Sommeranfang setzt ein Signal für mehr Bewegung in Mutter Natur

Kolumne

Moment mal

(Krefeld, 21. Juni 2018)
Ein Blick auf das Datum und das kalendarische Wissen darum lehrt uns, dass heute Sommeranfang ist. Der fängt allerdings am linken Niederrhein in der einstigen Samt- und Seidenstadt Krefeld alles andere als verheißungsvoll an. Während ich diese Zeilen kurz nach dem Frühstück und der ersten Zeitungslektüre des umfangreichen Sportteiles, natürlich von der Fußball-WM in Putin-Land, schreibe, regnet es bei einer Temperatur von 18 Grad Bindfäden. Der Absturz ist gewaltig. Denn gestern waren es bei strahlendem Sonnenschein bis zu 28 Grad. Da schlägt nicht nur der Stoffwechsel fortgeschrittener Semester Purzelbäume. Und zwar nicht vor Freude. Wenn auf etwas Verlass ist, dann darauf, dass auf das Wetter kein Verlass ist. Allerdings lagen die Prognosen der diversen Menschgewordenen Wetterfrösche ausnahmsweise mal richtig. Insofern trifft es uns Niederrheiner nicht völlig unvorbereitet.
So habe ich dann nach meiner allmorgendlichen freiwilligen Pflicht dieses Medium zu bedienen und ein wenig Lesestoff zu füllen kurzerhand umdisponiert: Statt Kugelstoßtraining auf meinem von prachtvollen Eichen gesäumten schnuckligen Wurfplatz der altehrwürdigen Hubert-Houben-Kampfbahn in unmittelbarer Nachbarschaft Krefelds grüner Lunge, dem Stadtwald mit der historischen Galopprennbahn (im Innenfeld mit einem 9-Loch-Golfplatz), werde ich halt beim  Krafttraining im Power Gym in Uerdingen ein bisschen „Eisen biegen“.

Im doppelten Wortsinne: Draußen gibt es Luft für Ideen

Doch weg von persönlichen Be- oder Empfindlichkeiten, zurück zum Sommer, zurück zu Mutter Natur (manches ist eben doch ganz ohne Gender-Wahn weiblich). Egal ob mit oder ohne Regen. Denn nirgendwo erholen wir uns besser als draußen. „Sich bewegen, etwas entdecken, ins Weite blicken – das alles kostet nichts und beugt sogar Krankheiten vor“, heißt es in einem Beitrag von Nicole Lücke im AOK-Magazin „Vigo – gesund leben“. Ein paar weitere Schlagworte: Wir brauchen einen Ausgleich – Grün wirkt auf die Gesundheit – Der Mensch ist ein Outdoor-Typ – Draußen gibt es Luft für Ideen. Und zitieren wir noch den großen deutschen Dichter,  Denker und Naturforscher Johann Wolfgang von Goethe: „Es geht nichts über die Freude, die uns das Studium der Natur gewährt.“
In diesem Sinne einen zauberhaften Sommeranfang und viele schöne Stunden in freier Wildbahn!