Peinlich: Zehnkampf-Weltrekord in der M50 ausgerufen, der keiner war

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Kolumne

Moment mal

(Málaga/Krefeld, 07. September 2018) Wann hört diese elendige, untragbare und völlig haltlose Pfuscherei endlich auf? Die Weltmeisterschaften der Senioren im spanischen Málaga hatten kaum begonnen, da demaskiert sich die „Lord-Siegel-Bewahrerin der Rekorde“, Sandy Pashkin aus dem Land der vermeintlich unbegrenzten (Un-)Möglichkeiten ein weiteres Mal als (Ver-)Pfuscherin. Sie, die vor Ort ist, deklariert eine Leistung des Deutschen Thomas Stewens aus Bad Vilbel als Zehnkampf-Weltrekord (siehe Ergebnisliste). Für sie, die US-Amerikanerin aus Eugene in Oregon, sind 8.068 Punkte von Stewens in der M50 neuer Weltrekord. Das wurde denn auch noch bei der Siegerehrung zu allem Überfluss- und Überdruss marktschreierisch mehrsprachig durch Nennung über die Stadion-Lautsprecher besonders hervorgehoben. Peinlich!

Fast drei Jahre alten Weltrekord noch nicht erfasst!

Wieder einmal zeigt sich, wie dilettantisch und oberflächlich diese Rekord-Verwalterin mit ihren Listen umgeht. Ja, es ist gar verachtend, wie sie ihre Mission (nicht) handhabt und sich allenfalls gelegentlich zu einer Aktualisierung herablässt. Denn seit Oktober 2015 (!!!) hält der Franzose Jean-Luc Duez diese globale Bestmarke in besagter Kategorie mit 8.106 Punkten. Fast nunmehr drei Jahre lang hat die Kommunikation zwischen Pashkins Komitee-Kollegen Ivar Söderlind (Schweden) nicht geklappt (siehe Seite 18 der Europarekordliste mit dem Zusatz WR), hat diese Hüterin von Unrecht und Unordnung diesen Rekord schlichtweg ignoriert.

Perkins und Jungmann spielen derweil Blinde Kuh

Es ist schlechterdings ein Skandal, dass diese Person nicht nur vom WMA-Präsidenten Stan Perkins (Australien) gestützt wird, der mit Ablauf dieser Meisterschaften sein Amt sowie seine Tätigkeit auf Verbandskosten als
Miles and More"-Weltenbummler und Turbanträger aufgibt, sondern auch von der Vize-Präsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen verehrt und gefördert wird. Gleichwohl hatte Jungmann noch unlängst Besserung bei der Statistik versprochen. Doch das geschah zweifelsohne mit klarem Kalkül auf ihre Kandidatur zum Präsidentenamt.

Bei Söderlind und Rehpenning nachschlagen

Insider sind immer noch gut beraten, wenn sie die WMA-Rekordliste nie und nimmer zu Rate ziehen, sondern bei Ivar Söderlind bei der European Masters Athletics (EMA) nachschlagen und sich bei Bernd Rehpennings „Top Ten“ den letzten Stand plus der Entwicklung abzurufen (siehe
Ewige" Weltbestenliste). Dieses Werk von Rehpenning hält einschließlich der Windverhältnisse alles fest, die übrigens in Málaga bei den Ergebnislisten im Mehrkampf mehr als lückenhaft sind. Derweil schaut Sandy Pashkin tatenlos zu. Das wiederum kann sie in Vollendung, die Unvollkommene.

Hat der Pfusch ab morgen ein Ende?

Bei der morgigen Generalversammlung der World Masters Athletics (WMA) wird sich unter anderem entscheiden, ob dieser unsägliche, haarsträubende Pashkin-Pfusch ein Ende haben wird. Allzu sehr sollte sich indes niemand darauf versteifen.