Kommunikation und Information der EMA lässt viele Wünsche offen

(Lovosize/Krefeld, 27. Juni 2020) Niemand ist allwissend, keiner in der Lage das „World Wide Web“, auch kurz und prägnant Internet genannt, nach den europaweit um sich greifenden Lockerungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Apokalypse umfassend auf Wettkampf-Angebote außerhalb unserer Landesgrenzen zu durchforsten. Denn innerhalb ist für heimische Senioren/innen noch herzlich wenig angesagt. Das wäre aufgrund seiner Kontakte zu seinen europäischen Mitgliedsstaaten eigentlich eine dankbare Aufgabe für den kontinentalen Dachverband European Masters Athletics (EMA).
Denkste! Denn dessen deutscher Mitarbeiter für Kommunikation und Medien aus dem Amateurlager macht mangels Ideen eine ausgiebige Sommerpause, grüßt auf seiner eigenen Netzseite aus dem Strandkorb, während der ebenfalls aus Deutschland stammende Präsident (wie waren gleich noch die Namen der beiden Karikaturen?) mit einem seiner Wahl-Wohnsitze in Portugal die Scherben zusammenkehrt, die er mit seinem armseligen Krisenmanagement zu den ausgefallenen/verschobenen drei Europameisterschaften 2020 angerichtet hat. Gerade ist er dabei, sich erneuter vehementer Kritik auszusetzen (dazu in einem späteren Beitrag mehr).

Tschechen machen sich um Gunst der Ü35-Generation selber Konkurrenz

Kurzum: Was Termine von Wettbewerben mit sportlichem Nährwert, also nicht virtuell und imaginär, im näheren Ausland anbelangt, sind wir leider auf Zufallstreffer sowie erfreulicherweise der gütigen Mithilfe von aufmerk- und mitteilsamen Lampis-Lesern angewiesen. Einige Kostproben hat es schon in den letzten Tagen gegeben. Ohne jemals den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, noch weniger zu können, kommt nunmehr eine dem Vernehmen nach weitere attraktive Veranstaltung hinzu: Die mit dem anspruchsvollen Arbeitstitel „Masters Europa“ vom 14. bis 16.August 2020 im tschechischen Lovosize in Nordböhmen, 67 Kilometer von der Hauptstadt Prag und 84 km von Dresden entfernt. Die umfangreiche Bildergalerie mit etlichen bekannten Gesichtern der
üblichen Verdächtigen" aus mehrerer Herren Länder kündet davon, dass sich dieses im Zwei-Jahres-Takt durchgeführte Festival (siehe Ausschreibung) in der jüngeren Vergangenheit großer Beliebtheit nicht nur im nahen Sachsen, sondern weit darüber hinaus erfreut hat.
Pikant am Rand: Es steht diesmal praktisch in Konkurrenz zu den offen ausgeschriebenen nationalen Masters-Titelkämpfen am 29.August 2020 in Pacov (Südböhmen), die als Tagesveranstaltung über die sportliche Bühne gehen wird.

Ein bisschen Mäuschen bei einer Rundmail des DLV gespielt

(Darmstadt/Krefeld, 26. Juni 2020) Hand auf Herz: Ein bisschen Voyeur steckt wohl in jedem. Wobei, obschon wir eine Erwachsenenseite sind, das jetzt ausdrücklich nicht sexuell gemeint ist. Mehr im Sinne von heimlichem Beobachter, der neugierig mal Mäuschen spielt und unbemerkt über den Gartenzaun zum lieben Nachbarn schielt, was bei dem so auf dem Grill brutzelt. Bezogen auf unsere Baustelle geht es im konkreten Falle um eine Rundmail aus dem hohen Hause des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Darmstadt an die Landesseniorenwarte, den BAS Senioren und die 20 Verbandsgeschäftsstellen. Nicht alles daraus, was der DLV-Seniorenbeauftragte David Deister – jener Schöpfer oder Abkupferer des bürokratischen Begriffs „belastbare Absichtserklärung“ – verbreitet, ist für Lampis-Leser interessant, da weithin bekannt. Oder es handelt sich für Außenstehende um bedeutungslose Interna wann welche Tagung stattfinden soll.

Sind Senioren weniger schützenswert?

Doch dies: Die Details und weitreichenden Fragen für die Senioren-DM im Mehrkampf am 22./23.August 2020 in Zella-Mehlis seien in Klärung, wäre innerhalb der nächsten beiden Wochen mit der Ausschreibung zu rechnen. Dabei kann es ja vordergründig nur darum gehen, wie ein kontaktfreier abschließender 1.500-m-Lauf gewährleistet werden soll. Da könnte doch getrost das sicherlich 45-seitige Konzept der parallel ausgetragenen Mehrkampf-DM der übrigen Klassen in Vaterstetten übernommen werden. Ketzerisch gefragt: Oder sind in elendigen Zeiten wie diesen der Corona-Krise die Senioren der Risikogruppe ab M60 aufwärts weniger schützenswert?

Potsdam bekundet Interesse an Hallen-DM 2021

Einen haben wir noch: Was die Terminplanung der Deutschen Senioren-Meisterschaften 2021 angehe, läge eine „Interessenbekundung“ von Potsdam für die Hallen-Titelkämpfe (Winterwurf nicht?) vor. Ob sie auch belastbar ist, wurde indes nicht erwähnt.
Doch bis dahin werden noch viele Worthülsen durch den Äther gejagt.

Als Alibi-Funktion Mehrkampf-DM als kleinstmöglicher Nenner

Kolumne

Moment mal

(Darmstadt/Zella-Mehlis/Krefeld, 24. Juni 2020)
Na, da schau her! Der ansonsten insbesondere bei den „ewigen Talenten“ in seiner Kommunikation ausgesprochen träge bis nicht stattfindende Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) reagierte für seine Verhältnisse ausnahmsweise mal einigermaßen zeitnah. Bei den präsidialen Sandkastenspielen vom vorigen Freitag und der Ankündigung von vorgestern „einer Wiederaufnahme des deutschlandweiten Wettkampf-Betriebs“ fiel auch ein Brosamen vom Tisch des Herrn für die Ü35-Generation ab. Als Alibi-Funktion des kleinstmöglichen Nenners auf dem Meisterschaftssektor wurde gestern im Laufe des Tages auf der Verbandsnetzseite mitgeteilt, dass die Senioren-DM im Mehrkampf am 22./23.August 2020 im thüringenschen Zella-Mehlis stattfinden soll (noch nicht unter Meisterschaften 2020 aufgeführt).
Das wäre im Übrigen der ursprüngliche Termin und Schauplatz für die DM im Wurf-Fünfkampf gewesen, die vollkommen problemlos hätte durchgeführt werden können, aber offenbar entgegen beim Kugel-Cup in Neustädt aufgeschnappten anderslautenden Insider-Gesprächen überhaupt nicht mehr zur Debatte steht. Wieso eigentlich? Wo bleibt der völlig ungerechtfertigt mit Lobhudeleien überschüttete, in der Szene jedoch höchst umstrittene BAS-Vorsitzende Ralf Hafermann aus Ohrdruf in Thüringen? Der Mann ist in Wirklichkeit ein Verhinderer ohne gleichen und wird zum Messias hochstilisiert. Lächerlich! 

Wie soll ein kontaktfreier 1.500-m-Lauf gewährleistet werden?

Doch zurück zur missratenen Planung des Präsidiums und dem Ergebnis daraus. Die Verantwortlichen des Verbandes hatten sich praktisch selber auf die Mehrkampf-DM festgenagelt, da sie sich bei ihren Überlegungen (eine kühne Bezeichnung) eine von Unkenntnis der Diszipline
n geprägte peinliche Verwechslung mit dem Vielseitigkeitswettbewerb der Werfer/innen leisteten (wir berichteten).
Wie die Crew um den Veranstaltungsleiter Dieter Tisch (im Bild) die Kuh vom Eis bekommen will, einen kontaktfreien abschließenden 1.500-m-Lauf beim Internationalen Fünfkampf zu gewährleisten, ist bislang offen geblieben. Diesbezüglich dürfte noch so manche Bastelstunde nötig sein. Doch darüber sollten die startwilligen männlichen Aktiven indes alsbald informiert werden, hängt davon sicherlich so manche Meldung oder im Zweifel ein Verzicht ab.
Außerdem haben alle Solisten, selbstverständlich auch die Wurf-Fünfkämpfer und DAMM-Enthusiasten, ein Recht darauf zu erfahren, weshalb ihre Meisterschaften ausgespart werden und wieder einmal bei der stärksten Fraktion der Dachorganisation mit zweierlei Maß gemessen wird.
Ein frommer Wunsch, ich weiß. So viel Chuzpe hat da niemand klipp und klar zu sagen, dass ihnen die Senioren/innen so was von am Allerwertesten vorbei gehen. Bei anderen Nationen haben deren „Masters“ einen größeren Stellenwert (siehe gestrigen Beitrag).

14. Weight Pentathlon lockt Athleten/innen aus fünf Nationen an

(Neuhofen an der Krems/Krefeld, 25. Juni 2020) Mit einer gehörigen Prise gutem Willen und Herzblut für die Senioren-Leichtathletik geht in Zeiten wie diesen der Corona-Seuche und den damit inzwischen verbundenen Lockerungsmaßnahmen auch auf dem Veranstaltungssektor wieder etwas. Unsere alpenländischen Nachbarn aus Österreich machen es uns hinauf bis zu nationalen Meisterschaften der Masters vor. Aber auch beim ohnehin völlig problemlos durchzuführenden Wurf-Fünfkampf. Dies bereits am kommenden Samstag mit dem 14.Weight Pentathlon der Sportunion Neuhofen an der Krems, nur wenige Kilometer südlich von Linz. Die schlechte Nachricht: Es herrscht Land unter. Nicht etwa weil die Krems über die Ufer getreten wäre. Vielmehr liegen bereits so viele Meldungen von Athleten/innen aus fünf Nationen vor, dass die Tür für Kurz- und Spätentschlossene zu gemacht werden musste. Glücklicherweise haben auch ohne unser frühzeitiges Dazutun viele davon gewusst, stellen Deutsche, insbesondere aus dem recht nahen Niederbayern, die Majorität der Teilnehmer/innen (siehe Gruppeneinteilung).

Werfer-Fossil Franz Ratzer hob den Wettbewerb aus der Taufe

Die dabei sein werden, dürfen sich freuen. Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien bezeichnet die Anlagen als exzellent, spricht von „den wohl ,schnellsten‘ Ringen in Österreich“ (das sind immerhin vier Disziplinen) und einem wurfaffinen Klub. Kunststück: Sein weithin bekanntestes Mitglied ist Werfer-Fossil Franz Ratzer (*1939), mehrfacher Senioren-Europa- und -Weltmeister bei Stoß wie Wurf. Der urige Franz, auch als Trainer und Kampfrichter im wonnevollen Einsatz, war es zudem, der diesen Vielseitigkeitswettbewerb bei seinem Verein aus der Taufe gehoben hat.

Trotz allgemeiner Corona-Seuche andere Länder, Sitten und Gebräuche

(St.Pölten/Zagreb/Pacov/Budapest/Kolin/Krefeld, 23. Juni 2020) Überall dieselbe Seuche, doch im Umgang mit Corona andere Länder, Sitten und Gebräuche. Während der restlos überforderte Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt seine Altersriege mit der größtmöglichen Geringschätzung behandelt und sie lediglich als willkommenes Zahlvieh sieht, wird um uns herum in Europa eben doch einiges stattfinden. Und das macht es bei wieder geöffneten Grenzen für die gemeinhin reiselustigen „Germanen/innen“ zusätzlich interessant: Denn diese nationalen Titelkämpfe sind ausnahmslos offen ausgeschrieben und ließen sich auch touristisch verquicken. Von den Internationalen Österreichischen Masters-Meisterschaften am 19./20.September 2020 in St.Pölten in der Nähe von Wien haben wir zuletzt am 09.Juni 2020 in einem eigenen Beitrag angemessen berichtet. Aber andere Mütter haben auch hübsche Töchter oder Söhne, je nach Blickwinkel.
Als da wären – in zeitlicher Reihenfolge – die Masters-Titelkämpfe von Kroatien am 04.Juli in Zagreb, von Tschechien am 29.August in Pacov im Bezirk Pelhrimov (Südböhmen)
und von Ungarn am 06.September 2020 in deren äußerst sehenswerten Metropole Budapest. Und noch ein Schmankerl für die Vielseitigen unter unserer originären Klientel, den Werfern: die tschechischen Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf am 15. August 2020 in Kolin.
Bei Interesse sind weitere Informationen über die auf der EMA-Netzseite hinterlegten Kontaktdaten der nachfolgend verlinkten jeweiligen Landesverbände von Kroatien, Tschechien (siehe auch Ausschreibung) und Ungarn einzuholen.