Offene Masters-Titelkämpfe von Kroatien kurzfristig abgesagt

(Zagreb/Krefeld, 02. Juli 2020) Gegen Dummheit und bodenlosen Leichtsinn kämpfen Götter selbst vergebens. Keine neue Erkenntnis, aber in Zusammenhang mit der Corona-Apokalypse kann diese Platte praktisch in etlichen Bereichen in Endlosschleife abgespielt werden. So hat jüngst der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic (*1987) aus Belgrad (Serbien) der Tennis- und darüber hinaus Sportwelt einen Bärendienst erwiesen. Die von ihm in seiner Heimatstadt organisierte Adria-Tour vor Zuschauern auf dichtgedrängten Tribünen (die das genehmigt haben, gehören wegen fahrlässiger Körperverletzung oder womöglich Tötung in den Knast) und noch obendrauf einer rauschenden „After-Tour-Party“ endete in einem Desaster. Drei Spieler, die ihr Unglück freilich selber schuld sind und keinerlei Mitleid verdienen, aber viel schlimmer unzählige Zuschauer infizierten sich, die das Virus zunächst arglos als Wanderpokal im adriatischen Raum weiterverbreitet haben. Das mag manch ähnlich potenziellen Hasadeuren als eindringliche Warnung dienen.

Nachholtermin kollidiert mit Ungarn-Masters in Budapest

Leidtragende sind ohne Übertragung, jedoch im übertragenen Sinne, nun auch die Organisatoren und Startwilligen an den für kommenden Samstag vorgesehenen offenen Masters-Meisterschaften von Kroatien in Zagreb (wir berichteten). Der für sein Land und die Balkanstaaten zuständige Ivan Pukšar sah sich gezwungen, dieses meisterliche Meeting aus vielerlei Gründen abzusagen. Es soll nach jetzigem Kenntnisstand auf den 05.September 2020 verschoben werden, kollidiert dann allerdings in einem prall gefüllten herbstlichen Terminkalender mit so manch weiterer Veranstaltung, die ebenfalls um die Gunst von Gästen aus anderen Nationen buhlen. Lediglich einen Tag später stehen die Masters-Titelkämpfe von Ungarn im touristisch nicht minder reizvollen Budapest auf der Agenda.