Sprinter Karl-Heinz Buß tritt nächsten Montag seine finale Reise an

(Dormagen/Krefeld, 22. Mai 2019) Müßig zu erwähnen, dass ich Laudationes zu allen möglichen Anlässen, vorwiegend runden Geburtstagen von in der Leichtathletik-Szene bekannten Persönlichkeiten, lieber schreibe als Nachrufe. Aber auch das gehört nun einmal zum Hand- und Kopfwerk eines Journalisten, wird jedoch zu weit mehr als Chronistenpflicht, wenn man den Menschen über Jahrzehnte gut gekannt hat, ihn schätzte, mit ihm zusammen so manchen Mannschaftswettkampf in der DAMM und sogar Staffelläufe bestritt, aber durchaus auch in der und für die Sache vehement kontrovers diskutiert hat.
Nun muss ich also leider und schweren Herzens seinen Tod vermelden, dem ich an dieser Stelle vor nicht einmal zwei Jahren ein rhetorisches Geburtstagsständchen zur Vollendung seines 80. Lebensjahres gewidmet habe. Sprinter und Viertelmeiler (*19.07.1937) Karl-Heinz Buß vom TSV Bayer Dormagen in der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen ist vorgestern Abend um 19.44 Uhr 81-jährig für immer von uns gegangen. Dies teilte seine Witwe Dr. Gerta van Oost in einem Brief stellvertretend über Herbert E.Müller zur Weiterleitung an seine vielen Sportfreunde mit. Wer dem Verstorbenen die letzte Ehre auf seiner finalen Reise erweisen möchte: Die Trauerfeier findet kommenden Montag, 27.Mai 2019, ab 10 Uhr in der Dormagener Christuskirche, Ostpreußenallee 5, statt.
Für die bessere Erinnerung an ihn mehr zu Karl-Heinz Buß in der schon genannten Laudatio unter diesem Link.

Erste Zwischenbilanz auf dem Weg ins Münchner Finale der Team-DM

(Krefeld, 21. Mai 2019) Mittlerweile haben an fünf von nach jetzigem Kenntnisstand zwölf Schauplätzen (siehe Fenster Veranstaltungen) Qualifikationsdurchgänge und Landes-/Verbandstitelkämpfe zur Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) stattgefunden. Dabei sind 52 Teams an den Start gegangen. Das ist sicherlich bereits mehr als die Hälfte, die sich an diesem traditionsreichen Wettbewerb (Vorjahr 92) beteiligen werden. Also durchaus angezeigt, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Der hat sich unser Gastautor und ausgewiesene DAMM-Experte Dieter Krumm in einer Fleißaufgabe für die interessierten Lampis-Leser sowie nicht zuletzt die teilnehmenden Vereine/Startgemeinschaften mit Blick auf den schlussendlich angestrebten Einzug in das Finale der Team-DM am 21.September 2019 in München angenommen.
Es zeichnet sich auch sehr zu Freude des örtlichen Gastgebers LG Stadtwerke München ab, dass in allen neun Klassen (fünf männlich, vier weiblich) jeweils die Höchstzahl der sechs punktbesten Mannschaften das Ticket in die Bayern-Metropole lösen dürfte. Diesmal besonders begehrt, da es sich für bekennende „Feierbiester“ mit einem Besuch des Oktoberfestes (Auftakt am selben Tag) verquicken ließe. Eine Sieger- oder Frust-Fete auf der Wiesn das hat doch was! Schließlich hält sich die Zahl der Medaillen-Gewinner und der Platzierten dahinter exakt die Waage.

DAMM-Rangliste 2019, Zwischenstand 20. Mai 2019 (52 Mannschaften)
 

Senioren

M30:
1. Stg Saale-Express 8.889 Punkte, 2. StG Nutrixxion Masters 8.768, 3. StG Essen-Rhede 8.424, 4. StG Lingen-Nordhorn-Osterbrock 8.137, 5. LAV Elstertal Bad Köstritz 8.118, 6. StG Markkleeberg-DHfK-TSC Leipzig 7.885, 7. StG Planeta-Elbland 7.381.
M40:
1. StG Planeta-Elbland 9.280, 2. LG Neiße 9.046, 3. StG Südbaden 9.010, 4. StG Ostwestfalen-Lippe 8.510, 5. StG Planeta-Elbland 7.293.
M50: 1. StG Essen-Rhede 9.712, 2. StG Markkleeberg-DHfK-TSC Leipzig 9.530, 3. StG Rhein-Sieg Senioren 9.464, 4. LG Eder 9.390, 5. LG Kreis Verden 8.503, 6. StG SF Neukieritzsch 6.905.
M60: 1. StG Hünxe-Bedburg-Duisburg  7.627, 2. StG Werter/Brackwede/Kirchlinde 7.187, 3. LG Kreis Verden 6.845, 4. LAG Obere Murg 6.317, 5. LG Neiße 5.726, 6. StG Markkleeberg-DHfK-TSC Leipzig 5.400.
M70: 1. StG Hünxe-Bedburg-Duisburg 7.103, 2. LG BEC 6.910, 3. Pulheimer SC 6.644, 4. LG Neiße 6.058.

Seniorinnen

W30: 1. StG Brinkum-Barßel-Friedrichsdorf 6.586 Punkte, 2. StG Regio Aachen 6.482, 3. StG Ruhr-West 6.353, 4. StG Nutrixxion Masters 6.258, 5. StG AG Vorwärts Frankenberg 5.961, 6. StG Planeta-Elbland 5.485.
W40: 1. LG Neiße 6.025, 2. TSV Bayer 04 Leverkusen 6.015, 3. StG SF Neukieritzsch 5.823, 4. TSV 1850/09 Korbach 5.742, 5. LC Paderborn 5.738, 6. TSV Trittau 5.453, 7. LAV Elstertal Bad Köstritz 5.372, 8. StG Planeta-Elbland 4.805.
W50: 1. StG SF Neukieritzsch 5.619, 2. LG Kreis Verden 5.415, 3. DJK BW Annen 5.309, 4. StG Markkleeberg-Torgau-Taucha 5.205, 5. StG Breisgau Team 5.065, 6. FC Erzgebirge Aue 4.870.
W60:1. LG Neiße 5.488, 2. Düsseldorfer Turnverein 5.475, 3. StG Hamburg-Harburg 5.310, 4. StG Pulheim-Straberg 3.850.

DAMM in Baden: M70 der LG BEC büßte zum Vorjahr satte 402 Punkte ein

(Kirchzarten/Krefeld, 20. Mai 2019) Wiewohl vorher bekannt, ging es vorigen Samstag bei den Badischen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren*innen sehr beschaulich zu. Lediglich vier Teams in ebenso vielen verschiedenen Klassen bewarben sich um den ohnehin von vorherein feststehenden einsamen Titelgewinn, aber vor allem um ein Ticket zum Finale um die Team-DM der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) am 21.September 2019 in München. Das Unternehmen dürfte aller Voraussicht mit einem Blick zurück auf 2018 für die W40 der Stg Breisgau-Team (5.065 Punkte) und die M60 der LAG Obere Murg (6.317) als gescheitert angesehen werden. Wenngleich der vorjährige Ranglisten-Erste nach der Qualifikation (7.312), die LG BEC, um satte 402 Zähler hinter diesem Resultat zurückblieb, müssten jene aktuellen 6.910 Punkte dennoch für einen Platz unter den besten Sechs reichen. Denn gerade in der obersten Altersetage bei diesem Wettbewerb müssen auch die anderen Vereine und Startgemeinschaften bei fehlender „Blutauffrischung“ mit Nachrückern des Jahrganges 1949 Einbußen hinnehmen. Bangen muss wohl noch die M40 der Stg Südbaden, ob deren 9.010 Punkte noch so eben für die Endkampf-Teilnahme genügen. – Alle Zeiten – Höhen – Weiten der Teilnehmer/innen unter diesem Link.

Fünf Teams aus Sachsen-Finale an die Spitze der DAMM-Rangliste

(Neukieritzsch/Krefeld, 20. Mai 2019) Mächtig was los im mit etwas über vier Millionen Einwohnern vergleichsweise kleinen Bundesland Sachsen bei der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM). Wenngleich drei der insgesamt 25 gemeldeten Teams gestern beim 26.Sächsischen Landesfinale in Neukieritzsch mit Gästen aus Thüringen (2) und Sachsen-Anhalt (1) aus nicht bekannten Gründen fehlten, gaben sich immerhin 22 die Ehre. Das sind  per Saldo beachtliche sechs mehr als beim Team-Endkampf Anfang Mai in Emmerich im fast viereinhalbmal größeren Nordrhein-Westfalen (17,91 Millionen). Offenbar erfreut sich das Mannschaftserlebnis durch Bildung vieler Startgemeinschaften in Sachsen besonderer Beliebtheit. Als Nebeneffekt daraus gab es bis auf die Alleinstellungsmerkmale in den jeweils obersten Alterssegmenten (W60, M70) in diesem klassischsten Wettbewerb der Senioren*innen überall sonst bei der Auseinandersetzung Frau gegen Frau und Mann gegen Mann einen unmittelbaren Konkurrenzkampf um die Titel. Bei der W40 und M30 waren es sogar jeweils vier Bewerber, bei der W50 und M30 derer je drei. Das macht Laune, da kommt ein echtes Wettkampfgefühl auf.

Siebenkämpferin Ulrike Hiltscher musste auch über 3000 Meter ran

Damit es nicht zu einem Börsenbericht ausartet, bei dem profan Zahl an Zahl gereiht wird, müssen wir uns ungeachtet der journalistischen Prämisse „Namen sind Nachrichten“ personell gesehen bei dem Wust an Resultaten notgedrungen auf ein paar Einzelheiten beschränken. Die an sportlicher Schwerstarbeit gewöhnte Siebenkämpferin Ulrike Hiltscher (*im Bild) von der LG Neiße wurde indes Ungewöhnliches in der W60 abverlangt. Unter Verzicht auf den Weitsprung (es dürfen nur drei Einzeldisziplinen bestritten werden) musste sie neben den 100 Metern (15,48 sec.) und dem Kugelstoßen (8,60m) auch über 3.000 Meter (15:59,47 min.) ran, der ihr als von der Schnellkraft kommenden Athletin wie ein Marathonlauf vorgekommen sein muss. Versteht sich, dass sie als „Stubenälteste“ vom Jahrgang 1952 auch in der abschließenden Sprintstaffel (62,60 sec.) ihre Frau stand und zur besten Punktesammlerin ihrer Mannschaft avancierte. Vermutlich überhaupt.

Spannendes Kugelstoß-Duell zwischen Carmen Grell und Uta Teuber
 
Ein spannendes Duell auf recht hohem Niveau gab es im Kugelstoßen der W50. Das knapp bessere Ende hatte die freilich vier Jahre jüngere Lokalmatadorin Carmen Grell (*1962) aus Neukieritzsch gegen Uta Teuber (*1958/bereits W60) von der TSG Markkleeburg mit 11,34 zu 11,27m für sich.
Allemal noch bemerkenswert, dass sich aus dem Sachsen-Finale insgesamt fünf Teams (W40 und 60 der LG Neiße, W50 Stg SF Neukieritzsch, M30 Stg Saale-Express und M40 Stg Planeta-Elbland) an die die Spitze der von DAMM-Experte Dieter Krumm zusammen gestellten vorläufigen Rangliste nach fünf Durchgängen mit 52 Mannschaften setzten. – Alle Ergebnisse aus Neukieritzsch.

Ein Projektteam musste den geistigen Unfall von Hamm reparieren

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Darmstadt/Krefeld, 19. Mai 2019)
 Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing. Demzufolge erwartet kein Mensch von DLV-Mediendirektor Peter Schmitt, dass er das eigene Nest beschmutzt. Aber ein Hauch von Selbstkritik hätte seinem Beitrag auf der Verbandsnetzseite zu dem unsäglichen Gezerre um die klassische, abschließende Sprintstaffel mit dem Hin und Her mal außer-, dann wieder innerhalb der Deutschen Meisterschaften der Männer/Frauen gut zu Bildschirm gestanden. Holen wir nach, was er bei seinem aufoktroyierten Friede-Freude-Eierkuchen-Beitrag versäumt hat.

Eine erbärmliche, hochnotpeinliche Provinzposse um die Staffelwettbewerbe

Es war eine erbärmliche, hochnotpeinliche Provinzposse mit stark vergröbert und gerafft wiedergegebener 
Chronologie von raus, rein, abermals raus und nunmehr doch wieder rein in die Kartoffeln. Und wer war der verantwortliche Regisseur dieses Schmierentheaters? Der „Kleine-gerne-Groß“ Frank O. „Napoleon“ Hamm (im Bild), der sich DLV-Leiter Wettkampf-Organisation und Vize-Präsident nennen darf. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der für ungeheuer innovativ haltende Mann mit spinnerten, hirnrissigen Ideen als Totengräber der hiesigen Leichtathletik zu verdingen versucht. Glücklicherweise wussten es Dritte mit zum Teil wütenden Protesten und geharnischten Reaktionen meist, aber nicht immer zu verhindern.

Wenn einer nicht mehr weiter weiß, dann bildet er ’nen Arbeitskreis

Und wenn einer nicht mehr weiter weiß, dann bildet er halt ’nen Arbeitskreis. Diesmal war es ein so genanntes Projektteam, das den geistigen Hamm’schen Unfall (vorerst) repariert hat. Mehr dazu und eine tabellarische Aufstellung wann, wo und welche Staffel-Wettbewerbe 2019 stattfinden werden unter diesem Link.
Schlussendlich bleibt jedoch die nicht nur von Lampis gestellte Frage, wie lange dieser selbst verliebte „Querkopf“ noch mit einsamen Entscheidungen sein Unwesen beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) mit Sitz in Darmstadt treiben darf?
Denn auch respektive gerade ein Ehrenamt sollte ein bestimmtes Anforderungsprofil haben, das der Inhaber auszufüllen vermag. Ansonsten  ist er eben fehl am Platze, sollte seinen Hut nehmen oder den Stuhl vor die Türe gesetzt bekommen. So einfach könnte das sein.