Ein Hammer mit China-Krachern löste in Hessen große Empörung aus

(Neu-Isenburg/Krefeld, 15. Juni 2018) Drei Chinesen mit dem Kontrabass saßen auf der Straße und erzählten sich was. Dieses deutsche Kinderlied aus der Mitte des 20.Jahrhunderts kann nun neu interpretiert werden. Diesmal kamen sie auf einen Wurfplatz und hatten China-Kracher dabei. Nämlich bei den Hessischen Meisterschaften im Hammerwurf in Neu-Isenburg. Während eines Trainingsaufenthaltes in Hessen schlossen sie sich mal schnell dem TV Fränkisch-Crumbach an und nahmen an den Titelkämpfen teil. Nicht etwa außer Konkurrenz, sondern voll integriert mit allen dazugehörigen Weihen ausgestattet. So wurden dann schlussendlich aus dem Trio aus Fernost zwei zu Landesmeisterinnen und eine zur Vizemeisterin gekürt. Das löste unter den Platzierten, Zuschauern, Vereinsvertretern, den Printmedien und selbst an der Spitze des Verbandes verständlicherweise allgemeine Empörung aus. Da hat derjenige, der das letztlich zu verantworten und genehmigt hat ein kapitales Eigentor geschossen. Ein (juristisches) Nachspiel, um beim während einer Fußball-WM passenden Sprachbild zu bleiben, ist nicht ausgeschlossen.

Ein Affront für EU-Ausländer mit Lebensmittelpunkt in Deutschland

Ungeachtet dessen zeigen wir von LAMPIS vorweg schon Flagge. Das ist fürwahr ein echter Hammer. Salopp formuliert: Die Verantwortlichen spinnen, so etwas gestattet zu haben. Das muss den seit vielen Jahren hier zu Lande lebenden EU-Ausländern mit deutschem Startpass wie ein gewaltiger Schlag ins Gesicht vorkommen, die seit Januar 2017 nicht mehr bei Deutschen Senioren-Meisterschaften vollinhaltlich startberechtigt sind. Allenfalls mit einer Sondergenehmigung außerhalb der Wertung und nicht mit der etwaigen Durchqualifizierung für Endläufe/-kämpfe. Und im genannten Falle kommen mehr zufällig drei Chinesinnen aus dem Nationalkader daher, denen das obendrein am Allerwertesten vorbeigehen dürfte, und werden mal eben mit Medaillen und Urkunden geschmückt.
Unglaublich, aber wahr! Wohlverstanden: Gegen ihren Start außerhalb der Meisterschaftswertung, sogar mit sechs Versuchen, hätte kein normal tickender Leichtathlet etwas einzuwenden gehabt. Ganz im Gegenteil!