LVN hat Tischtuch eines partnerschaftlichen Miteinanders zerschnitten

Kolumne

Moment mal

(Duisburg/Leverkusen/Krefeld, 12. November 2017)
Bei uns wird bekanntlich nicht nur wegen der Rechtschreibung „Service“ am Wortanfang groß geschrieben. So haben wird bei Meisterschaften jedweder Art mit dem Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) in Duisburg als Schirmherrn die Meldestatistiken nach Vereinen sowie Klassen und Disziplinen veröffentlicht. Die sind nicht etwa in mühseliger Kleinarbeit mit Excel-Dateien in Heim- und Eigenarbeit von uns selber erstellt worden. Die haben wir vielmehr auf schriftliche oder fernmündliche Bitte hin kurzfristig von der jeweils handelnden Person beim LVN erhalten. Entgegen der bisherigen Gepflogenheiten zu den Offenen NRW-Winterwurf-Meisterschaften der Senioren/innen in Leverkusen erstmals nicht. Auch auf die erinnernde E-Mail-Nachfrage keine Reaktion, also folglich keine Begründung für das ignorante Verhalten.

Eigene Glaubwürdigkeit ist auch noch etwas wert

Der Schluss liegt nahe, bei irgendwem oder gar in Sippenhaft in Ungnade gefallen zu sein. Eine reine Mutmaßung, dass denen unsere – vollauf berechtigte – öffentlich gemachte Kritik an der kruden, wild durcheinander gewürfelte Meldeliste nach dem Zufallsgenerator zum Finale der Team-DM Anfang September 2017 in Kevelaer sauer aufgestoßen ist. Nur werden bei wir entsprechenden Fakten, die hier eindeutig waren, im Zuge der Gleichbehandlung den heimischen Verband nicht von einer negativen Wertung ausnehmen, was wir bei jedem anderen bemängeln, und uns dem Vorwurf der Kumpanei aussetzen. Die eigene Glaubwürdigkeit ist auch noch etwas wert.

Erbetene Stellungnahme einfach verweigert

Bei einem Vorgang zuvor wurde die Stellungnahme zu dem weitergeleiteten Anliegen etlicher Werfer/innen (wird sind nun einmal die wahre Interessenvertretung der Aktiven; und das gerne) das Kugelstoßen beim NRW-Winterwurf in den Adelsstand eines Meisterschaftswettbewerbes zu erhöhen schlicht verweigert. Das alles hat mit Anstand, Stil und guten Manieren herzlich wenig zu tun. So das überhaupt noch einer Erwähnung bedurfte. Hilfreich wäre es immerhin zu erfahren, welcher ungeheuerlichen Verfehlung wir uns angeblich schuldig gemacht haben sollen. Anderseits wurde das oftmals ausgeschüttete Lob (zuletzt siehe diesen Link) stets anstandslos hingenommen. Kein Einwand, nicht so stark auf die Honigtube zu drücken.

Kindischer Boykott trifft vor allem die Leser und Aktiven

Übrigens: Die Glückseligkeit und der Antrieb unseres Nischenengagements von und nicht nur für Senioren-Werfer/innen hängt nicht vom Wohlwollen des LVN ab. Denn mit diesem kindischen Boykott trifft der vor allem die täglich rund 1.500 Leser unserer Netzseite, meist Aktive, denen er fortan interessante zusätzliche Informationen vorenthält.
Allerdings war es uns wichtig klarzustellen, dass der LVN es ist, der nach jahrzehntelanger vertrauensvoller Zusammenarbeit (schon zu Zeiten als ich noch für die Rheinische Post tätig war), symbolisch das Tischtuch mit dem Verfasser dieser Zeilen zerschnitten hat.