16 Nationen geben sich bei den "Austrian Masters" ein Stelldichein

(Amstetten/Krefeld, 21. August 2019) Andere Länder, andere, mitunter bessere Sitten. Für die Internationalen Österreichischen Masters-Meisterschaften der Ü35-Generation am kommenden Samstag/Sonntag im Umdasch-Stadion in Amstetten bei Linz ließ sich das Meldeverfahren (für ausländische Startwillige schließt es erst heute um 24 Uhr) sukzessive mit verfolgen. So groß war die Neugier dann doch nicht. Aber soeben habe ich für den Dienst am Kunden Leser die Meldeliste (siehe rechts unter Ausschreibung) einmal überflogen. Das Etikett „International“ ist mit ausländischen Athleten aus 15 Nationen fürwahr gegeben und meines Wissens so kunterbunt wie nie zuvor. Neben der Majorität aus Osteuropa bis hin nach Russland gibt es auch ein paar „Versprengte“ aus Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und – man lese und staune – Australien. Welche Fügung da mitspielt, vermögen wir nicht aufzulösen. Für den Wettkampf allein wird David Purdon (*1973) den Riesentrip sicherlich nicht unternehmen. Den Löwenanteil der Gaststarter stellen erwartungs- und traditionsgemäß die deutschen Senioren.

Österreichs Galionsfiguren Marianne Maier und Gottfried Gassenbauer

Doch vergessen wir darüber die Gastgeber nicht. Es versteht sich am Rande der Bande, dass mit der sehr vielseitigen, mehrfachen Weltrekordlerin Marianne Maier (*1942) vom TS Höchst in Vorarlberg und Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien die österreichischen Galionsfiguren von Weltformat mit von der Partie sein werden. Beide im Übrigen amtierende Masters-Leichtathleten ihres schönen Heimatlandes, wo andere Urlaub machen. Die als Siebenkämpferin mit der nötigen Wettkampfhärte ausgestattete drahtige "Maierin" wird sich ihrer Profession entsprechend gleich sieben Disziplinen unter die nicht ausnahmslos mit Spikes behafteten Sohlen nehmen. Wenngleich nicht getreu dem Mehrkampf.
Und wer auch wo immer hinkommt – Martin Baranzke (*1963) vom Team Voreifel aus Euskirchen ist wie 4711 stets dabei. Der Eifelaner muss als Sparkassen-Angestellter über sehr viel Urlaub verfügen oder setzt ihn überwiegend für die Leichtathletik ein. Er war natürlich bei der Senioren-DM in Leinefelde-Worbis, aber auch den European Masters Games in Turin und erst in der Vorwoche bei den Danish Masters Open in der Nähe von Kopenhagen. Das kostet so ganz „nebenbei“ auch ‘ne Kleinigkeit. Das nennt sich dann wohl Leidenschaft und Hingabe für sein Hobby.

Wettkampftipp für künftige Planspiele: Danish Masters Open

(Hvidovre, Kopenhagen/Krefeld, 20. August 2019) Wer wollte bestreiten, dass Skandinavien zu Europa gehört? Dänemark ist auch Mitgliedsland des europäischen Senioren-Fachverbandes European Masters Athletics (EMA) mit zumindest nobler Briefkastenadresse in Lausanne am Genfer See in der Schweiz. Auf deren Netzseite wird allerlei Unnützes verbreitet. Nicht zuletzt natürlich die Selbstdarstellungszeremonien des Präsidialherrn und ungekrönten Reisekönigs Kurt „Kuddel“ Kaschke aus dem nicht annähernd so mondänen Gütersloh in Westfalen. Da finden sich Hinweise auf alle möglichen Masters-Meisterschaften bis hinab, mit Verlaub, in die Steierische Provinz. Für weniger Erdkundige: Das liegt in Österreich.

EMA genügt nicht der Informationspflicht

Den auf die Danish Masters Open 2019 vom 16. bis 18. August in Hvidovre, einem südwestlich gelegenen Vorort von Kopenhagen (also auch leicht mit dem Flieger zu erreichen), sucht der bekennende Kosmopolit und Vielstarter jedoch in der wettkampfarmen Saure-Gurken-Zeit vergeblich. Schließlich wäre das auch touristisch gesehen durchaus reizvoll gewesen. Und warum hoppeln wir jetzt hinterher? Leider haben wir es erst gestern Abend erfahren. Gewissermaßen als Vormerkung für künftige Planspiele die Wettkampfgestaltung betreffend. Normalerweise wäre es die verdammte Pflicht und Schludigkeit der tranfunzeligen EMA am jeweiligen Jahresanfang zu veröffentlichen, welche nationalen Senioren-Titelkämpfe in Europa, Halle wie Stadion, offen ausgeschrieben sind. Informationen sind nun mal eine Bringschuld und kein Suchspiel für unermüdliche Netzwerker.
Für die vielen Freunde der Statistik geht es mit der blau eingefärbten Verlinkung zur umfangreich gegliederten Ergebnisliste.

Kleiner Weckruf für die "Austrian Masters Open" am Wochenende

(Amstetten/Krefeld, 19. August 2019) Nun müssen wir für unseren alpenländischen Nachbarn aus „Felix Austria“ sicherlich nicht den fröhlichen Wecker geben. Schaden kann es dennoch nicht. Für sie ist nämlich heute Meldeschluss zu den Internationalen Österreichischen Masters-Meisterschaften ab M/W35 am kommenden Samstag/Sonntag im Umdasch-Stadion in Amstetten bei Linz. Der Hinweis gilt dann eher insbesondere den einigermaßen grenznahen Interessenten aus Niederbayern. Startwillige aus anderen Nationen haben freilich sogar bis Mittwoch Zeit für die rechtzeitige Abgabe ihrer Meldung. Bei einigen von ihnen wird es womöglich klingeln: „Da war doch was?“ Ja, richtig! Die Titelkämpfe waren vor ziemlich genau drei Jahren an selber Stelle. Damals lockten sie 325 Aktive aus zehn Nationen an. Nach dem Gastgeberland (251) stellten die Deutschen (29) die zweitstärkste Fraktion.
Alles Weitere zur diesjährigen Auflage unter diesem Link.

Glänzende 4.349 Punkte durch Udo Giehl beim Wurf-Fünfkampf der M60

(Alzey/Krefeld, 19. August 2019) Mit dem erwartungsgemäß familiären Anstrich der überwiegenden Teilnehmer/innen (insgesamt 16 Senioren, sechs Seniorinnen) aus der rheinhessischen Region wurde vorigen Samstag beim Wurf-Fünfkampf des TV Alzey im Wartbergstadion gepunktet, was die Form noch so hergab. Meldestärkste Klassen waren die M80 mit fünf und die M70 mit vier Aktiven.  Bei bis auf ein kurzes Tröpfeln recht angenehmen äußeren Bedingungen für den Mehrkampf sorgte Lokal-Matador Udo Giehl (*1959) in der M60 für das herausragende Ergebnis. Obwohl der Schützling von Trainer (und Veranstaltungsleiter) Lutz Caspers auch die Feststellung machen musste, dass gerade ein Vielseitigkeitswettbewerb kein Wunschkonzert ist, häufte er bei der Schlussabrechnung formidable 4.349 Punkte an.
Damit hätte er in der Vorwoche bei der DM in Zella-Mehlis hoch überlegen den Titel gewonnen, der für 3.583 Punkte vergleichsweise preiswert bereit gelegen hat. Das war allerdings insofern keine Option, als der Jung-Sechziger noch ein wenig Zeit brauchte eine Wadenzerrung vollends auszukurieren. Sein Pech und Glück für die drei knapp beieinander liegenden Medaillengewinner.
Die beachtlichen, recht ausgewogenen Einzelleistungen von Giehl in der klassischen Reihenfolge, wobei es ausgerechnet bei seinen Paradedisziplinen Hammer- und Gewichtwurf ein wenig hakte: Hammer 53,11m, Kugel 13,72m, Diskus 43,66m, Speer 38,88m, Gewicht 18,30m.
Weitere Ergebnisse: M70: 1. Waldemar Wörner (TuS Sohren) 3.386 Punkte, 2. Helmut Hessert (TSV Schott Mainz), 3.079; M80: 1. Heinz Janson (TV Groß-Gerau) 3.766, 2. Arno Willershäuser (LG Wettenberg) 3.604, 3.Horst Wolf (LAZ Obernburg-Miltenberg) 3.049.
W50: Kathrin Broich (SV Kirchheimbolanden) 3.523; W65: Hatice Alev Janetzka (JSK Jügersheim) 3.093; W80: Ingrid Schäfer (LG Main Taunus West) 3.635.

DLV-Einladung zum Team-Finale strotzt vor sachlich-fachlichen Fehlern

Kolumne

Moment mal

(München/Darmstadt/Krefeld, 18. August 2019)
Es passt thematisch zu unserer gestrigen Meldung vom Finale der Team-DM Senioren am 21.September 2019 in München. Dafür veröffentlichte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt vor ein paar Tagen die Einladung auf seiner Netzseite. Und wie es mittlerweile schon Tradition in diesem hohen Hause zu sein pflegt, strotzt die nur so vor sachlichen und fachlichen Fehlern (bei denen gibt es im Innenverhältnis offenbar keinen Kontrollmechanismus). Es würde entschieden zu weit führen, wenn wir die nun alle Punkt für Punkt aufführen und abarbeiten. Die sollen ihren Saustall schon selber ausmisten, die Herren Mamontow & Co.

Exemplarisch vier Dinge herausgepickt

Rein exemplarisch vier Dinge herausgepickt, angefangen bei etwas Elementarem: Der DLV nennt in der Fußnote seines Briefformulares in einem so genannten Kasten, halt einer Rahmung für die außerordentliche Wichtigkeit, seine wesentlichen Würden- und Bürdenträger. Da erscheint nach nunmehr über sieben Monaten immer noch als Generaldirektor Michael Lameli. Der ist jedoch nach größerem Getöse bereits zum 31.Dezember 2018 ausgeschieden (worden).
Obwohl von verschiedener Seite bereits auf dem E-Mail-Wege mehrfache Hinweise erfolgt sind, werden die M40 und 50 der LG Kindelsberg-Kreuztal weiterhin unverdrossen mit den falschen Punktzahlen gelistet (richtig sind 9.560 und 9.714 Punkte). Bei der M60 schlagen wir einen Platztausch der punktgleichen LG Kreis Verden und StG Saarmasters vor. Denn die Erstgenannten haben diese 6.845 Zähler zeitlich vierzehn Tage eher erzielt. Fatal, wenn es sich um die Ränge sechs und sieben gehandelt hätte, wäre der Ärger für alle Beteiligten
vorprogrammiert gewesen.

Fakten sollten schlichtweg stimmen

Fakten sollten schlichtweg stimmen, ansonsten sind sie nicht einmal das Papier wert, auf dem sie gedruckt werden könnten. Bei Lameli handelt es sich gar um ein Armutszeugnis ohne gleichen. So sie es entdecken sollten, dürfte sich dafür wegen falscher Angaben zu verantwortlich handelnden Personen sogar das Vereinsregister des Amtsgerichtes Darmstadt interessieren.
Mitunter sind wir regelrecht erstaunt und entzückt zugleich, wo LAMPIS überall gelesen wird.