Insbesondere im digitalen Zeitalter gilt mehr als je zuvor: Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen...

Glosse

Neben der Spur

(Übach-Palenberg/Krefeld, 12. Oktober 2018)
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Wer kennt ihn nicht und hätte ihn nicht in Kindertagen auf sich bezogen schon einmal gehört, diesen Anfang eines Sprichwortes unbekannter Herkunft?! Nur mit der Umsetzung hapert es bisweilen, selbst wenn man ihn schon seinen eigenen Sprösslingen vorhält. Das wissen wir zwar im konkreten Falle nicht, ob es sich um einen Vater oder eine Mutter handelt. Allerdings kommt der zuständige „Webmaster“ des SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach-Palenberg bei  Aachen mit der Online-Ergebnisliste vom Abschlusswerfertag am 29.September, wenngleich dieses Jahres, nicht aus dem Knick. Das ist immerhin schon sehr bald zwei Wochen her.
Was wir indes genau wissen, dass die Veranstaltung stattgefunden hat. Denn relativ zeitnah, wie es sich für ein digitales Medium gehört und auch für die Ergebnis-Übermittlung angemessen wäre, haben wir aufgrund eigener telefonischer Recherche berichtet, dass der Klub-Gründervater Peter Speckens (*1935), der längst alle administrativen Aufgaben in andere Hände übergeben hat und dafür keine Verantwortung trägt, mit seinem Resultat im Hammerwurf der M80 zum Saisonausklang sehr zufrieden war. Das würde der Gentleman in kurzen Hosen hier und heute sicherlich nicht zur „Entdeckung der Langsamkeit“ seines einstigen sportlichen Ziehkindes konstatieren.
Unsererseits nehmen wir mit „Kleinhirn an Großhirn: Ärgern!“ eine Anleihe bei Otto Waalkes und vergeben  die höchste virtuelle „Auszeichnung“, den Mann im Mond mit Schlafmütze. Im Übrigen kann sich so manch anderer Verein und Verband diese glossierende Geschichte mahnend an den Spiegel stecken.