Meldeschluss für Offene NRW-Winterwurf-Meisterschaften naht

(Duisburg/Leichlingen/Krefeld, 28. Oktober) Nicht vergessen: heute in sechs Tagen ist beim Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) in Duisburg der Meldeschluss (03. November 2014) für die Offenen (!) NRW-Winterwurf-Meisterschaften am 15. November 2014 im Sportzentrum Balker Aue in Leichlingen nahe Leverkusen. Da die Zeit bekanntlich zu unser aller Leidwesen rast, kann es nicht schaden hiermit vorsorglich auf beide Termine hingewiesen zu haben. Also, sofern nicht schon geschehen, nicht lange fackeln, sondern tätig werden!
Auf der prall gefüllten Karte stehen alle fünf Wurf-Disziplinen. Die ausgefallenen Freiluft-Wettkämpfe vom 12. Januar 2014 in Düsseldorf erleben als nachgeholtes Meisterschaftsprogramm Diskus, Speer und Hammer. Als „Versuchsballon“ sind Gewichtwurf und weiterer Rahmenwettbewerb, gewissermaßen als Beschäftigungstherapie für die sonst einseitig ausgelasteten Diskuswerfer/innen, Kugelstoßen ausgeschrieben. Letzteres übrigens auf Intension von Lampis. Soviel Eigenlob muss der Maxime folgend „Tue Gutes und ‚rede’ darüber“ einfach sein.
Inzwischen wurden auch Stimmen laut, da doch schon alle Disziplinen angeboten werden, den Wurf-Fünfkampf mit aufzunehmen. Da schweigt allerdings des Sängers – nämlich unsere – Höflichkeit, wollen zumindest wir nicht das Entgegenkommen und Wohlwollen des LVN sowie Seniorenwartin Gisela Stecher (Grevenbroich) überstrapazieren. Wer bis jetzt keine für sich adäquate Saison-Bestleistung in diesem Vielseitigkeitswettbewerb aufgestellt hat, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht Mitte November bei garantiert ungünstigeren Witterungsbedingungen als im Sommer auf dem allerletzten Drücker richten. Wer nie genug bekommt, dem bleibt es unbenommen alle fünf Konkurrenzen zu bestreiten und jeweils den besten aus den ersten drei Versuchen für (s)einen inoffiziellen Fünfkampf zu werten. Sollte tatsächlich jemand den „Hausrekord“ von 2014 verbessern, werden wir ihn im Fenster „Flurfunk“ mit Bild feiern. Versprochen! Wem das zu wenig sein sollte, der möge sich an die Senioren(ver)sprecher Alfred Hermes oder Lidia Zentner wenden. Vielleicht verhilft ihnen das ja auch einmal zu einem Erfolgserlebnis in ihren (Ehren-)Ämtern ohne wirkliche Befugnis.
Und noch einmal klipp und klar zum Mitlesen und Mitschreiben: Entgegen etwaigen anderen Verlautbarungen ist in der allein maßgeblichen Ausschreibung des gastgebenden LVN (siehe obige Verlinkung unter Meldeschluss) der Wurf-Fünfkampf nicht aufgeführt. Eigentlich müßig zu erwähnen, dass demzufolge auch keine Wertung erfolgt.

Sportsch(l)au: Leistungsfähigkeit von Mann und Frau nicht vergleichbar

(Köln/Krefeld, 27. Oktober 2014) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 58. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.
Männer stemmen schwerere Gewichte, können schneller rennen, weiter/höher springen und haben im direkten Vergleich mit ihren weiblichen Sportkolleginnen immer die Nase vorn. Deshalb überlassen es Frauen auch im Alltag gern ihren Männern, Getränkekisten oder Einkäufe die Treppe hinauf zu tragen. Männer sind einfach viel leistungsfähiger und die besseren Sportler – da gibt es absolut keine Zweifel (?).
Die beiden Geschlechter unterscheiden sich maßgeblich aufgrund ihrer Biologie und haben damit unterschiedliche (sportliche) Voraussetzungen. Hinsichtlich der sportlichen Leistungsfähigkeit unterscheiden sie sich vermehrt eigentlich erst ab der Pubertät. Das liegt vor allem an der verstärkten Bildung der Sexualhormone, die maßgeblich für die Ausprägung des typisch männlichen oder weiblichen Körperbaus sind. So werden Männer meist um bis 15 Zentimeter größer und um genauso viele Kilogramm schwerer, besitzen eine etwas höhere Muskelmasse (cirka 15 Prozent) und einen geringeren Körperfettanteil. Für die Trainingspraxis bedeutet dies, dass Männer von der Körperkonstruktion her größere Kräfte und eine deutlich höhere Schnelligkeit entwickeln können. Frauen verfügen über größere Fettspeicher in der Muskulatur sowie eine durchschnittlich höhere maximale Herzfrequenz. Das bedingt durch das geringere Körpergewicht eine weniger hohe Maximalbelastung und ermöglicht eine raschere Regeneration. Dies prädestiniert das gemeinhin schönere Geschlecht vor allem für Ausdauerbelastungen, bei denen Frauen relativ betrachtet leistungsfähiger sind als männliche Sportkollegen.     
Fazit: Sportliche Leistungen von Männern und Frauen sind einfach unterschiedlich und daher gar nicht objektiv vergleichbar. Ähnlich wie Begabungen für einzelne Disziplinen. Bei sportlichen Aktivitäten allerdings, in denen es vornehmlich auf Beweglichkeit und Koordination ankommt, sind die Frauen den Männern deutlich überlegen. Dickere Muskeln sind eben auch im Sport nicht alles!

Tipp: Grundsätzlich kann jeder Besucher bei/auf Lampis mitwirken

(Krefeld, 25. Oktober 2014) Ausnahmsweise mal ein Hinweis in eigener Sache, jedoch auch durchaus als Information vor allem für unsere vielen Gäste und Gelegenheitsbesucher. Wie unsere Kopfleiste unter den lustigen Cartoons bereits verheißt, betreiben wir ein Nischenengagement von, aber nicht nur für Senioren-Werfer/innen. Kurzum: bei uns gibt es speziell in der unsere Seite aufmachenden Rubrik „Nachrichten“, an der praktisch kein Vorbeikommen ist, in der Mehrzahl der Beiträge auch Allgemeinverbindliches für die gesamte Szene aus Lauf, Sprung und Wurf. Nicht zuletzt deshalb kommen unsere inzwischen bis in der Spitze 1.433 Besucher (03. Oktober) täglich, ohne es genau quantifizieren zu können, aus dem Bereich der beiden Erstgenannten Sparten. Was sich bei denen nach den uns ständig aktualisierten Analysedaten unseres größten deutschen Internet-Dienstleisters offensichtlich noch nicht durchgängig herum gesprochen hat, dass in unserem Fenster „Flurfunk“ – bei aller gebotenen Bescheidenheit – ebenfalls interessante Beiträge erscheinen. Zuletzt vor drei Tagen eine Glosse. Diese Klatsch- und Tratsch-Spalte wird, anders als Nachrichten, indes nicht tagtäglich gepflegt. Und genau an diesem Punkt sind alle Besucher gefragt: Wer immer sich berufen fühlt und irgendetwas Interessantes, das kann grundsätzlich alles aus der Senioren-Leichtathletik sein, beizutragen hat, mailt es uns einfach (Adresse siehe Kontakt). Egal ob selber „druckreif“ formuliert oder von uns in Text verarbeiteten Stichpunkten. Selbstverständlich müssen wir uns schlussendlich eine Veröffentlichung vorbehalten, werden dies aber bei Nichterscheinen auch stichhaltig begründen.
Also: Feuer frei! Und das mit friedlichem Charakter.

Eine wahrlich enorme Fleißarbeit mit einigen Schönheitsfehlern

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Jülich/Darmstadt/Krefeld, 26. Oktober)
Wenngleich der Winteranfang (22. Dezember) noch eine ganze Weile auf sich warten lässt, haben wir seit vergangener Nacht wieder Normalzeit oder Mitteleuropäische Winterzeit. Also nicht vergessen, die diversen Uhren, die sich so landläufig in in einem Haushalt und am Handgelenk befinden, um eine Stunde zurück zu stellen! Die funkgesteuerten Zeitmesser können getrost vernachlässigt werden, da das bereits die Atomuhr in Braunschweig erledigt hat. Was nun die sehr verlässliche innere Uhr meiner sechsjährigen Boxerhündin Jolie betrifft, hat sie mich pünktlich zu ihrer „alten“ Frühstückszeit geweckt. Wohin mit der „geschenkten Stunde“? Die habe ich dazu genutzt, einen eher seltenen virtuellen Rundgang durch die gemein- und ohnehin miserabel gepflegten einschlägigen Senioren-Netzseiten zu unternehmen.
Und siehe da, oh Wunder, habe ich in der „Oldiethek“ im Internet-Portal des DLV einen Beitrag von Senioren(ver)sprecher Alfred Hermes (das eingeblockte „ver“ lässt in voller Absicht zum Aussuchen eine doppelte Deutung zu) aus Jülich entdeckt. Darin beschäftigt sich der „Götterbote“ der leichtathletischen Ü-30-Generation in drei verschiedenen Variationen mit den auf dem Prüfstand stehenden Qualifikationsnormen für die Deutschen Senioren-Meisterschaften. Das kann er, mit Zahlen und Exeltabellen jonglieren, der gelernte Informatiker. Da ist er in seinem Element. Allerdings sind mir die Sandkastenspielchen zu hypothetisch, zu wenig Praxis bezogen. Was sollen die irgendwo dran orientierten Normen, wenn ein Großteil der "Top ten" bei nationalen Titelkämpfen nicht startet? Nur zwei von beliebig erweiterbaren Beispielen, nicht nur bei Stoß und Wurf: Bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf im März 2014 in Erfurt verirrten sich ganze zwei Teilnehmer zum Kugelstoßen der M70. Ebenfalls zwei waren es in dieser Altersklasse im Diskuswurf, wovon der Sieger, normalerweise ein "Hinterbänkler", den Leistungsstandard für die Titelvergabe denkbar knapp übertraf, der Zweite schon darunter lag und keine Silbermedaille von Margit Jungmann, Matthias Reick oder wem auch immer um den Hals gehängt bekam. Dafür kann Hermes natürlich nix. Doch scheint mir die Gretchenfrage zu sein, wie und womit locke ich die Besten der Besten zu den nationalen Meisterschaften, die selbst allein nur die Spitze betrachtet kein Spiegelbild zu den regionalen Titelkämpfen der 20 Landesverbände wiedergeben?

Fakten sollten einfach stimmig sein

Eine redaktionelle Ungereimtheit dürfte dem aufmerksamen Betrachter in dem Beitrag nicht entgangen sein. Jedenfalls bin ich gleich darüber gestolpert. Hermes war wieder mal seiner Zeit voraus oder hoppelte gnadenlos hinter der Musik her. Die Geschichte trägt das Erscheinungsdatum 21.Oktober 2014. Doch gleich der erste Satz des Textes lautet „
Der Bundesausschuss Senioren hat sich am 24.Oktober mit der zukünftigen Festlegung…“ Wohlgemerkt genau so mit dem falschen Tag und der fehlenden Jahreszahl hinter dem Monat. Zugegeben – es mag eine Petitesse sein, und von Fehlern kann sich keiner freisprechen. Der Verfasser dieser Zeilen sehr zu seinem Leidwesen auch nicht. Doch Fakten sollten schon stimmen und dreimal auf ihre Richtigkeit abgeklopft werden. Zur Aufklärung: es muss 04.Oktober 2014 heißen. Andererseits beweist das einmal mehr, dass beim Referat Öffentlichkeitsarbeit Artikel höchst liederlich bis gar nicht redigiert werden und niemand von außerhalb darauf hinweist. Das spricht auch irgendwie für sich, die vielen nicht vorhandenen wohlgesonnenen Freunde des hohen Hauses und von Hermes…
Da wir schon gerade bei dem begnadeten Dach- und Fachverband sind: Wie wir in unserem Kommentar vom 20.Oktober 2014 „DLV präsentiert sowohl falsche wie nicht aktualisierte Zahlen“ versprachen, haben wir noch am selben Tag den für Statistik zuständigen hauptamtlichen Mitarbeiter der DLV-Geschäftsstelle in Darmstadt, Eberhard Vollmer, angemailt. Den guten Mann, den ich von unzähligen Akkreditierungen hochrangiger Veranstaltungen auf deutschem Boden (flüchtig) kenne und dabei ein paar Worte wechselte, habe ich bislang für sehr kooperativ gehalten. Doch bis hierhin keinerlei Reaktion. Nicht mal eine lausige Empfangsbestätigung. Sei am Rande erwähnt, dass auch e-Post ein Brief, ein Schreiben ist. Da gebieten es schlicht Anstand und Höflichkeit, darauf zu reagieren. Allerdings ist es dem düsteren und traurigen Bild der allgemeinen Verrohung der einstmals guten Sitten angemessen. Wem dieser Schuh passt, der möge ihn sich anziehen.
In diesem Sinne einen schönen Sonntag und die gewonnene Stunde sinnvoll nutzen sowie in allen Lebenslagen eine geschmeidige neue Woche wünscht Männeke Lampis!

Theo Rous: Summa summarum - Schwanengesänge eines Funktionärs

(Frankfurt/Alpen/Krefeld, 24. Oktober 2014) Kinder, wie die Zeit vergeht. Leider nicht nur bei denen. Heute in zwei Monaten ist bereits Heiligabend. Die Regale bei den einschlägigen Lebensmittel-Discountern sind längst mit Christstollen und Weihnachtsgebäck gefüllt. Es wird natürlich schon munter vor dem Fest konsumiert. Das ist ja der tiefere (Blöd-)Sinn der Sache. Ebenfalls nicht von ungefähr findet auch alle Jahre wieder die Frankfurter Buchmesse traditionell im Oktober statt, diesmal vom 8. bis 12. dieses Monats. Die vielen Neuerscheinungen sollen schließlich unters lesende Volk oder spätestens unter den Lichterbaum gebracht werden. Nun tingeln die bekannten Autoren sowie schreibwütigen und mitteilungswilligen Promis dieser Republik mit ihren selbst eingemachten, nicht immer lesenswerten Werken als leibhaftige Wanderpokale durch die diversen Talkshows, um sie zum eigenen finanziellen Wohle anzupreisen. Einer wird höchst wahrscheinlich nicht darunter sein, dessen Buch jedoch sicherlich – nicht nur – in Fachkreisen ein Tipp sein dürfte: DLV-Ehrenpräsident Theo Rous, 79, aus Alpen am etwas tieferen linken Niederrhein. Mit der ihm gegebenen Art, sich auch selbst auf die Schippe nehmen zu können, hat er aus dem reichen Schatz seiner Erfahrungen die eigene Spezies be- sowie ausgeleuchtet und „Summa summarum – Schwanengesänge eines Funktionärs“ als Paperback für 17,99 Euro zu Papier gebracht. Mit ein paar Tagen Vorlaufzeit im Buchhandel oder online über buecher.de zu erhalten.

Ein exzellenter Redner und amüsanter Plauderer

Besprechen kann ich es (noch) nicht. Es ist zwar schon in meinem Besitz, aber ich habe es noch nicht gelesen. Dennoch kann ich es blind empfehlen, kenne ich Rous doch seit Jahrzehnten persönlich. Der exzellente Redner und amüsante Plauderer schreibt so, wie er spricht – pointiert und mit jede Menge Wortwitz. Bei ihm pflegt ein Sachbuch zum Roman zu werden. Den Nachweis hat er mit seinem Erstling „Lachend die Wahrheit sagen“ bereits abgeliefert. Als ich noch im operativen Tagesgeschäft für die Rheinische Post Krefeld tätig war, hatte ich die Pflicht, zugleich jedoch das außerordentliche Vergnügen, seinem Vortrag zum Thema (Anti-)Doping, das ihm besonders am Herzen lag, bei der damals noch traditionellen Matinee des CSV Marathon Krefeld zu lauschen, der Podiumsdiskussion beizuwohnen und mich anschließend im kleinen Kreise mit ihm unterhalten zu dürfen. Kurz auf den Punkt gebracht: es/er war brillant. Spitzbübisch bezeichnete sich Rous ob seiner Aufgabe als „Pinkelpapst“. Der Mann hat das gewisse Extra, was ein Buch leider nicht zu vermitteln vermag und dem aktuellen DLV-Präsidenten Clemens Prokop völlig abgeht: Charisma. Eben eine begnadete Ausstrahlung, die einem in die Wiege gelegt wird oder eben nicht. Ohne es vermutlich je gehört oder gelesen zu haben verkörpert(e) Theo Rous das Zitat des längst verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden des Leichtathletik-Kreises Niederrhein West, Josef „Jupp“ Tenbruck aus Krefeld: „Offizielle sind für die Aktiven da und nicht umgekehrt!“
Von dieser Sorte gibt es bedauerlicherweise viel zu wenige, die zudem vom „Aussterben“ sowie Mobbing Andersgläubiger bedroht sind und schnellstens unter Artenschutz gestellt werden sollten.