Dasselbe Prozedere wie jedes Jahr: Österreich, Klappe, die siebte

(Zalaegerszeg/Krefeld, 22. Juli 2019) Insbesondere bei Team-Wettbewerben verbieten sich offenbar heutzutage Schnellschüsse. Das war bei vielen Resultaten bis hin zu Landesmeisterschaften bei der DAMM zu beobachten und nunmehr beim „8. Interstate Masters“ Samstag im ungarischen Zalaegerszeg unweit vom Balaton (Plattensee). Also müssen wir entgegen unserer ersten Information in unserem gestrigen Beitrag konstatieren: Alles auf Anfang! Es hatten sich bei der Punkteberechnung wohl mehrere kleine Fehler eingeschlichen, die bei knappem Ausgang in Summe das Endergebnis beeinflussten. Nach entsprechender Korrektur war es zu guter (?) Letzt wie beim „Diner for one“ mit Miss Sophie und ihren Butler James: The same procedere as every year (Dasselbe Prozedere wie jedes Jahr).
Österreich, nicht Tschechien, gewann beim achten Senioren-Sechs-Länderkampf nunmehr zum siebten Mal in Folge den von EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin aus Ahlen gestifteten und wie „every year“ an Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer aus Wien überreichten Wanderpokal. Da es sich bis auf die Bekleidung sehr ähnelt, die beiden Herren nur unmerklich gealtert sind, die vom Staub befreite Trophäe sich garantiert nicht geändert hat, möge das Foto von 2018 in unserer Vorschau als Vergleichsobjekt dienen.  
Obwohl wir nix dafür konnten, aber dennoch der Überbringer falscher Botschaften stets der Depp zu sein pflegt, fassen wir uns im Weiteren kurz, veröffentlichen den – hoffentlich richtigen – Endstand und verweisen ansonsten auf den späteren Beitrag nebst Ergebnisliste auf www.oelv.at.
Gesamtergebnis: 1. Österreich 389 Punkte (Frauen 191, Männer 198), 2. Tschechien 385 (193, 192), 3. Ungarn 349 (179, 170), 4. Slowenien 260 (122, 138), 5. Kroatien 170 (93, 77), 6. Schweiz 167 (81, 86)

Da schwappte aus "America first" eine üble Story über den großen Teich

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(San Diego/Vaterstetten/Krefeld, 21. Juli 2019) Während sie hier zu Lande auf den einschlägigen Senioren-Netzseiten und selbst im Lokalteil der Landausgabe der unverdächtigen, angesehenen Süddeutschen Zeitung zum Karriere-Kehraus des 80-jährigen Guido Müller vom TSV Vaterstetten bei München Heldenverehrung betreiben (darin konnten und wollten wir nicht vorbehaltlos einstimmen), schwappt über den großen Teich aus von Präsident Donald Trump so betitelten America first eine „Fake News“ (?) über den großen Teich. Der sich gerne als investigativer Journalist bezeichnende Ken Stone aus San Diego verbreitete vorigen Montag auf seinem Internet-Portal masterstrack.blog ganz starken Tobak der Marke ungenießbar. Er brachte in „bittersüßen Nachrichten“ den Stein ins Rollen gehört haben zu wollen, dass Müller an Demenz leiden würde. Original-Wortlaut in englischer Sprache: „I had heard that Guido has been suffering from dementia.“  (Ich habe gehört, dass Guido an Demenz leidet).

Persönlichkeitsrechte von Guido Müller aufs Gröbste verletzt

Da stellt sich zwangsläufig spornstreichs die Frage woher und von wem Stone das gehört haben will? Gewiss nicht von Müller persönlich! Bei uns läuft so etwas unter Latrinengerücht – und in diesem konkreten Falle übelster Sorte. Konju
nktiv: Einmal rein fiktiv unterstellt, dass es stimmen sollte, ginge es hier nicht um eine simple Muskelzerrung, die bei Erwähnung ohne ehrenrührig zu sein nicht ausdrücklicher Zustimmung des Betroffenen bedürfen würde. Gerade bei Sportlern nehmen es sogar (Team-)Ärzte mit ihrer Schweigepflicht nicht so ganz genau (wieso eigentlich?). Doch hierbei würde es sich um eine schwerwiegende Erkrankung handeln, bei deren Veröffentlichung zwingend das Einverständnis des- oder derjenigen erforderlich wäre. Schließlich gibt es in unserer Republik so etwas Elementares wie Persönlichkeitsrechte. Die Würde des Menschen ist unantastbar, sagt bereits Artikel 1 unseres von vielen beneideten sowie häufig kopierten und nie erreichten Grundgesetzes.

Bei dem präsidialen Vorbild ist von seinen Bürgern nicht viel zu erwarten

Aber im einstmals gelobten Land der unbegrenzten (Un-)Möglichkeiten, den Vereinigten Staaten von Amerika, ist eh alles anders. Da tritt bereits die Karikatur eines Präsidenten Recht und Gesetz mit Füßen. Was soll da schon großartig von seinen Bürgern erwartet werden, die ein solches Vorbild haben?!
Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen einen zauberhaften Sonntag und eine kurzweilige 30. Kalenderwoche im allmählich für unsere Klientel immer tiefer werdenden sportlichen Sommerloch!

Drei tolle Alternativen für Verweigerer der vielfach verpönten EM

(Faro an der Algarve/Amstetten/Bellinzona/Krefeld, 20. Juli 2019) Ob der unmöglichen, genau genommen unzumutbaren Begleitumstände zu den dezentralen Senioren-Europameisterschaften vom 05. bis 15.September 2019 in Jesolo, Eraclea und Caorle an der italienischen Adriaküste 41, 43 und 80 Kilometer hinter Venedig (siehe diesen Beitrag) haben die vielen folgerichtigen EM-Verweigerer unter unseren Stammbesuchern noch zeitliche und finanzielle Ressourcen. Und siehe da, flattert uns über den Äther gerade von Tourismus-Direktor Paulo Castro aus Faro an der Algarve in Portugal eine Information zur Weitergabe an unsere geschätzte Leserschaft ins Haus.
Nicht zuletzt für Nostalgiker, die dieses herrliche Fleckchen Erde mit noch viel mehr Meer, nämlich dem Atlantik, in unterschiedlicher Nachbarschaft zur Hoteltüre längst für sich entdeckt haben. Denn das Sport- und Beach-Resort Alfamar in Acoteas bei Albufeira, dereinst Zweit-Wohnsitz vom „Herrn der Ringe“ Lars Riedel, schließt im Januar 2020 seine Pforten. Der Alternativen gibt es jedoch reichlich unter www.sport-travel.pt.
Und da wir gerade schon dabei sind Auswahlmöglichkeiten aufzuzeigen, haben wir für solche, die nicht auf Wettkämpfe in Kombination mit Tourismus verzichten wollen, noch zwei vorzügliche Angebote im Portfolio: Die Internationalen Österreichischen Masters-Meisterschaften am 24./25.August in Amstetten bei Linz und am 22.September 2019 das mit einer Wiedereinweihung des generalsanierten Stadions verbundene 19.Internationale Masters-Meeting in Bellinzona (Schweiz). Ein unter Insidern absoluter Geheimtipp, der es logischerweise jetzt nicht mehr ist. Beide Hochkaräter nebst Verlinkung in unserem Schaufenster „Veranstaltungen“.

Interstate Masters: Tschechien entthronte Seriensieger Österreich

(Zalaegerszeg/Krefeld, 21. Juli 2019) Immer wieder Kaviar wird irgendwann fad und langweilig. Das lässt sich getrost auch auf die herrlichste Nebensache der Welt übertragen – den Sport. Seriensieger Österreich war es fast selber schon ein wenig peinlich, sechsmal hintereinander das gestern im ungarischen Zalaegerszeg mit wechselnden Schauplätzen nunmehr zum achten Male ausgetragene Interstate Masters gewonnen zu haben. Ohne dass sie mit gezinkten Karten gespielt hätten (wobei es schon ein paar Kunstgriffe gab), schließlich wollen Sportler immer gewinnen, ging der allgemeine Wunsch nach Veränderung in Erfüllung. Nach einer erst in den abschließenden Staffelwettbewerben entschiedenen außerordentlichen spannenden Auseinandersetzung setzte sich Tschechien in diesem Senioren-Sechs-Länderkampf mit Ungarn, Österreich, Slowenien, Kroatien und der Schweiz in der Gesamtwertung von Männern und Frauen mit winzigen zwei Punkten vor dem Pokalverteidiger aus diesmal nicht „Felix Austria“ (Glückliches Österreich) durch.

Ungar Fábián Zoltán warf grandiose 70,75 m mit dem 6-Kilo-Hammer

Der hammerwerfende Mannschaftskapitän Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien trug es als „Gentleman in kurzen Hosen“ mit Fassung. „Es war ein unglaublich schönes Teamerlebnis“, ließ uns „Gassi“ in einer E-Mail von heute Nacht 00:47 Uhr mit dem Versprechen wissen, dass er später Details folgen lässt. Vorab können wir jedoch schon einen Auszug aus der umfangreichen Ergebnisliste (eine Verlinkung ist leider noch nicht möglich) beitragen: Der Ungar Fábián Zoltán (*22.04.1969) warf in der M50 grandiose 70,75m mit dem Sechs-Kilo-Hammer. Gassenbauer (M60; 5 kg) erzielte mit der neuen Saisonbestleistung von 58,09m (bisher 56,98m) die metrisch zweitbeste Leistung aller 16 in und außerhalb der Länderkampf-Wertung angetretenen Hammerwerfer aus sechs Nationen.

Senioren-Sechs-Länderkampf erlebt morgen in Ungarn die achte Auflage

(Zalaegerszeg/Krefeld, 19. Juli 2019) Bekanntlich ist der Senioren-Drei-Länderkampf Deutschland – Frankreich – Belgien vom DLV wegen latenter, fast schwindsüchtiger Finanznot (es scheitert entgegen sonstiger unverantwortlicher Geldvernichtung an vergleichsweise bescheidenen 8.000 Euro) im Vorjahr nach der zehnten Auflage zu Grabe getragen worden. Wie sinnig, das kleine Jubiläum zum Ausklang mit einem Beerdigungsbankett zu verbinden.
Derweil zeigen uns so genannte kleinere (Leichtathletik-)Nationen, wo Bartl den Most holt. Das dereinst vom früheren Weltklasse-Diskuswerfer Geza Valent (Tschechien) und damaligen EVAA-Präsidenten Dieter Massin aus Ahlen in Westfalen 2011 aus der Taufe gehobene „Interstate Masters“ feiert hingegen fröhliche Urständ‘. Dieser mittlerweile achte Senioren-Sechs-Länderkampf zwischen Ungarn – T
schechien – Österreich – Slowenien – Kroatien – Schweiz geht morgen im Rahmen einer Sportplatz-Einweihung im ungarischen Zalaegerszeg nahe Heviz am malerischen Balaton (Plattensee) über die Bühne. Natürlich mit den beiden einstigen Initiatoren am Rande der Bande.

Echtes Gemeinschaftserlebnis in über die Klassen gemischten Teams
 
Dass pfiffige an diesem internationalen Vergleichskampf, dass aus der Not eine Tugend gemacht worden ist. Da die „Kleinen“ nicht in bestimmten Klassen durchgängig komplette konkurrenzfähige Mannschaften stellen können, wurden durch einen ausgeklügelten Altersklassen-Faktor (nicht modelresults 2010) gemischte Teams von M/W 35 aufwärts möglich gemacht. Obendrein noch eine echtes Gemeinschaftserlebnis und Zusammengehörigkeitsgefühl. Titel- und Pokalverteidiger der von Massin gestifteten Trophäe ist Österreich, dass unter dem hammerwerfenden „Playing Captain“ Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien sechsmal in Serie gewonnen hat.
Natürlich gilt der hehre Grundsatz, wonach der Bessere gewinnen soll. Aber ein Wechsel würde auch die „ewigen“ Platzierten bei Laune halten. Vielleicht sind ja diesmal die Hausherren dran, die schon 2018 hoch gehandelt worden sind und letztlich Dritte wurden. Übrigens: Während allenthalben und allerorten bei internationalen Wettkämpfen händeringend nach Ausrichtern gesucht wird (bei uns auch national), stehen mit der Schweiz (2020) und Österreich (2021) die beiden nächsten Gastgeber bereits länger fest. So können zusätzlich alle Beteiligten frühzeitig in die Pflicht genommen werden. Wobei wir von G.G. aus W. wissen, dass es mehr eine Ehre ist, auf die sich alle Jahr für Jahr riesig freuen.