Just am heutigen Nikolaustag feiert Lampis zehnjähriges Bestehen

(Krefeld, 06. Dezember 2019) Heute ist das hier zu Lande, was in den Niederlanden mit Sinter Klaas bereits gestern war: Nikolaustag. Dazu gibt es allerlei Brauchtum, das verrückterweise (was anderes fällt mir dazu nicht ein) in unserer multikulturellen Gesellschaft zur Diskussion gestellt wird. Davon können auch unseren westlichen Nachbarn ein traurig‘ bis garstig‘ Lied singen. Gut respektive schlecht, lassen wir das. Aber der Nikolaustag hat speziell für Lampis im kleinen Grenzverkehr noch eine weitere Bedeutung. Just vor nunmehr exakt zehn Jahren erschien die niederländisch-deutsche Co-Produktion von Gründervater Peter Holthuijsen (im Bild) sowie seiner drei leichtathletik-affinen Sportfreunde Jan Titulaer, Henk van Bakel und Axel Hermanns, allesamt aus der Fraktion Stoß/Wurf, erstmals in deutschsprachiger Version im Netz, das sich da World Wide Web nennt. Seither ist eine Menge Wasser den Rhein und die Maas heruntergeflossen, um im geografischen Bild der vier Initiatoren zu bleiben.

Im Dienste der gemeinsame Sache Senioren-Leichtathletik

Das war auch mit etlichen Veränderungen verbunden. Es würde diesen Rahmen bei Weitem sprengen, das nun haarklein Revue passieren zu lassen. Was geblieben ist, dass wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden wollen, möglichst an sieben Tagen in der Woche (höhere Gewalt, wie gerade erst, einmal ausgenommen) mindestens mit einem neuen Beitrag täglich zu informieren, kommentieren, glossieren oder einfach schlicht zu unterhalten. Ohne uns hier selber auf die Schulter klopfen zu müssen, dürfen wir mit Fug und Recht aufgrund der Beurteilung Dritter konstatieren, die Interessen der Senioren-Leichtathleten in der Außendarstellung angemessen wahrzunehmen und zu vertreten. Falls nötig, nicht nur mit rhetorisch feiner Klinge, sondern auch bisweilen mit dem Säbel.
Hauptsache, es dient der gemeinsamen Sache. Und in diesem Stile soll es auch (vorerst) weitergehen. Wobei zehn Jahre „aus reinem Spaß an der Freud'“  für den überwiegenden Alleinunterhalter Axel Hermanns mit gelegentlichen Gastautoren schon von einem gerüttelt Maß an Durchhaltevermögen zeugen. Daraus macht er freilich keinen Hehl, dass die Lust auch schon mal zur Last werden kann.

Aufgrund technischer Probleme derzeit keine Berichterstattung moeglich

(Krefeld, 05. Dezember 2019) Normalerweise lautet unserer Credo taeglich einen neuen Beitrag online zu stellen. Stammbesuchern wird es bereits gestern aufgefallen sein, nichts Neues vorgefunden zu haben. Das ist schlicht technischen Problemen geschuldet, dass wir auch heute und morgen nicht in gewohnter Form auf Sendung gehen koennen (was auch schon an der Schreibweise fuer Umlaute erkennbar wird).
Deshalb in aller Kuerze: Heute ist der Internationale Tag des Ehrenamtes, der Verfasser dieser Zeilen darf einen runden eckigen Geburtstags feiern, vollendet sein 75.Lebensjahr, und vor dem Amtsgericht Darmstadt wird ab 14 Uhr das vom Europaeischen Gerichtshof (EuGH) in Louxemburg City zurueck verwiesene Verfahren zum Auslaenderstartrecht zur Klage des italienischstaemmigen Berliner Sprinters Daniele Biffi verhandelt, ueber das wir im Vorfeld mehrfach
berichtet haben.

Fürst Pückler reduziert sich nicht auf die nach ihm benannte Eissorte

(Krefeld 02. Dezember 2019) Stellen wir uns auf eine winterliche Eiszeit ein. Nachtfrost haben wir bereits in den meisten Regionen unserer 16 Bundesländer. Für Laternen-Parker ein mühseliges morgendliches Geschäft beim Scheiben sauber kratzen. Aber das ist lediglich die kalendarische Überleitung zu Eis in essbarer Konsistenz, das Schleckermäulern auch in der bald beginnenden vierten Jahreszeit zum Nachtisch und sonst wann mundet. Wer kennt es nicht, das Fürst-Pückler-Eis aus den drei Geschmackssorten Schokolade, Vanille, Erdbeere oder Himbeere?!. Benannt ist es nach dem Landschaftsarchitekten, Schriftsteller und Weltreisenden Fürst Hermann Ludwig Heinrich Pückler-Muskau (1785-1871). Was indes – Hand aufs Herz – garantiert weniger bekannt ist, dass der geniale Parkgestalter auf einer Studienreise nach Großbritannien einen Begriff kennenlernte, den er in die deutsche Sprache einführte.

…er führte auch das Wort Sport in die deutsche Sprache ein

Und damit sind wir endlich bei unserem originären Thema. Es handelt sich um das Wort Sport. Pückler selber beschrieb es im Oktober 1828 so, dass es gleichermaßen unübersetzbar sei wie etwa Gentleman. Ohne das jetzt und hier auszuwalzen, gibt es dafür noch etliche Beispiele. Durchaus mit Anleihen aus unserer schönen, vielfältigen und ausdrucksstarken deutschen Sprache, die genau genommen nicht auf den immer stärker um sich greifenden und gedankenlos verwendeten Anglizismus, von Fachbegriffen mal abgesehen, angewiesen wäre. Da wird dann mal schnell aus dem guten alten Zeugwart der Equipment Manager. Bekloppt! Oder etwa nicht?

Angelehnt an einen Roman-Titel: Im Osten (fast) nichts Neues

(Bad Blankenburg/Krefeld, 03. Dezember 2019) Es durfte wieder gewählt werden im Freistaat Thüringen. Nein, nicht abermals politisch. Was auch nicht unsere Baustelle wäre. Die waren bereits Ende Oktober. Diesmal ist im gelobten (Bundes-)Land auf dem Veranstaltungssektor der Senioren-Leichtathletik eben just diese Sportart an der Reihe mit den Neuwahlen zum Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) gewesen. Grobes Fazit in Anlehnung an einen Roman-Titel von Erich Maria Remarque: Im Osten (fast) nichts Neues. Der erneut kandidierende Heinz-Wolfgang Lahmann aus Struth-Helmersdorf wurde von den „rund“ 30 Delegierten (geht es bei einer so kleinen Zahl nicht genau?) beim Verbandstag in Bad Blankenburg mehrheitlich in seinem Amt als Präsident bestätigt.

Ein arger Dämpfer für die brodelnde Gerüchteküche

Ob das nun einen positives Signal ist, vermögen wir aus der Fernsicht nicht zu konstatieren (oftmals herrscht allein helle Freude darüber, eine solche Position besetzen zu können). Jedenfalls verbinden sich mit seinem Namen nicht die gerüchteweise geäußerten vagen Hoffnungen, dass die noch vakanten und alsbald vor dem Aus (06.Dezember) stehenden Deutschen Senioren-Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften 2020 in einer Art Feuerwehr-Akt wieder in Erfurt stattfinden würden. Da sind es nach Kenntnis von Kugelstoß-Gigant Andy Dittmar aus Gotha die Kampfrichter, die bei jahrelanger Überforderung mit der „Roten Karte“ abgewinkt haben.
Mehr zur Wahl unter www.tlv-sport.de.

Rein rhetorische Frage: Wer ist hier eigentlich für wen da?

(Coburg/Darmstadt/Krefeld 01. Dezember 2019) Wer ist hier eigentlich für wen da: Der Verband für die Athleten oder die Athleten für den Verband? Eine rein rhetorische Frage, deren Beantwortung sich eigentlich erübrigt. Eigentlich! Nicht so bei der höchsten Dach- und Fachorganisation hier zu Lande, dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) mit seinem gewaltigen administrativen Wasserkopf der Geschäftsstelle in Darmstadt. Darüber haben wir uns in jüngster Zeit die Finger wund geschrieben, dass er bei fehlender belastbarer Absichtserklärung (welch grauseliges Amtsdeutsch!) einer Bewerbung für die Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf 2020 (Termin Anfang März 2020) bis zum 06.Dezember 2019 diese Titelkämpfe sang- und klanglos zu streichen gedenkt.
Selbstverständlich kennen wir nicht alle diesbezüglichen an den DLV gerichteten Aktivitäten, die parallel zu unseren Bemühungen von Senioren/innen selber unternommen worden sind. Eine schon. Der national und international äußerst erfolgreiche Sprinter und Viertelmeiler Karl Dorschner (*1951/im Bild) vom TV 1848 Coburg hat uns seine nachfolgende E-Mail vom 25. November 2019, 11:38 Uhr, zur weiteren freien Verwendung zur Verfügung gestellt:
  
An den DLV-Vizepräsidenten Allgemeine Leichtathletik Matthias Reick, an alle
Seniorenvertreter!

Die Senioren-Hallenmeisterschaften 2020 sollen Stand heute 25.11.2020 nicht stattfinden. Vielleicht bin ich zu voreilig, aber es beunruhigt viele Sportkameraden sehr, dass bis jetzt kein Ausrichter gefunden wurde.
Für mich aktiven Seniorensportler stellt sich die Frage nach den Gründen. Da mir die Internas nicht so bekannt sind, stelle ich hiermit zugegebenermaßen provokante Fragen:
1. Wo bleibt der Aufschrei der aktiven Senioren?
2. Nehmen wir dies einfach hin und begraben damit diese Meisterschaften? Folgt dann der Tod der Freiluftmeisterschaften?
3. Warum unterstützt der DLV die Senioren nicht in ausreichendem Maße? Wir alle wissen, dass die Senioren einen gewaltigen, sogar größten Teil der Mitglieder ausmachen.
4. Warum werden die Auflagen und Kosten vom Hörensagen derart hoch gesetzt, dass sich kein Ausrichter dies mehr antut oder einfach nicht mehr stemmen kann? Warum finden aber Meisterschaften bei der Jugend oder Männer/Frauen ohne Probleme (bis auf einige Ausnahmen) letztlich statt?
5. Es gibt viele meisterschaftsfähige Leichtathletikhallen in den Bundesländern mit in der Organisation erfahrenen und bewährten Vereinen/Regionalverbänden. Warum kann der DLV die Hallen-Meisterschaften nicht verpflichtend im Turnus festsetzen? Die Ausrichter könnten sich abwechseln, rechtzeitig jahrelang darauf vorbereiten und einzelne Ausrichter wären nicht frustriert (siehe Erfurt).
Eine weitere Option wäre die Abkoppelung oder Teilung zwischen den Wurf- und Lauf/Sprungwettkämpfen durch zwei verschiedene Ausrichter.
6. Ich zweifle nicht daran, dass alle Anstrengungen für eine Ausrichtung unternommen werden, nur bekommen wir beteiligten Senioren diese leider nicht mit. Und so erzeugt man große Unruhe. Ich
appelliere an alle Beteiligten, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, dass die nationalen Seniorenmeisterschaften am Leben erhalten werden.
Mit sportlichen Grüßen
Karl Dorschner
ein beunruhigter Seniorensportler, der einen großen Teil seiner Freizeit, wie viele andere auch, seiner Passion widmet.

Höflichkeit, Anstand und Stil mit Füßen getreten

Nach einer angemessenen Karenzzeit von fünf Tagen haben wir uns wieder verständigt, ob irgendeine Reaktion erfolgt sei. Meine Prognose bereits vorher: „Da kommt nix! Zumindest nichts Substanzielles.“ So gerne ich mich geirrt hätte, lautete die Antwort von Karl nach der Wartefrist: „Deine Vermutung war richtig: Keine Reaktion. Enttäuschend und traurig.“
Mehr als das! Eine E-Mail ist nichts anderes als ein elektronischer Brief. Da gebieten es Höflichkeit, Anstand und Stil darauf in gebotener Weise zu reagieren. Und vergegenwärtigen wir uns, dass hier mit Reick und dem gesamten Bundesausschuss Senioren insgesamt zwölf Personen (frei nach dem amerikanischen Kriegsfilm "Das dreckige Dutzend" von 1967) angeschrieben worden sind. Da bleibt die ernüchternde und zugleich vernichtende Feststellung, dass deren Kinderstube allenfalls eine Spielecke gewesen sein kann. Und das ist fast noch niedlich formuliert.