Ulf Timmermann und Johann Stein feiern heute Geburtstag

  • Drucken

(Krefeld/Berlin/Hagen, 01. November 2015) Ob nun purer Zufall oder eine Laune der Natur – es fügt sich, dass zwei bekannte bis sehr prominente Werfer von einst und jetzt an Allerheiligen geboren worden sind: Kugelstoß-Olympiasieger Ulf Bèla Timmermann (*1962) aus Berlin und Drehstoßer Johann Stein (*1951) aus Hagen in Westfalen. Bei allen Vorbehalten, die für Spitzenleistungen von ehemaligen DDR-Athleten durchaus angebracht und bei Timmermann mittlerweile als nachgewiesen anzusehen sind, ist er gleichwohl der bis ins Heute hinein trotz eines Werner Günthör (Schweiz), Tomasz Majewski (Polen) und „Wunderknabe“ David Storl aus Leipzig der herausragende Interpret der klassischen Perry O’Brien-Technik. Zahlreichen Lehrbildreihen dient(e) der einstige Ost-Berliner als leuchtendes Beispiel. Dazu war der Modell-Athlet (1,95m groß, 118 Kilo „leicht“) der erste Mensch der Welt, der am 22. Mai 1988 mit 23,06 Meter die Kugel über die für unüberwindbar gehaltene 23-Meter-Marke stieß. Den Weltrekord überbot 1990 der US-Amerikaner Randy Barnes, ein Drehstoßer, um sechs Zenitmeter auf 23,12 Meter. Diese Marke hat immer noch Bestand. Wobei wir bei aller ansonsten gebotenen Vorsicht in diesem Falle getrost davon ausgehen können, dass sich auch der US-Boy nicht allein von Naturprodukten im biologischen Anbau ernährt hat. Der Olympiasieger von 1996 in Atlanta (USA) wurde gleich zweimal des Dopings überführt und letztlich lebenslänglich gesperrt, ohne dass ihm der Weltrekord aberkannt worden wäre. Timmermanns Europarekord hat ebenfalls Gültigkeit. Da gab es, unabhängig vom fehlenden Nachweis zum Zeitpunkt des Rekords, schon andere Vorgehensweisen.  
Derartigen Vorwürfen sieht sich der für den TV Werther startende Johann Stein (im Bild) selbstverständlich nicht ausgesetzt. Allerdings ist er leistungsmäßig etwas tiefer und vom Alter her höher anzusiedeln. Der Westfale feierte seine größten Erfolge bei den Senioren bis hinauf zu nationalen Titelehren. Das allerdings überwiegend mit dem Diskus, den er in der M60 über 50 Meter beförderte und bei der Senioren-DM 2011 in Minden in einem hochkarätigen Duell mit 51,33m den favorisierten, jedoch hypernervösen Gerd Sieben vom ASC Dortmund auf den Silberrang (50,18m)  verwies.
Wie sein Geburtsjahr unschwer erkennen lässt, wechselt er im nicht mehr sehr fernen 2016 in die Altersklasse M65. Da wird er dann wieder nach diesjähriger Abstinenz im direkten Vergleich auf den unwesentlich jüngeren Wahl-Dortmunder Sieben (*1950) aus Holzwickede bei Unna treffen.