Sportsch(l)au: Mit Pausenmanager zu mehr Leistung und Lebensqualität

(Köln/Krefeld, 13. Juni 2018) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ sowie anderen Publikationsplattformen an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 97. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.

Unser Gehirn folgt den ganzen Tag hindurch unserer genetisch vorgegebenen Leistungskurve. Um effektiv und erfolgreich zu sein, braucht es deshalb einer Pausenkultur von etwa 70 bis 90 Minuten in unserem Alltag. Mit „Meinem Pausenmanager“ bewusst zu mehr Leistung und Lebensqualität.

Dem Tief vorbeugen oder entgegenwirken

< Telefonieren im Stehen stärkt die Beinmuskulatur und lässt das Blut zirkulieren
< Viel Wasser trinken hält den Stoffwechsel auf Trab
< Treppe statt Aufzug benutzen
< Zwischendurch Recken und Strecken
< Wenn möglich zur Arbeit gehen oder das Fahrrad nutzen
< Nach dem Mittagessen einen (kurzen) Gang um den Block

Energie tanken / Blitzentspannung

> Viermal zügig eine Treppe rauf und runter, das baut Stress ab und bringt den Kreislauf in Schwung
> Nach vorne beugen und versuchen, die Füße zu berühren, diese Position 5 bis 10 Sekunden halten;
   anschließend Wirbel für Wirbel wieder aufrichten
> An der frischen Luft bewusst in den Bauch ein- und ausatmen; den Vorgang viermal wiederholen

In der Tiefphase zu vermeiden

< Keine wichtigen Entscheidungen in der Mittagszeit treffen. In dieser Phase ist die Leistungsfähigkeit reduziert
   und es fällt schwerer zu urteilen.