Senioren-DM: Meldeliste nach Klassen und Disziplinen ist online!

(Duisburg/Mönchengladbach/Krefeld, 22. Juni 2018, 12 Uhr) Schnell, schneller, Lampis! Da keiner rund um die Uhr im Internet herumlungert, können wir quasi taufrisch und sehr zeitnah mit entsprechender Verlinkung  weitergeben, dass der gastgebende Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) mit Sitz in Duisburg die Meldeliste nach Klassen und Disziplinen für die Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 29.Juni bis 01.Juli 2018 auf seiner Netzseite um 11.15 Uhr veröffentlicht hat. Wenngleich wieder in dem üblichen, unbegreiflichen SELTEC-Durcheinander (M35, W35, M40, M45, W40, W45, M50 und so fort) neuerer Zeitrechnung.
Auf Details zu den dreitägigen Titelkämpfen im Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach werden wir selbstverständlich später noch in einer Vorschau eingehen.
Redaktioneller Hinweis auf einen aktuellen Beitrag im Fenster Ergebnisse.

Thüringer Kugelkönig verblüfft sich und die Fachleute stets aufs Neue

(Erfurt/Krefeld, 22. Juni 2018) Fernab jeden zweifelhaften Eigenlobes wird mir eine lebhafte, blumige Fantasie nachgesagt. Bei Kugelstoß-Spezialist Andy Dittmar (*1974) aus Gotha gehen mir allerdings mittlerweile die Superlative aus. Die – oder zumindest meine – sprachliche Farbpallette ist bei ihm abgearbeitet. Halten wir es deshalb schlicht und vergegenwärtigen wir uns ein paar Eckdaten: Big-Andy vollendet Anfang Juli sein 44. Lebensjahr, gehört also im letzten Jahr der Altersklasse M40 an, er steht als leitender Angestellter, Ehemann, Vater von drei noch schulpflichtigen Kindern mitten im prallen Leben und seinen Mann, hat die Zeiten seines semiprofessionellen Sporttreibens mit allen damit verbundenen Segnungen längst hinter sich gelassen. Das alles scheint er außer Kraft zu setzen wenn er in den Ring geht. Da pflegt er Leistungen aus dem Handgelenk zu schütteln, die selbst Fachleute oder gerade die verblüffen müssen.
Den neuesten Beweis lieferte der seit Kurzem mit dem 50. Landesmeistertitel geschmückte Thüringer Kugelkönig (wir berichteten) Mittwoch bei einem Abendsportfest im Steigerwaldstadion ab. Nach anstrengendem Arbeitstag mit viel stressiger Autobahnfahrerei davor und dahinter steigerte er seine erst wenige Tage junge, ohnehin schon hochkarätige Saisonbestleistung um neun Zentimeter auf 18,39m. Kein Zufallstreffer, was bei der Weite auch schwerlich möglich ist, da zwei weitere Versuche jenseits der 18-m-Marke landeten. Er war mal wieder von sich selbst überrascht. Wer außer seinen bedauernswerten Mitbewerbern den „ewigen Wunderknaben“ und 15. der aktuellen DLV-Bestenliste bei den Männern mal hautnah leibhaftig in Aktion sehen möchte, hat bei der Senioren-DM am übernächsten Wochenende im Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach Gelegenheit dazu. Kugel M40, Sonntag, 01. Juli, 13 Uhr.

HLV macht Rückzieher und nimmt Chinesinnen aus der Wertung

(Frankfurt/Neu-Isenburg//Krefeld, 20. Juni 2018) Es ist gut zu wissen, dass die Presse als vermeintliche vierte Macht im Staate bisweilen Dinge zum Positiven wendet. Und wir als eine Art Online-Zeitung dürfen uns ein kleines Scheibchen davon abschneiden. Konkret geht es um unseren Beitrag „Ein Hammer mit China-Krachern löste in Hessen eine Welle der Empörung aus“ vom 15. Juni 2018 (siehe auch unser Fenster Flurfunk). Das Weilburger Tageblatt und die Nassauische Neue Presse berichten gestern unisono, dass der Hessentitel im Hammerwurf nun doch an Laura Siegel geht und die beiden kurzerhand eingemeindeten Chinesinnen aus der Wertung genommen worden sind.
Neben der bis dahin drittplatzierten neuen Titelträgerin Siegel rücken Katharina Rebecca Müller und Anika Jürß auf die Medaillenränge vor. Klar, alle anderen dahinter machen ebenfalls zwei Plätze gut. Aber was ist in dem einstigen Zehnerfeld mit Antonia Maria Speck  (um 1cm geschlagene Neunte) und der erst 17-jährigen Lisa Arend (ogV), die um drei weitere Versuche im Finale geprellt worden sind? Nicht überall kommt ausgleichende Gerechtigkeit an. Link zur ursprünglichen Ergebnisliste.
Ganz schlechter Stil ist es im Übrigen, dass der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) mit Sitz in Frankfurt am Main dieses Thema bislang völlig totschweigt und allzu leichtfertig der schreibenden Zunft den Vortritt lässt. Blamabel! Gescheite Öffentlichkeitsarbeit sieht anders aus.

Sommeranfang setzt ein Signal für mehr Bewegung in Mutter Natur

Kolumne

Moment mal

(Krefeld, 21. Juni 2018)
Ein Blick auf das Datum und das kalendarische Wissen darum lehrt uns, dass heute Sommeranfang ist. Der fängt allerdings am linken Niederrhein in der einstigen Samt- und Seidenstadt Krefeld alles andere als verheißungsvoll an. Während ich diese Zeilen kurz nach dem Frühstück und der ersten Zeitungslektüre des umfangreichen Sportteiles, natürlich von der Fußball-WM in Putin-Land, schreibe, regnet es bei einer Temperatur von 18 Grad Bindfäden. Der Absturz ist gewaltig. Denn gestern waren es bei strahlendem Sonnenschein bis zu 28 Grad. Da schlägt nicht nur der Stoffwechsel fortgeschrittener Semester Purzelbäume. Und zwar nicht vor Freude. Wenn auf etwas Verlass ist, dann darauf, dass auf das Wetter kein Verlass ist. Allerdings lagen die Prognosen der diversen Menschgewordenen Wetterfrösche ausnahmsweise mal richtig. Insofern trifft es uns Niederrheiner nicht völlig unvorbereitet.
So habe ich dann nach meiner allmorgendlichen freiwilligen Pflicht dieses Medium zu bedienen und ein wenig Lesestoff zu füllen kurzerhand umdisponiert: Statt Kugelstoßtraining auf meinem von prachtvollen Eichen gesäumten schnuckligen Wurfplatz der altehrwürdigen Hubert-Houben-Kampfbahn in unmittelbarer Nachbarschaft Krefelds grüner Lunge, dem Stadtwald mit der historischen Galopprennbahn (im Innenfeld mit einem 9-Loch-Golfplatz), werde ich halt beim  Krafttraining im Power Gym in Uerdingen ein bisschen „Eisen biegen“.

Im doppelten Wortsinne: Draußen gibt es Luft für Ideen

Doch weg von persönlichen Be- oder Empfindlichkeiten, zurück zum Sommer, zurück zu Mutter Natur (manches ist eben doch ganz ohne Gender-Wahn weiblich). Egal ob mit oder ohne Regen. Denn nirgendwo erholen wir uns besser als draußen. „Sich bewegen, etwas entdecken, ins Weite blicken – das alles kostet nichts und beugt sogar Krankheiten vor“, heißt es in einem Beitrag von Nicole Lücke im AOK-Magazin „Vigo – gesund leben“. Ein paar weitere Schlagworte: Wir brauchen einen Ausgleich – Grün wirkt auf die Gesundheit – Der Mensch ist ein Outdoor-Typ – Draußen gibt es Luft für Ideen. Und zitieren wir noch den großen deutschen Dichter,  Denker und Naturforscher Johann Wolfgang von Goethe: „Es geht nichts über die Freude, die uns das Studium der Natur gewährt.“
In diesem Sinne einen zauberhaften Sommeranfang und viele schöne Stunden in freier Wildbahn!

Seniorensprecher: Es gibt nicht mal die Wahl zwischen Pest und Cholera

Kolumne

Moment mal

(Darmstadt/Mönchengladbach/Krefeld, 19. Juni 2018)
Bisweilen gibt es bei Neuwahlen wenigstens die Wahl zwischen Pest und Cholera. Mit der alternativlosen Ausbaustufe davon bekommen es die Senioren/Innen zu tun. Wie der staunende Betrachter in der Seniorenspielecke auf der Verbandsnetzseite erfährt, stehen für die neu zu besetzenden beiden Positionen der DLV-Seniorensprecher (paritätisch weiblich und männlich) lediglich nur je ein/e Kandidat/in zur Disposition. Es ist zumindest unseren Stammbesuchern bekannt, dass Alfred Hermes (*1946) als bisheriger willfähriger, verbandskonformer Sprecher des Duos nach sechsjährigem erfolglosen Aussitzen dieses Pöstchens endlich die längst überfälligen Konsequenzen gezogen hat und nicht wieder kandidiert.

Bei Lidia Zentner ist eine fatale Fehleinschätzung im Spiel

Insofern überrascht es ganz gehörig, dass seine nahezu unsicht- und unhörbare „kongeniale Partnerin" und Quotenfrau Lidia Zentner (*1953) aus Pforzheim ihrem bereits vierjährigen tatenlosen Wirken eine weitere Amtsperiode bis 2022 hinzufügen will. Mit Verlaub: Die Mittel- und Langstrecklerin muss an pathologischer Selbstüberschätzung leiden. Oder handelt sie einfach nur ökonomisch, hat noch 500 Blatt feinstes Büttenpapier mit dem Zusatz „siebenfache Weltrekordlerin und DLV-Seniorensprecherin“ im Briefkopf, die sie nicht als Schmierzettel missbrauchen will? Über reine Wischi-Waschi-Lippenbekenntnisse kommt sie bei der oben genannten Kandidaten-Vorstellung nicht hinaus. „Interviewer“ David Deister vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ist brav genug, nicht nachzuhaken.

Karl Dorschner: „Wo sind die Athletenvertreter?“

Was konkret hat sie denn beispielsweise getan, dass neuerdings für Familienangehörige von Aktiven bei Deutschen Senioren-Meisterschaften Eintrittsgelder verlangt werden? Nichts! Praktisch ihr Markenzeichen. Dazu postet der starke Coburger Sprinter Karl Dorschner (M65) auf Facebook: „Es ist eine Schweinerei, wie der DLV die eigenen Mitglieder abzockt und einem die Freude vergällt. Das ist nicht ok. Die Startgelder sind mittlerweile wirklich hoch genug. Warum wehren wir uns nicht? Wo sind die Athletenvertreter?“
Aber wie bereits erwähnt, ist L.Z. aus P. alternativlos. Gleichermaßen ihr weithin unbekanntes männliches Pendant Heiko Wendorf (*1970) vom Eisenacher LV in Thüringen. Dass der bekennende Werfer (43. der DLV-Bestenliste 2017 im Kugelstoßen der M45) keinen in der Szene schillernden Namen mit sich herumträgt, sagt zu seiner Befähigung für dieses Ehrenamt selbstverständlich rein gar nichts aus. Was dazu Hoffnung macht, dass er als studierter Wirtschaftsjurist von Berufs wegen mit einer  gewissen Streitkultur ausgestattet sein muss/sollte. Das ist die Minimalvoraussetzung, wenn man es mit dem unbeweglichen Moloch DLV zu tun hat.
Ob nun bei der kommende Senioren-DM in Mönchengladbach gewählt wird oder nicht, ist ziemlich schnuppe. Die eigene Stimme werden sich die beiden als Vertreter ihrer Vereine schon geben.