Bella Italia buhlt anno 2019 zweimal um die Gunste der Senioren/innen

(Turin/Venedig/Krefeld, 09. Oktober 2018) Bella Italia! Weit mehr als nur Pizza und Pasta. Allein schon die Sprache, selbst wenn man ihr nicht einigermaßen mächtig sein sollte, ist schon Musik in den Ohren. Und das ließe sich jetzt über Land, Leute, Lebensart, Landschaften, Städte und Kultur beliebig fortsetzen. Hochgradig ansteckend, so man(n)/frau mittendrin ist. Nun fügt es sich allerdings anno 2019, dass sich die Stiefelbewohner mit zwei hochrangigen, die fortgeschrittene Generation ab 35 Jahre angehenden Veranstaltungen gegenseitig Konkurrenz machen: Den European Masters Games (EMG) vom 26.Juli bis 04.August 2019 in Turin und den Europameisterschaften der Ü35-Generation vom 05. bis 15.September 2019 in Venedig.
Erster Vorteil Turin: Die Senioren-EM liegt hier zu Lande außerhalb jeglicher Schulferien. Und da nun einmal das Einstiegsalter 35 zu sein pflegt, sind viele aktive Leichtathleten/innen Eltern von noch schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen. Frei nach dem britisch-italienischen Horrorfilm „Wenn die Gondeln Trauer tragen“, wäre als Szenario insofern denkbar, dass darunter die Teilnehmerzahlen erheblich leiden. Gerade aus Deutschland wird bei kontinentalen Titelkämpfen stets mit 600+ kalkuliert.

Sergej Bubka Mit-Organisator der EMG
 
Zweiter Vorteil Turin: Ab sofort kann für die EMG gemeldet werden. Was das Kernstück der Wettbewerbe mit 30 Sportarten in 150 Disziplinen angeht, die Leichtathletik, werden sie in Zusammenarbeit mit dem italienischen Dach- und Fachverband FIDAL organisiert, finden ausnahmslos im famosen Stadio Primo Nebiolo und seinen unmittelbar angrenzenden Nebenanlagen statt. Dritter Vorteil Turin: Neben diesem Know-how ist mit IOC- und IAAF-Mitglied Sergej Bubka aus der Ukraine kein Geringerer auch im Präsidium der Internationalen Masters Games (IMGA) vertreten. Mehr „Menpower“ geht nicht. Vierter Vorteil Turin: Nicht zuletzt war die 900.000-Einwohner-Stadt in der Region Piemont ein vielgepriesener Gastgeber der World Masters Games 2013. Natürlich wird die prächtige Metropole Nord-Italiens auch diesmal über das rein Sportliche hinaus mit jede Menge Unterhaltung, Kultur und Lebensart nur so wuchern. Fünfter Vorteil Turin: Autokilometer von beispielsweise Frankfurt/Main 735, von da bis Venedig 938. 
Mit diesem Link geht es zu allen Informationen auf der Veranstalter-Netzseite. Dieser glänzende Internet-Auftritt gibt bereits einen veritablen Vorgeschmack auf das eigentliche Ereignis. Da waren fürwahr Profis am Werk.

Sportsch(l)au: Vorsicht bei Vitaminen durch Nahrungsergänzungsmittel

(Köln/Krefeld, 08. Oktober 2018)  Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“, anderen Publikationsmedien sowie seiner eigenen Netzseite an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 102. Kapitel zu diesem Themenkomplex, widmet sich den Vitaminen durch Nahrungsergänzungsmittel und wird dazu mit einem zweiten Teil fortgesetzt.  A.H. 

Viel bringt viel, oder? Leider ist das bei den (künstlichen) Vitaminen heutzutage nicht mehr der Fall. Früher mag das noch gestimmt haben. Denn vor etwa 50, 60 Jahren gab es noch nicht diese riesige Auswahl an Lebensmitteln und damit auch nicht an Vitaminquellen. Also hat dieser Mythos damals gestimmt, einfach dadurch bedingt, dass die Menschen nicht eine so vielseitige Auswahl hatten.
Wer aber heutzutage auf die Inhaltstoffe verschiedener Lebensmittel schaut, muss sich doch schon stark wundern, was da so alles drin steckt. So enthält fast jede Brause oder sogar teilweise Brot extra zugesetzte Vitamine. Vieles was der Markt uns heute bietet, wird von unserem Körper nicht gebraucht. Wenn wir statt auf künstliche Vitamine voll auf Naturprodukte setzen, liegen wir damit goldrichtig. Obst- und Gemüseorten wie Weintrauben, Birnen oder Kürbisse liefern genau die richtige Dosis Power für unser Immunsystem im Herbst.

Viel hilft nicht immer viel

Wer zusätzlich auf künstliche Vitamine zurückgreift, sollte dabei die Qualität und Quantität ganz besonders im Blick haben. Denn viel hilft nicht immer viel. Ganz im Gegenteil kann eine Überdosis durchaus auch Schaden anrichten. Zu viele (künstliche) Vitamine können unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Deswegen sollten vorsorglich mit dem Hausarzt die genauen Dosierungen abgesprochen werden.

Mit Schneckenpost Beitrag von der Herbsttagung des BAS veröffentlicht

Kolumne

Neben der Spur

(Darmstadt/Saarlouis/Baunatal/Krefeld, 06. Oktober 2018)
Es hat sich noch nicht bis zum Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt herumgesprochen, dass ein Online-Medium kein Wochenblatt und noch viel weniger ein Monatsmagazin ist. Daran hat sich auch unter der relativ neuen Öffentlichkeitsarbeiterin Bettina Schardt, als aktive Werferin gibt sie sich den zweiten Vornamen Daniela (oder ist das womöglich ihre Zwillingschwester?), nichts geändert. Dabei müsste sie in ihrem Beruf als ZDF-Sportredakteurin an schnelleres, aktuelleres Arbeiten gewöhnt sein. Sicherlich kennt auch sie den Spruch, dass die Zeitung von heute bereits morgen von gestern ist.

Schau hin: Ein Aufmacher-Foto sogar mit Bildunterschrift!

Also erfährt der geneigte Leser gewissermaßen mit der Schneckenpost nach vier Tage vollkommen ruhendem Nachrichtenfluss erst gestern in der Senioren-Spielecke auf der Verbandsnetzseite mit einwöchiger Verspätung, was so die Herbsttagung des Bundesausschuss‘ Senioren am 28.September in Saarlouis hergab. Immerhin neu an dem sonst üblichen Prozedere, dass über dem Textbeitrag das großformatige Aufmacher-Foto mit einer Bildunterschrift (BU) versehen ist. Und das ist gut so! Denn die dort abgelichtete und verabschiedete ehemalige BAS-Vorsitzender Margit Jungmann aus Rehlingen sieht dermaßen verfremdet aus, dass selbst ich sie nicht sogleich wiedererkannte.
Dabei habe ich sie zuletzt noch Anfang Juli bei der Senioren-DM in Mönchengladbach während eines kurzen Gesprächs aus lediglich ein Meter Entfernung gesehen. Allerdings war sie da als besseres Erkennungszeichen mit dem volksnahen obligatorischen gesponserten US-Trainingsanzug asiatischer oder bulgarischer Herkunft bekleidet. Unter dem einmal mehr weichgespülten Inhalt befindet sich noch eine angebliche Bildergalerie – mit einem Foto. Auch das zeigt Jungmann. Diesmal an ihrem bekannten breiten Lächeln besser auszumachen.

Eine ziemlich lustlose Runde

Da wir gerade schon bei Fotos sind, lohnt ein etwas genauerer Blick auf den Schnappschuss von der Landesseniorenwarte-Tagung in Baunatal, dort wie üblich ohne BU. Die Runde vermittelt weitestgehend einen interessen-, lustlosen- und teilnahmslosen Eindruck. So schilderte es uns auch ein Teilnehmer. Die Dame am rechten Bildrand fläzt sich nicht gerade „Ladylike“ regelrecht halb sitzend, halb liegend auf ihrem eigentlichen Sitzmöbelstück. Bilder lügen eben nicht, sofern sie nicht gestellt sind. Deshalb wären die passenden Namen dazu schon sehr aufschlussreich gewesen. Dem Hobby-Knipser war der Hinweis auf seine zweifelhaften Bildrechte allerdings wichtiger.
So sind sie halt, die  „Flunker" & Co.

Werfer-Ass Norbert Demmel "Vorzeige-Senior des Monats September"!


(Unterhaching/München/Krefeld, 07. Oktober 2018)
Auf leichtathletik.de lässt der DLV von seinen daran interessierten Lesern jeweils das „Ass des Monats“ wählen. Senioren/innen pflegen eingedenk des eingeschränkten Gesichtsfeldes des Wahlvolkes keine Chance zu haben, obwohl sie es womöglich verdient hätten. Also schauen wir ebenfalls nicht über den Tellerrand hinaus und küren von eigenen Gnaden den „Vorzeige-Senior des Monats September“. Und der Gewinner ist: Wurf-Alleskönner Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching. Andere mögen dank schwacher Konkurrenz und so mancher Marktlücke mehr Titel bei den Senioren-Weltmeisterschaften vom 04. bis 16. September 2018 im spanischen Málaga gehamstert haben. Doch wohl keiner auf derartigem Weltklasse-Niveau wie das 55-jährige Münchner „Kindl“ bei seinen drei Goldmedaillen (dazu noch einmal Silber).

Überragende Erfolge hingen am seidenen Faden

Paradebeispiel die Krone der Vielseitigkeit, der Wurf-Fünfkampf. Dort steigerte der durch- und austrainierte Modell-Athlet mit minimalem Körperfettanteil seinen eigenen (nicht den vom Norweger Arild Busterud von 4.777 Punkte, wie anderswo behauptet), erst knapp sechs Wochen jungen Weltrekord (4.938) der M55 von der DM in Zella-Mehlis auf märchenhafte 5.103 Punkte. Mithin durchbrach der Linkshänder zugleich als erster Allrounder dieser Altersklasse die Fünftausender-Grenze. Und das obendrein deutlich. Mehr geht nicht! Wobei er zuvor schon den Diskuswurf (53,27m) und den Wettbewerb mit dem Wurfgewicht (19,21m) für sich entschied sowie „Vize“ mit der Kugel (15,23m) wurde. Das alles war eingedenk seiner überragenden Klasse irgendwie oder annähernd zu erwarten. Doch nicht unter dem Aspekt, dass er sich vor Ort beim Beachvolleyball einige Tage vor Beginn der WM am rechten Sprunggelenk verletzte und befürchten musste als „Stehgeiger“ seine insgesamt vier Wettkämpfe mit acht Disziplinen zumindest teilweise aus dem Stand heraus zu bestreiten.
Aber „et is noch mal jut jejange“, der seidene Faden am lädierten Sprunggelenk hielt dank einiger Sofortmaßnahmen, wie wir inzwischen alle miteinander wissen. Folgerichtig wird er von uns mit der genannten ideellen Auszeichnung honoriert.

Eine spätsaisonale Startgelegenheit mit breiter Disziplin-Palette

(Villmar bei Limburg/Krefeld, 05. Oktober 2018) Allmählich geht selbst der mit einem längeren saisonalen Haltbarkeitsdatum ausgestatteten Fraktion von Stoß und Wurf das Wettkampf-Angebot aus, die womöglich noch verbesserungsbedürftige Jahresbestleistung aufzupolieren. Natürlich können wir an dieser Stelle zwangsläufig keinen flächendeckenden Teppich ausbreiten. Aber für jene, die in Hessen und um Hessen herum ihren Lebensmittelpunkt haben, denen sei aus eigener mehrfacher Erfahrung der nunmehr 32.Stoßer- und Werfertreff morgen in Villmar an der Lahn bei Limburg anempfohlen (siehe Link). Eine von Frontmann Walter Haas liebevoll organisierte Traditionsveranstaltung von Werfern für Werfer mit der für Vielstarter breiten Palette von Kugel, Diskus, Speer, Steinstoßen und Schleuderball auf dem idyllisch gelegenen Waldsportplatz.
Selbstverständlich mit Senioren-Wertung ab M/W30 aufwärts und auch in kleineren Häppchen zu haben. Dazu gibt es ein prima Catering zu volkstümlichen Preisen sowie Ehrenpreise für herausragende Leistungen. Und als wäre das nicht schon genug, verheißt der Altweibersommer obendrein beste äußere Bedingungen mit Sonnenschein und nicht allzu üppigen Temperaturen. Sollte es mit dem späten Hausrekord anno 2018 nicht klappen, bleibt immerhin das gesellige Treffen im friedlichen Wettstreit unter Gleichgesinnten.