim-Straberg 4.415, 12. LC 72 Altenkessel 3.932 Punkte.
W60: 1. StG Düsseldorf/Aachen 5.701, 2. Stg Halle 5.374, 3. StG Baden-Baden-Gazelle 4.993, 4. StG CSV - Troisdorf - Oedt 4.894, 5. StG Nord-West Hamburg 4.551 Punkte.

Senioren

M30: 1. StG Nutrixxion Masters 9.335, 2. Leichtathletik-Club Lübeck 9.157, 3. LG Kindelsberg- Kreuztal 8.828, 4. LG Rems-Welland 7.463, 5. StG Saarmasters 30 7.357, 6. LSG Sbr.-Sulzbachtal 7.321, 7. Stg Markkleeburg-DHfK-TSC Leipzig 7.121, 8. Stg Planeta-Elbland 6.938, 9. LAV Elstertal Bad Köstritz 6.786, 10. StG Essen-Rhede 2.161 Punkte.
M40: 1. StG TSV Würzburg-TSV Erding-TSV Ipsheim 9.526, 2. LG Kindelsberg Kreuztal 9.383, 3. StG Ostwestfalen-Lippe 9.362, 4. Stg Planeta-Elbland I 9.094, 5. SSV Ulm 1846 8.970, 6. LG Neiße 8.953, 7. StG Kernen-Waiblingen-Stuttgart 8.587, 8. LBV Phönix Lübeck 8.149, 9. LG Saar 70 7.649, 10. Universitäts-SV Halle 7.251, 11. LG Berus 6.952, 12. SF Neukieritzsch 6.942, 13. Stg Planeta-Elbland II 6.939 Punkte.
M50: 1. LG Eder 10.191, 2. LG Rems-Welland 10.144, 3. LG Kindelsberg - Kreuztal 10.062, 4. Stg. Markkleeberg-DHfK-TSC Leipzig 9.848, 5. StG Essen-Rhede 9.599, 6. Team StG Ostsee 9.114, 7. LG Freiberg a.N. 8.477 8. LG Elmshorn 8.130, 9. SGV Murr 8.101, 10. LG Rems-Welland 2 5.959 11. StG TopWeiß Spandau 6.138, 12. TSV Bayer 04 Leverkusen 3.370 Punkte.
M60: 1. StG Hünxe - Bedburg 7.616, 2. StG Werther 7.518, 3. LAC Quelle Fürth 7.257, 4. Pulheimer SC 7.188, 5. TV Hechtsheim 6.651 6. LAG Obere Murg 6.593, 7. Stg Markkleeburg-DHfK-TSC Leipzig 5.690 Punkte.
M70: 1. LG BEC 7.312, 2. StG Hamburger Jungs 7.308, 3. Pulheimer SC 6.768, 4. StG Kernen-Waiblingen-Stuttgart 6.751, 5. LAG Obere Murg 6.645, 6. LAC Quelle Fürth 6.557, 7. LG Stadtwerke München 6.316 Punkte.

Bayern: Diskuswurf-Wettbewerbe der M30 - 55 wurden (zu) leicht entzerrt

(Regensburg/Krefeld, 16. Juni 2018) Tue Gutes und rede/schreibe darüber. Auf Anregung von LAMPIS wurden bei den Nordrhein „Open“ der Ü30-Generation an Fronleichnam in Mönchengladbach die gemeinsamen, klassenübergreifenden Diskuswurf-Wettbewerbe bei den Senioren durch eine zweite Anlage und ein zusätzliches Kampfgericht entzerrt (wir berichteten). Duplizität der Ereignisse bei den Titelkämpfen in Bayern an diesem Wochenende in Regensburg. In unserem Beitrag vom 07.Juni 2018 reklamierten wir ein überbordendes Starterfeld in derselben Disziplin mit (zunächst) insgesamt 31 potenziellen Teilnehmern von der M30 – 55. Da unser Gastautor und DAMM-Experte Dieter Krumm vom LAC Quelle Fürth ebenfalls an einem ausgewachsenen Helfersyndrom „leidet“, machte er Landesseniorenwart Gerhard Schlee mittels kleinem Dienstweg unter Klubkameraden auf diesen Missstand aufmerksam.

Immerhin direktes Duell der Giganten zwischen Norbert Demmel und Helmut Maryniak

Und siehe da: in dem aktualisierten Zeitplan findet nunmehr eine – freilich immer noch unzureichende – Teilung statt: Die M30 – 45 ist heute mit elf Startwilligen an der Reihe, die M50 (9) und 55 (12) in einem Gemeinschaftswerk bei getrennter Wertung im Anschluss daran um 15.15 Uhr. Treten tatsächlich alle an, bedeutet das 63 Versuche im Vorkampf und 48 im Finale, in Summe also 111 oder nach Zeit etwa fast geschlagene zwei Stunden. Rein sportlich gesehen schlechterdings unzumutbar! Einziger Lichtblick: Die Giganten Norbert Demmel (*1963/M55) vom TSV Unterhaching, Bayern-Rekordler der M50 mit 58,11m aus dem Vorjahr, und Jung-Fünfziger Helmut Maryniak (*14.06.1968) vom 1.FC Passau, der in dieser Saison bereits 56,83m geworfen hat, treffen in einem direkten Duell aufeinander.

Heute inoffiziöser Meldeschluss für Deutsche Senioren-Meisterschaften

(Darmstadt/Mönchengladbach/Krefeld, 17. Juni 2018) Geben wir in unserer unnachahmlich fürsorglichen Art rein vorsorglich den fröhlichen Wecker: Ungeachtet der Fristverlängerung des BGB bei einem arbeitsfreien (Sonn-)Tag ist heute beim eigenen Landesverband für Normen-Erfüller der offizielle (inoffiziöse) Meldeschluss für die Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 29.Juni bis 01.Juli 2018 in Mönchengladbach. Und da die meisten über den Zeitplan hinaus doch nicht ganz so gewissenhaft in die Ausschreibung schauen gleich noch zwei Hinweise hinterher, die unter Punkt zehn derselben gleich untereinander stehen: Hundehalter müssen ihre „Fellkinder“ daheim in gute Obhut geben, denn das Mitführen von Hunden ist im Rheydter Grenzlandstadion nicht gestattet (warum nicht gleich noch Kinder bis sechs Jahre, die mit ihrem Geplärre bei Wettkämpfen weitaus störender sein können); und zur Mitfinanzierung des latent klammen DLV werden nach dem Muster der Hallen-DM 2018 in Erfurt Eintrittspreise erhoben. Danach werden Partner, Familienmitglieder und Freunde von Aktiven mit 6€ für die Tages-, 10€ für die Zwei- und 15€ für die Dreitageskarte zur Kasse gebeten.

DLV: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt‘s sich völlig ungeniert

Die Senioren/innen also einmal mehr als Melkkuh der Nation. Denn „normale“ Zuschauer verlaufen sich mangels jeglicher Werbung in der Stadt ohnehin nicht zu derartigen Titelkämpfen. Obendrein darf füglich bezweifelt werden, dass sich eine solche Maßnahme rechnet. Schließlich muss dafür zusätzliches Personal für Verkauf und Kontrolle bereitgehalten werden. Eines aber ist sicher: Es schafft bei den Betroffenen ungeheuren Verdruss, die mit Startgeldern, Übernachtungs-, Verpflegungs- und Fahrkosten schon tief genug in die eigene Tasche greifen müssen. Bekanntlich erfahren sie in den seltensten Fällen irgendeine fremdgesteuerte Unterstützung.
Doch die Dachorganisation in Darmstadt pflegt getreu der Maxime „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert“ zu handeln.
Redaktioneller Hinweis auf einen aktuellen Beitrag im Fenster Flurfunk.

Ein Hammer mit China-Krachern löste in Hessen große Empörung aus

(Neu-Isenburg/Krefeld, 15. Juni 2018) Drei Chinesen mit dem Kontrabass saßen auf der Straße und erzählten sich was. Dieses deutsche Kinderlied aus der Mitte des 20.Jahrhunderts kann nun neu interpretiert werden. Diesmal kamen sie auf einen Wurfplatz und hatten China-Kracher dabei. Nämlich bei den Hessischen Meisterschaften im Hammerwurf in Neu-Isenburg. Während eines Trainingsaufenthaltes in Hessen schlossen sie sich mal schnell dem TV Fränkisch-Crumbach an und nahmen an den Titelkämpfen teil. Nicht etwa außer Konkurrenz, sondern voll integriert mit allen dazugehörigen Weihen ausgestattet. So wurden dann schlussendlich aus dem Trio aus Fernost zwei zu Landesmeisterinnen und eine zur Vizemeisterin gekürt. Das löste unter den Platzierten, Zuschauern, Vereinsvertretern, den Printmedien und selbst an der Spitze des Verbandes verständlicherweise allgemeine Empörung aus. Da hat derjenige, der das letztlich zu verantworten und genehmigt hat ein kapitales Eigentor geschossen. Ein (juristisches) Nachspiel, um beim während einer Fußball-WM passenden Sprachbild zu bleiben, ist nicht ausgeschlossen.

Ein Affront für EU-Ausländer mit Lebensmittelpunkt in Deutschland

Ungeachtet dessen zeigen wir von LAMPIS vorweg schon Flagge. Das ist fürwahr ein echter Hammer. Salopp formuliert: Die Verantwortlichen spinnen, so etwas gestattet zu haben. Das muss den seit vielen Jahren hier zu Lande lebenden EU-Ausländern mit deutschem Startpass wie ein gewaltiger Schlag ins Gesicht vorkommen, die seit Januar 2017 nicht mehr bei Deutschen Senioren-Meisterschaften vollinhaltlich startberechtigt sind. Allenfalls mit einer Sondergenehmigung außerhalb der Wertung und nicht mit der etwaigen Durchqualifizierung für Endläufe/-kämpfe. Und im genannten Falle kommen mehr zufällig drei Chinesinnen aus dem Nationalkader daher, denen das obendrein am Allerwertesten vorbeigehen dürfte, und werden mal eben mit Medaillen und Urkunden geschmückt.
Unglaublich, aber wahr! Wohlverstanden: Gegen ihren Start außerhalb der Meisterschaftswertung, sogar mit sechs Versuchen, hätte kein normal tickender Leichtathlet etwas einzuwenden gehabt. Ganz im Gegenteil!