Deutsche Sprak, schwere Sprak: Zwei schöne Stilblüten gepflückt

(Krefeld/Lyon, 11. August 2015) Deutsche Sprak, schwere Sprak, lautet eine geflügeltes Wort aus Fremder Mund. Englisch ist offenbar auch nicht so "easy" aus Fremder Mund oder Tastatur. Es passt allerdings trefflich zu der Diskussion bei der Regionalsitzung der EMA/EVAA während der Senioren-WM in Lyon (wir berichteten) hinsichtlich - hier - Qualität und Quantität der Verbandsnetzseite. Da ist nunmehr in einer fett geschriebenen Überschrift zu lesen: Judges und Volenteers – the heard of the Championship. Wie bitte? Heard ist die Ableitung von hear, bedeutet soviel wie hören, hörte, vernahm, gehört. Vielmehr müsste es durch „heart“ für Herz ersetzt werden. Dann macht es Sinn. Kann, muss aber kein simpler Schreibfehler sein. Andererseits ist es bezeichnend, dass der „Black-Forest-Teacher“ Kurt Kaschke aus Freudenstadt im Schwarzwald in seinem Präsidium mittlerweile dermaßen isoliert ist, dass ihn niemand auf diesen Fauxpas aufmerksam macht.
Noch eine Stilblüte gefällig? Herzlich gerne! Der Chef-Legastheniker in der Senioren-Spielecke des DLV-Portals schreibt zum wiederholten Male mit konstanter Bosheit „Gewichtswurf“. Und das ist kein Tippfehler. Er weiß es einfach nicht besser, obendrein ist "Meister Flunker" unbelehrbar. Die Disziplin nennt sich Gewichtwurf. Es heißt ja auch nicht Speerswurf, Hammerswurf und Kugelsstoßen. Wohl Diskuswurf. Aber das aus der Antike stammende Sportgerät nennt sich eben Diskus. Noch ein zusätzlicher, kostenfreier Nachhilfeunterricht: Es gibt auch Zierfische dieses Namens. Nicht Gewichtwurf, sondern Diskus.
Host mi (das ist jetzt bayrisch)? Vermutlich nicht (siehe unbelehrbar)!