Offene "Westfälische" der Senioren im Hammerwurf eine Farce

(Porta Westfalica/Krefeld, 03. Juni Mai 2019) Da behaupte noch einer, die Hammerwerfer/innen führen innerhalb der schon mit größtmöglicher Geringschätzigkeit behandelten Spezies von Stoß/Wurf ein zusätzlich verschärftes Stiefmütterchen-Dasein. Denn: Elitärer geht es ja kaum. Bei den erstmals ausgegliederten Offenen Westfälischen Hammerwurf-Meisterschaften am vorigen Samstag im fernen, zu Niedersachsen grenznahen Porta Westfalica waren sie völlig unter sich. Ironie bei Seite: Das war eine Farce, hätte spätestens beim Bekanntwerden der Meldezahlen (insgesamt zehn Startwillige bei all den Altersklassen) abgesagt werden und in die NRW-Hammerwurf-Meisterschaften am 20. Juni 2019 in Olfen integriert werden müssen. Das wäre obendrein auch für potenzielle Interessenten vom Nordrhein (keine Teilnehmer), die stets einen hohen Anteil bei den „Westfälischen“ stellen, geografisch günstiger gewesen.

Gaststarterin Wendy Kohlhaas erzielte die herausragende Leistung
 
Manch eine/r hatte die Melodie erkannt und mit einer Nachmeldung Mut zur Lücke. Es blieb dennoch mit zehn Senioren und sieben Seniorinnen eine nahezu in jeder Beziehung erbärmliche Solo-Meisterschaft. Geradezu bezeichnend, dass der Titel in der M70 für 12,11 m zu haben war. Blamabel, echt zum Fremdschämen! Dafür bedarf es normalerweise keine Griffs und Drahts, das ist allenfalls eine passable Kugelstoß-Weite in dieser Klasse.
Es passte förmlich wie die Faust aufs Auge oder den Deckel auf'm Pott, dass für eine ansprechende Leistung schon eine Anleihe bei der außer Konkurrenz startenden mehrfachen niederländischen Meisterin, ehemaligen 65-Meter-Werferin und Olympia-Teilnehmerin Wendy Kohlhaas (*1980) aus Groningen genommen werden musste, die für eine Vierzigerin in Lauerstellung respektable 58,46m erzielte.
Mit der nachfolgenden Verlinkung öffnet sich die zwangsläufig sehr überschaubare Ergebnisliste.