Ausdehnung der Titelkämpfe eröffnen "Miles & More-Präses" neue Reisen

(Breslau/Freudenstadt/Krefeld, 06. September 2017) So langsam lässt der präsidiale  Reise- und Sonnenkönig Kurt Kaschke aus Freudenstadt im Schwarzwald den Schwarzen Kater (oder Peter) aus dem Sack. Begonnen hat alles in diesen Tagen mit der Veröffentlichung aller Protokolle der EVAA-/EMA-Generalversammlungen seit seinem Amtsantritt 2012. Im Vorjahr verschwand ein Teil dieser auf der Netzseite der European Masters Athletics (EMA) hinterlegten Dokumente. Brisante Aufzeichnungen, die belegen konnten, dass die eigenmächtige Verlängerung seiner Amtszeit illegal war. Jetzt sind alle Protokolle nachzulesen, und sie belegen das satzungswidrige Verhalten des 62-jährigen Schwarzwälders. Doch das ist jetzt alles Schnee von gestern.

Einsame Entscheidung des Schwarzwälders

Dafür kommt der manipulierende Narzisst mit einer Neuerung um die Ecke: Die Ausdehnung der Meisterschaften. Obwohl per Satzung festgehalten, umgeht er diesen Paragrafen und lässt Meisterschaft um Meisterschaft zu. Das Ganze beginnt am kommenden Sonntag mit der ausgegliederten Marathonmeisterschaft im polnischen Wroclaw (ehemals Breslau). Einen Beschluss einer Generalversammlung gibt es dazu nicht. Dafür ist K.K. aus F. aber General genug, um diese Genehmigung als einsame Entscheidung selber auszusprechen. So werden sich nach der Meldezahl mutmaßlich 483 Marathonis in Schlesien tummeln, und der Reisekönig wird sich in der ihm eigenen Selbstverständlichkeit die Gelegenheit nicht entgehen lassen, seinen „Miles & More-Account“ aufzubessern. Dieses Mal völlig legitim, da er ja der oberste Repräsentant der EMA ist und dazu keinen Präsidiumsbeschluss benötigt.


Und die Karawane zieht weiter…

Und die Karawane zog/zieht weiter. Bereits am vergangenen Samstag war ein „Athletics Meeting“ in Gavardo am Gardasee (Italien), für den 16.September 2017 ist ein „Internationales Masters Meeting“ im schweizerischen Bellinzona anberaumt. Man(n) gönnt sich ja sonst nichts.
Dass Team-Wettbewerbe ihren Reiz haben,  wussten vor Jahren schon die Briten, die mit Niederländern und Belgiern in friedlicher Absicht die Klingen kreuzten. Nach dem Ende dieser Senioren-Länderkämpfe griffen Franzosen und Deutsche diese Vergleichsidee auf, der sich die Belgier anschlossen. Alles ohne Diktat und Werbung der EMA. Genauso wie die „Interstate Masters“, die kürzlich in Ptju (Slowenien) bei der sechsten Auflage sechs Nationen am Start sah und die in himmlischer Ruhe und ohne EMA-Einflussnahme über die sportliche Bühne ging (wir berichteten).

Noch eine weitere Meisterschaft, als stünden die Ausrichter nur so Schlange

Nun versucht der kontinentale Dachverband diesen Beispielen folgend seinem „Präses“ eine neue Reisemöglichkeit zu eröffnen, indem er ohne Beschluss der Generalversammlung klammheimlich eine solche Team-Konkurrenz installieren und in Bälde als Meisterschaft propagieren will. Als würden die potenziellen Ausrichter nur so Schlange stehen.
Das wird dem EMA-Chef jedoch nicht schwer fallen Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn bei Manipulationen hat er in Aarhus allen Anwesenden gezeigt, dass er dieses Metier wie kaum ein Zweiter aus dem Effeff beherrscht.