DLV-Vize Matthias Reick musste eine neuerliche Schlappe hinnehmen

(Krefeld/Peking, 21. August 2015) „Was wollen Reick?“, würde vermutlich der Kult gewordene ehemalige Fußball-Trainer Giovanni Trappatoni aus Bella Italia fragen. Die Antwort liefern wir: Am Amte hängt's, zum Amte drängt’s. Aber was um Himmels willen und in Teufels Namen zieht DLV-Vizepräsident Matthias Reick (im Bild) aus Achim bei Bremen mit aller Macht in das Cross Country Committee des Weltverbandes IAAF? Der Mann ist national für den Bereich Allgemeine Leichtathletik (Breitensport) zuständig, mithin auch für die Senioren/innen. Nach dem untauglichen Versuch von vor vier Jahren in Daegu (Südkorea) in diesen Ausschuss zu gelangen, schmierte er nunmehr beim IAAF-Kongress in Peking erneut ab. Beim ersten Wahlgang erhielt er lediglich 48, beim zweiten nur noch 44 von insgesamt 207 Delegierten-Stimmen. Ob wie dereinst beim ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer seine eigene darunter war, vermögen wir nicht zu konstatieren. Aber zumindest dies, dass Asien, abgesehen von einer feudalen Dienstreise nach Gutsherrenart als KdF-Maßnahme (= Kosten der Firma respektive aller angeblich 850.000 Mitglieder des Dachverbandes), kein gutes Pflaster für ihn darstellt. Das eint den „Vize“ mit seinem „Steuermann“ Clemens Prokop, der bei der Council-Kandidatur zweimal ähnlich deutlich Schiffbruch erlitt (wir berichteten).
Vielleicht probiert es Reick 2019 ja noch einmal. Auf dem Jahrmarkt und im Vorkampf zu technischen Disziplinen hat man schließlich auch drei Versuche. Das sollte Pöstchenjägern ebenfalls zugestanden werden.