Nicht justizabel: Gleichwohl mahlen die Mühlen des DLV sehr laaangsam

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(Darmstadt/Krefeld, 22. August 2019) Wer sich nicht selber kontrolliert, dem muss eben auf die Finger geschaut oder bisweilen geklopft werden. Das Amtsgericht Darmstadt ist zwar nicht von sich aus tätig geworden. Aber ein aufmerksamer und beflissener LAMPIS-Leser (Name tut nichts zur Sache) hat dorthin eine E-Mail-Anfrage gerichtet, ob es denn mit rechten Dingen zugehe, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) auf seinem Briefkopf noch mit dem Namen von seinem ehemaligen Generaldirektor Michael Lameli hausieren geht, der bereits zum 31.Dezember 2018 ausgeschieden sei (wir berichteten). Die Antwort eines Justiz-Angestellten vom Registergericht kam sehr prompt innerhalb von 24 Stunden und liegt uns vor.
Der sinnwahrend gekürzte Original-Wortlaut: „Sehr geehrter Herr …,  für Vereine gibt es keine mit für Personen- oder Kapitalgesellschaften existierende vergleichbare Vorschriften, die bestimmte Angaben auf Geschäftsbriefen vorschreiben. Die von Ihnen geschilderte Situation ist mithin registerrechtlich unerheblich. Ich bezweifle allerdings, dass es klug wäre, die veralteten Briefbögen weiter zu verwenden.
Mit freundlichen Grüßen
gezeichnet ,Soundso‘
Rechtspfleger

Ein Vorgang mit Wiederholungscharakter

Hätten wir das also auch geklärt. Jetzt muss nur noch irgendwann der DLV handeln, dessen Mühlen, wie dieses Beispiel wieder lehrt, sehr laaangsam und außerordentlich träge mahlen. Irreperabel ist jedoch das höchst fragwürdige Geschäftsgebaren, das in der freien Wirtschaft Konsequenzen nach sich ziehen würde. Übrigens hat es einen solchen Vorgang schon einmal beim Präsidenten-Wechsel von Prokop auf Kessing gegeben.