Nunmehr haben wir die Boykottierung durch den LVN "amtlich"

(Duisburg/Krefeld, 17. November 2017) Vordergründig war ich Mittwochabend als aktiver Kugelstoßer bei der Seniorentagung. So auch ordentlich und ordnungsgemäß angemeldet. Als Sportjournalist und Betreiber dieser Netzseite mit dem nicht unberechtigten Anspruch eine Art Online-Zeitung zu sein hätte ich zu der nicht öffentlichen Sitzung auch keinen Zutritt gehabt. Zumal ich in der letztgenannten Eigenschaft neuerdings beim gastgebenden Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN), der ich genommen auch ein kleines bisschen bin, respektive seinen handelnden hauptamtlichen Angestellten als „Persona non grata“ (unerwünschte Person) auf dem Index stehe.
Es liegt in der Natur der Sache, dass sich diese Gemengelage nicht immer strikt und fein säuberlich voneinander trennen lässt. Weder für mich, noch viele weniger für Dritte, die beides gerne mal in einem im Ergebnis ungenießbarem Brei in einen Topf werfen. Das müsste ich nicht erwähnen, mache ich aber als allgemeinen Anschauungsunterricht dennoch: Bei dem abschließenden, gelegentlich spannenden Punkt „Verschiedenes“ unternahmen einige wenige den untauglichen Versuch mir pauschalisierend (immer schlecht, nicht alles gegeneinander abzuwägen) wegen meiner/unserer angeblich allzu kritischen Berichterstattung verbal ans Bein zu pinkeln.

Ein völlig haltloser, abwegiger Vorwurf

Einer, der LAMPIS zufällig entdeckt habe, folglich keinen fundierten Überblick hat,  machte konkret mir gar den völlig absurden Vorwurf, ich habe den einzigen Kandidaten für das an diesem Wochenende beim  DLV-Verbandstag neu zu wählenden Präsidenten-Amt für den scheidenden Clemens Prokop auf meiner „Postille vorverurteilt“. Das indes hat der Oberbürgermeister Jürgen Kessing aus Bietigheim-Bissingen ganz alleine hinbekommen. Er ist bei einer Autofahrt zu nächtlicher Stunde mit etwas mehr als1,1 Promille Alkohol am Steuer von der Polizei erwischt worden. Das hat ihm einige Monate Fahrverbot und ein erkleckliches Bußgeld eingebracht. Dabei hat er noch Glück im selbst verschuldeten Unglück gehabt, dass er ein bis dahin unbescholtener Bürger war. So hat die Staatsanwaltschaft bei dem jenseits von 1,1 Promille vorliegenden Straftatbestand von einer Anklage abgesehen.

Prinzip von Ursache und Wirkung gilt es zu beachten

Darüber wurde im so ziemlich gesamten deutschen „Blätterwald“, analog und digital, bis hin zu angesehenen, über jeden Verdacht der Sensationslust erhabene Zeitungen wie zum Beispiel die „Süddeutsche“ und „Frankfurter Allgemeine“ in großen, bebilderten Beiträgen berichtet. Aber damit es auch wirklich jeder mitbekommt, hat sich obendrein mit der „Bild“ und „Express“ der Boulevard genüsslich auf dieses Thema gestürzt. Das wir mit unserem bescheidenen Nischenengagement bei etwa täglich 1.500 Lesern auf den schon fahrenden Zug gesprungen sind, hing aus absolut nachvollziehbaren Gründen damit zusammen, dass der seither nicht mehr völlig unbescholtene Mann vollkommen ungerührt an seiner Kandidatur festhält. Nebenbei bemerkt bezeichnet das selbst DLV-Mediendirektor Peter Schmitt als – sinngemäß – bedenklich.
Also stets das Prinzip von Ursache und Wirkung nicht aus den Augen zu verlieren. Das gilt nicht nur in diesem Falle. Noch Fragen?

Beklagte Umgangsformen selber mit Füßen getreten

Gerne direkt an mich (siehe Fenster Kontakt). Das hätten andere besser auch gemacht. Meinerseits habe ich den LVN eine E-Mail, nichts anderes als ein elektronischer Brief, geschickt und nachgefragt, weshalb ich unter seinen Bannstrahl gefallen bin. Erst als ich bei angemessener Antwortfrist keine Reaktion darauf erhielt, habe ich diesen Umstand öffentlich gemacht (siehe nachfolgenden Beitrag). LVN-Mitarbeiterin Petra Bous sah sich nunmehr gemüßigt „coram publico“ nachzutreten, dass dies mit der missliebigen Berichterstattung zusammenhänge. Und – nun wird’s richtig interessant – nicht einmal den Verband Nordrhein betreffend, der zumeist gut wegkäme. Also schlicht und ergreifend sind wir in Sippenhaftung genommen worden.
Das Prozedere ist, wenngleich ich ein dickes Fell habe und es ab kann, nicht die feine englische Art und genauso wenig damenhaft. Einerseits werden mir/uns mangelnde Umgangsformen vorgeworfen, die jedoch selber nonchalant mit Füßen getreten werden.

Nur wer bisweilen überzeichnet, kann vielleicht etwas bewirken

Ehe noch der falsche Geruch einer Rechtfertigungsarie aufkommt: LAMPIS mit seinen namenhaften Gastautoren vom Fach und mir versteht sich in erster Linie als Interessenvertretung der Senioren-Leichtathleten, wollen aber auch informieren und unterhalten. Da wird auf Fakten bezogen in die Dialektik und Didaktik ganz bewusst eine klare Sprache gewählt. Denn nur wer bisweilen überzeichnet, kann vielleicht etwas bewirken. Dass das nicht immer jedem gefällt, im Übrigen mitunter auch nicht gefallen soll, ist so klar wie das Amen in der Kirche. Unter dem Anspruch es allen recht machen zu wollen treten wir erst gar nicht an. Denn das ist eine Kunst, die keiner kann. Auch haben wir niemals behauptet, das allein Seligmachende zu verkünden. Jedem seine Meinung, uns aber auch. Und im Zweifelsfalle hat jede/r die Freiheit zur Schonung seiner Nerven und seines Blutdruckes unsere Netzseite nicht zu lesen. So einfach wäre das.
Das mal so zum besseren Verständnis untereinander.