Ein persönlicher Nachruf zum Tode von Günter Schollmayer

(Mainz/Krefeld, 09. Juli 2018) Vergangenen Freitag habe ich die traurige Todesnachricht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung gelesen, dass Günter Schollmayer (*21.07.1932) vom ESV Mainz überraschend am 29.Juni 2018 verstarb. Die Trauerfeier und Beisetzung fand bereits im engsten Familienkreise statt. Insbesondere war der vielfache Deutsche-/Europa-/Weltmeister der Senioren über 100m, im Weitsprung, Hochsprung, mit Kugel, Diskus und Speer bei seinen, den mit ihm älter werdenden Generationen bekannt. Denn er ist quasi ein Späteinsteiger gewesen, begann mit der Senioren-Leichtathletik erst ab der M60. Aufgrund seines Sprint- und Sprungtalents stieß er jedoch schnell in die Spitze vor, war bei seinen Mitbewerbern ein ge- und beachteter Kontrahent: Immer ganz vorn zu sehen, auch mit Altersklassen-Bestleistungen, dabei stets bescheiden, zurückhaltend und bodenständig geblieben.
Noch unlängst hatte ich mit ihm gesprochen. Er deutete an, dass er aus gesundheitlichen Gründen keine Wettkämpfe mehr bestreiten werde. Sein Sohn sagte mir in einem Kondulenz-Telefonat, dass sein Vater an den Spätfolgen einer Berufskrankheit (Asbest) erlegen sei. Für mich natürlich auch sehr traurig, da wir uns als Mainzer Bürger seit Jahrzehnten gekannt und sehr gut über die Leichtathletik hinaus verstanden haben.
Doch so ist das Leben, der Tod gehört dazu.