Frank O.Hamm wird als Kaputtreformierer in die DLV-Annalen eingehen

Kommentar

Unter uns gesagt

(Darmstadt/Aachen/Krefeld, 26. April 2018)
Als Erfinder der Team-DM mit Joker, Streichergebnis und automatischer Qualifikation des Vorjahressiegers muss der DLV-Leiter Wettkampforganisation Frank O.Hamm aus Aachen nach fünf Jahren kleinlaut eingestehen, dass seine damaligen Hirngespinste, bar jeglichen leichtathletischen Verständnisses, in allen Bereichen annulliert und zurückgenommen wurden. Bereits im Einführungsjahr 2014 für diese neue Regelung gab es beim DAMM-Endkampf in Essen ein breit gefächertes Unverständnis der wirklichen Experten. Die meisten Siegermannschaften in den verschiedenen Altersklassen hätten getrost in zwei Disziplinen niemand an den Start bringen können, um letztendlich doch noch deutscher Meister zu werden. Dies war ausschließlich dem Erneuerer von eigenen Gnaden dieser nicht einmal ansatzweise durchdachten Regelung zu verdanken. Ein Jahr später wurde der Schwachsinn vom DLV-Verbandsrat gegen den ausdrücklichen Willen von Hamm zumindest bei den Senioren wieder abgeschafft. Eine weise Entscheidung!

DMM bereits seit 2016 passé, DJMM fiel im Vorjahr aus

Nachdem der DMM-Endkampf für Männer und Frauen in 2016 zwar terminiert war, wurde er trotzdem wegen Mangel an teilnehmenden Mannschaften gestrichen. Was für ein Wunder?! In den Jahren 2017 und 2018 wurde die DMM erst gar nicht in den Rahmenterminplan aufgenommen. Somit ist dieser traditionsreiche Mannschaftswettbewerb das Opfer des Kaputtreformierers aus dem Westen der Republik geworden. Doch damit nicht genug: Die Zahl der teilnehmenden Mannschaften im Jugendbereich ging jedes Jahr sukzessive zurück. Im Jahr 2017 ist auch die DJMM des männlichen und weiblichen Nachwuchses diesen Spinnereien anheimgefallen und fand nicht statt.
Irgendjemand beim DLV, Hamm kann es kaum gewesen sein, muss sich dann doch einmal Gedanken gemacht haben, warum der einstmals blühende und beliebte Teamwettbewerb in der Individualsportart Leichtathletik in fast allen Bereichen darniederliegt. Der höchst fragwürdige und in vielen Belangen anfechtbare Anhang 3 der DLO wurde komplett gestrichen. Bravo DLV!

Ein mutmaßlicher Ideenschmied in Wahrheit ein Totengräber

Es wurde angekündigt, dass alle Regeln für einen DJMM/DAMM in der jeweiligen Ausschreibung veröffentlicht werden. Und siehe da: Auch bei den Jugendlichen gibt es nun keinen Joker und kein Streichergebnis mehr. Die erzielten Leistungen werden auch dort wieder mit der nationalen Punktewertung berechnet. Die DMM der Männer/Frauen ist ja sowieso seit zwei Jahren Geschichte und wird nicht mehr terminiert. Das hindert aber Herrn Hamm nicht daran, die DMM in der DLO zu belassen. Somit ist mit Fug und Recht zu konstatieren, dass der „Ideenschmied“ aus der einstigen Kaiserstadt, in der auch der Karnevalsorden wider den tierischen Ernst verliehen wird (wäre er Prominenter, könnte er ein Kandidat sein), mit den von ihm ers(p)onnenen Änderungen im Mannschaftssport in allen Bereichen grandios gescheitert ist. Wieso er allerdings im November 2017 in seinen Ämtern (er ist auch DLV-Vizepräsident) bestätigt worden ist, erschließt sich dem normalen Betrachter nicht. Versager bleiben offensichtlich nicht nur in der Politik in Amt und Würden.

Hamm war seinem Verfallsdatum voraus

Es bleibt zu hoffen dass er sich irgendwann mal wieder an seine Aussagen von 2010 erinnert: „Ich stelle mir nicht vor, mit Siebzig noch im Präsidium zu sitzen. Irgendwann werde ich erkennen, dass die Ideen ausgehen, dass die Eigenmotivation nicht mehr so da ist.“ Höchst bedauerlich, dass er die schon viel früher eingetretenen Zeichen der Zeit nicht erkannt hat. Deshalb wäre es sehr wünschenswert, dass sich dieser Totengräber des leichtathletischen Mannschaftssports einmal der Öffentlichkeit stellt, Nähe zu seinen „Untertanen“ zeigt.
Vorschlag zur Güte: Wie wäre es mit einem Besuch beim DAMM-Finale am 22.September 2018 im hessischen Baunatal, um da Rede und Antwort zu seinen Missetaten zu stehen?