Marianne Maier und Gottfried Gassenbauer als Österreichs Beste geehrt

(Wien/Krefeld, 11. Februar 2020) Klein, aber fein! Das schmückende Attribut trifft mit Fug und Recht auf den Österreichischen Leichtathletik-Verband (ÖLV) zu. Toll und beneidenswert, was er mit seinen rund 30.000 Mitgliedern in 430 Vereinen bei einer Gesamtbevölkerung von 8,8 Millionen immer wieder auf die Beine zu stellen vermag. Kompliment, Respekt und Anerkennung! Förmlich zum Fremdschämen mit Blick auf den rein zahlenmäßig fast 27mal so großen DLV (799.205/7.521) und die Bunte Republik Deutschland mit ihren 82,79 Millionen Einwohnern. Das mal so als Vorwort zum besseren Verständnis, um das sogleich beschriebene Ereignis noch genauer einordnen und gewichten zu können.

Volksnähe mehr als eine Vokabel

Der ÖLV ehrte gestern Abend im Festsaal des noblen Grand Hotel in der Metropole Wien vor 300 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport in einer feierlichen Gala mit anschließendem Bankett und rauschender Ballnacht mit Tanz bis in den frühen Morgen bei den „Austrian Athletics Awards“ die Besten der Besten in verschiedenen Kategorien der Saison 2019.

Mittendrin, nicht nur dabei

Und nicht nur dabei, sondern mittendrin die Masters-Ikonen mit Weltgeltung Marianne Maier (*1972/W75) aus Vorarlberg und Gottfried Gassenbauer (*1958/M60) aus Wien. Die äußerst vielseitige, mit ihren 77 Jahren immer noch recht fesche „Maierin“ und der Hammerwurf-Spezialist nahmen die Auszeichnung aus den Händen von ÖLV-Präsidentin Sonja Spendelhofer (hier ist Volksnähe nicht nur eine Vokabel) entgegen.

Toller Internet-Auftritt mit 162 Fotos!

Auch was den Internet-Auftritt angeht lieferten die „Ösis“ abermals ein Lehr- und Meisterstück ab. Bereits gestern Abend um 20.48 Uhr war mit einem Aufmacher-Foto von Siebenkämpferin Verena Preiner und Diskuswerfer Lukas „Lucky Luke“ Weißhaidinger, die beide im Vorjahr WM-Bronze in Doha (Katar) gewonnen haben, ein Bericht auf der Netzseite des Verbandes online. Das Ganze angereichert mit Kurz-Interviews der Ausgezeichneten. Seit heute Morgen 8 Uhr steht eine Foto-Galerie, die diese Bezeichnung wahrlich verdient, mit sage und schreibe 162 Bildern zur Verfügung! Da fühlt sich sogar der Betrachter mittendrin im Geschehen.

Felix Austria oder Glückliches Österreich

Lassen wir als kleine Anleihe für jene, die nicht alles lesen und sich anschauen, noch die beiden ausgezeichneten Masters zu Wort kommen. Selbstverständlich nach der Devise die Dame zuerst: „Je älter ich werde, desto mehr weiß ich diese Auszeichnung zu schätzen. Das Wichtigste ist gesund zu bleiben. Mir ist aber auch das Drumherum, das Soziale sehr wichtig, das gehört einfach dazu.“ Was die körperliche Unversehrtheit angeht, hatte sie allerdings zuletzt Pech mit einem Fahrradsturz, konnte deshalb vorgestern nicht bei der 1.Österreichischen Hallen-Meisterschaft in Linz an den Start gehen (wir berichteten).
Und Gottfried Gassenbauer diktierte in die Notizblöcke der Journalisten: „Es ist mir bewusst, dass es ein Geschenk ist, dass der Körper so mitspielt und auch die Begeisterung für diesen schönen Sport noch in mir ist. Die ganze Gemeinschaft ist eine Inspiration.“
Den Spruch kennen Stammbesucher schon, stimmt aber auf die Leichtathletik bezogen in vielen Bereichen unverändert: Felix Austria oder Glückliches Österreich!