Erschreckend geringe Besucherzahlen der Netzseite des Weltverbandes

(Rehlingen/Krefeld, 12. April 2018) Als wir gestern eine kleine Rezension über den generalsanierten Internet-Auftritt des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA) veröffentlicht haben, richtete sich unser Augenmerk vornehmlich auf den optischen Gesamteindruck, die Aufmachung, sprich: Gliederung, und die Kopfleiste mit den praktisch unveränderten Unterfenstern. Da hätten wir besser etwas genauer hingeschaut. Aber glücklicherweise gibt es den aufmerksamen, treuen Leser, der die Probe aufs Exempel gemacht und uns netterweise anschließend über das von ihm entdeckte Detail informiert hat. Denn wir haben schlichtweg übersehen, dass ein wenig verschämt in der unteren Ecke eine Statistik über die täglichen Besucherzahlen erscheint. Das sollte eigentlich nur offenbart werden, wenn die Werte stimmig im Sinne von beeindruckend, zumindest jedoch vorzeigbar sind. Sonst schlägt diese „Eigenwerbung“ sehr schnell ins Negative um.

Gestern lediglich weltweit 338 Aufrufe aus 57 Nationen

Die Aufrufe sind  eingedenk der vielen Masters-Leichtathleten weltweit erschreckend übersichtlich, schlechterdings nicht erwähnenswert. Es gab gestern sage und schreibe lediglich 338 Besucher aus 57 Nationen, davon 46 aus Deutschland. Somit hat selbst unsere Verlinkung dahin kaum einen animieren können. Das ist zusätzlich ein deutliches Indiz dafür, wie uninteressant diese Netzseite war und wie sie in den letzten viereinhalb Jahren in der schlussendlichen Verantwortung von WMA-Vizepräsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen abgewirtschaftet wurde. Es wird sehr schwer werden, dieses verlorene Terrain zurück zu gewinnen. Zumal es bei den Abtrünnigen nur über Mund-zu-Mund-Propaganda geht. Schließlich bekommen sie die Neuerung nicht mit, Und, da wiederholen wir uns gerne, kann es die Optik allein nicht richten.

Globaler Dachverband präsentiert sich mit neuem Internet-Auftritt

(Rehlingen/Krefeld, 11. April 2018) Schau an, schau an. Es geschehen bisweilen noch mittelprächtige Zeichen und Wunder. Das bislang arg antiquiert daher kommende Internet-Portal des globalen Senioren-Dachverbandes World Masters Athletics (WMA) präsentiert sich nach einem „Facelifting“ seit vorgestern mit neuem, generalsaniertem und modernisiertem Antlitz. Macht was her. Ehrlich! Dass es jedoch nicht nur Fassade bleiben und nicht irgendwann zu mehr „Schein als Sein“ verkommen soll, ist das große Ganze künftighin mit Inhalten zu füllen. Denn auf die kommt es in erster Linie an. Und das war in der Vergangenheit nicht nur ausgesprochen spärlich was die Frequenz der Mitteilungen anging, sondern obendrein substanziell außerordentlich dürftig. Nicht einmal die unter dem Patronat der WMA stehenden verschiedenen Senioren-Weltmeisterschaften sind angemessen vermarktet worden. Allein die Nennung des Termins und die Veröffentlichung  des Logos des kommenden Ausrichters ist in dieser Hinsicht entschieden zu wenig, hat mit Service absolut nichts zu tun gehabt. Das war zudem für die Wahrung der eigenen monetären Interessen (Startgelder) äußerst kontraproduktiv.

Vizepräsidentin Margit Jungmann für Außendarstellung verantwortlich

Und wer hat(te) es in letzter Konsequenz zu verantworten? Nicht die Finnen, auch nicht die Schweizer, vielmehr die WMA-Vizepräsidentin Executive, Margit Jungmann aus Rehlingen! Bekanntlich strebt die deutsche Verbandsoberschwester (Vorsitzende des Bundesausschuss' Senioren) nach Höherem, möchte – doch will ist schöner – bei der nächsten Generalversammlung im Herbst in Malaga (Spanien) die Nachfolge des scheidenden „Präses“ Stan Perkins aus Daisy Hill/Australien antreten. Da hat sie nicht mehr allzu viel Zeit, fortan mit einem formidablen Internet-Auftritt direkt und mittelbar Werbung in eigener Sache zu betreiben. Anleihen könnte sie da bei ihrem Landsmann Kurt Kaschke aus Freudenstadt nehmen, der sich als Chef der European Masters Athletics (EMA) den fragwürdigen Ruf eines Großmeisters der Selbstbeweihräucherung erworben hat. Wenngleich lediglich eine Randnotiz in diesem Zusammenhang, stahl die WMA dem Feudalherrn aus dem Schwarzwald die Schau. Denn er wollte bereits im März mit einer im fachchinesisch „Relaunch“ genannten Überarbeitung der EMA-Seite an den Start gehen (wir berichteten).
Nun ist daraus beim Blick auf das Datum ein veritabler Rohrkrepierer geworden. Die Rote Karte ist freilich deshalb nicht zu befürchten. Kaschke wird es in Anlehnung an seinen Namen wieder mal zu kasch(k)ieren versuchen. Auf LAMPIS bezogen allerdings hiermit bei täglich etwa 1.500 Stammbesuchern kläglich gescheitert.  

Wurf-Fünfkampf: Herausragende Resultate des Ehepaares Fändrich

(Borken/Krefeld, 09. April 2018) Dieses mit 13.000 Einwohnern recht beschauliche Borken im Schwalm-Eder-Kreis (gleichnamig auch im Münsterland vorhanden) darf sich die Wiege des Vielseitigkeitswettbewerbs im Stoß und Wurf in Deutschland nennen. Importiert wurde er dereinst über die europäische Schiene Niederlande aus den USA. Insofern entstand hier im Hessischen zugleich eine deutsch-niederländische Freundschaft, die immer noch gepflegt wird. So waren bei der nunmehr 24.Auflage dieses Wurf-Fünfkampfes am vorigen Samstag im Blumenhainstadion auch drei Gäste aus unserem westlichen Nachbarland unter den insgesamt 22 Teilnehmern (15 männlich, 7 weiblich). Nicht nur im jeweils eigenen Punkte-Kampf um jeden Zentimeter gab es mit je vier Startern in der M60 und 70 die zumindest zahlenmäßig größte leibhaftige Konkurrenz.

Klaus Kynast steigert deutsche Jahresbestleistung von Gerhard Zachrau

Das änderte freilich nichts daran, dass Günter Fändrich (*1941) vom TV Heppenheim mit 4.351 Punkten in der M75 das klassenübergreifend beste Resultat ansammelte. Dies blieb auch seiner aus Ungarn stammenden angetrauten Herzdame vorbehalten. Erika Fändrich (*1961) knackte mit 4.108 Zählern in der W55 als einzige Frau die begehrte 4.000er-Schallmauer. Die blieb dem deutschen „Mister Fünfkampf“ Klaus Kynast (*1949) vom ASC 09 Dortmund mit 3.980 Punkten knapp verwehrt. Dennoch steigerte er die bereits sehr frühe deutsche Jahresbestleistung der M65 von Gerhard Zachrau (*1949) von RKS Phoenix Mutterstadt vom 24.März um 90 Zähler.
Halten wir noch in unserem nimmermüden missionarischen Eifer fest, dass der Arbeitstitel für diesen Wettbewerb genauso ist, wie wir ihn beschreiben. Also nicht Werfer-Mehrkampf, auch nicht Werfer-Fünfkampf! Denn es wird mit Geräten und nicht Werfern gestoßen/geworfen. Das hat sogar inzwischen der DLV begriffen.
Alle Details in der einmal mehr ein wenig krausen, nicht nach männlich und weiblich getrennten Online-Ergebnisliste von SELTEC. Es bleibt schleierhaft, weshalb das nicht möglich sein soll.

Schmerzmittel sollten als Prophylaxe oder Stimulanzien tabu sein

(Krefeld, 10. April 2018) Fast jeder Sportler hat so sein Ritual, sein vermeintliches Geheimrezept, wie er mit legalen Mittelchen, die auf keiner Dopingliste stehen, vor dem und für den Wettkampf die letzten Reserven herauskitzelt. Da nehme ich mich nicht aus. Mitunter ist es nüchtern und sachlich bei fachmännischer Expertise betrachtet nur Hokuspokus oder fauler Zauber, kann indes der Glaube daran sehr wohl hilfreich sein. So ein bisschen wie der berühmte Placebo-Effekt. Bedenklich wird es allerdings, wer da zur Prophylaxe und Stimulation (aufputschende Wirkung) regelmäßig irgendwelche Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen einwirft. Selbst Powerdrinks, die angeblich Flügel oder sonst was verleihen, können zusammen mit Wettkampfstress und der Ausschüttung von Adrenalin speziell für ältere Modelle zum gefährlichen Cocktail werden. Kleine Kreislaufkollapse geben davon Zeugnis.
Nun wissen wir nicht was der erst 23-jährige belgische Radsportler Michael Goolaerts bevorzugte. Doch mag sein jüngst beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix erlittener und letztlich tödlich endender Herzstillstand so oder so als Mahnung dienen. Ohne das ihm hier unterstellen zu können und wollen, kann es eben fatale Folgen haben, wenn der Körper Schmerzsignale nicht mehr wahrnimmt. Diese inhaltlichen Weisheiten, die Wortwahl schon, sind selbstverständlich nicht auf unserem Humus gewachsen. Was auch Scharlatanerie wäre.
Zufall oder Absicht, widmet die Westdeutsche Zeitung heute in ihrer Rubrik Service und Leben diesem Thema unter dem Titel „Vorsicht beim Einsatz von Schmerzmitteln“ einen großen sechsspaltigen Beitrag über mehr als eine halbe Seite, bei dem angesehene Mediziner und Wissenschaftler zitiert werden. Der Artikel richtet sich nicht nur, aber auch an Sportler. Zwei Leitsätze daraus: Schmerzmittel sollten in Eigentherapie ausschließlich bei wirklich auftretenden Schmerzen maximal drei Tage am Stück eingenommen werden. Danach ist ein Arzt zu konsultieren. Und: Nur weil sie rezeptfrei zu erhalten wären, teilweise schon beim Discounter, sind die Mittel keineswegs harmlos.
Also hat der Spruch „Bei etwaigen Risiken oder Nebenwirkungen fragen sie den Arzt oder Apotheker ihres Vertrauens“ durchaus seine Berechtigung.

DLV-Werbebotschaft für Senioren/innen fürsorglich oder geschmacklos?

Kommentar

Unter uns gesagt

(Darmstadt/Krefeld, 08. April 2018) Wer nicht wirbt, der stirbt. Dieser Spruch gilt nicht nur in der freien Wirtschaft, womit jetzt nicht die kleine Kneipe gleich um die Ecke gemeint ist. Bedenklich wird es allerdings, wenn ein Sport-Verband, in diesem konkreten Falle unser aller innig geliebter DLV, einen auf seiner Netzseite mit Werbung zumüllt, um auch noch auf diesem Wege ein paar Krümel zur Finanzierung seiner horrenden, teils überflüssigen Ausgaben ab zu bekommen. Die einen finden es clever, die anderen verwerflich. Wen das jedoch nervt, dem sei der Werbeblocker Adblock Plus (ABP) anempfohlen, der sich kostenlos herunterladen lässt.
Allerdings scheint der Webmaster des DLV auch schon auf diesen Dreh der Unterdrückung durch potenzielle Benutzer gekommen zu sein. Nun hat dieser Schlaumeier für besonders schlau gehaltene Botschaften halt gleich über dem Aufmacherfoto der jeweiligen Startseite eingebaut. Beispielsweise prangt in der Seniorenspielecke, und das macht sogar irgendwie Sinn, mit der Abbildung einer älteren Dame der Hinweis „Pflegeheim? Nein Danke! 3 Alternativen – So bleiben Sie im Alter zu Hause!“ Und dann ist noch die Seite des dazugehörigen Anbieters verlinkt.
So bekommen wir älteren Modelle die eigene Endlichkeit und was da so alles drohen könnte plakativ vor Augen geführt. Die einen empfinden das als außerordentlich fürsorglich vom Dachverband gegenüber den 405.000 Leichtathletik betreibenden Senioren/innen und den restlichen 410.000, die früher oder später dahin nachwachsen, die anderen als ausgesprochen geschmacklos.
Das entscheide indes jede/r für sich selber.