Schwachsinn mit Methode feiert fröhliche Urständ

(München/Krefeld, 15. Juni 2014) Mag eine Sache noch so undurchdacht sein, es gibt offenbar immer noch eine Steigerung. So schrieb unser vorzugsweise hammerwerfender gelegentlicher Gastautor Albert Fichtner aus München zu unserem Beitrag „Ein in Stein gemeißelter Zeitplan mit vielen Ungereimtheiten" nicht ohne eine gehörige Prise Ironie: „Es wird bei den Offenen Westfälischen Seniorenmeisterschaften in den Altersklassen M 30/35 die lange Zeitspanne zwischen dem Diskuswurf (10.00 Uhr) und Kugelstoß (16.00 Uhr) beklagt, ohne zu bedenken, dass der Veranstalter dabei nur das Wohlergehen der Athleten im Auge hat. Er will ihnen eine ausreichend lange Regenerationszeit ermöglichen. Wie immer, ist Bayern hier vorbildlich und geht noch einen Schritt weiter, liegt der jeweilige Wettkampfbeginn Kugelstoß – Diskuswurf bei unseren Seniorenmeisterschaften in der M30/35 doch fast acht Stunden auseinander und, man lese und staune, bei den Altersklassen M 55, 65 und 70 kommen die Teilnehmer sogar in den Genuss einer 24-stündigen Erholungsphase: Kugelstoß am Samstag, Diskuswurf am Sonntag.“
Da wird dann obendrein die Ökonomie und Ökologie mit Füßen getreten. Oder die heimischen Tourismus-Betriebe am Veranstaltungsort Eisenfeld sollen durch Übernachtungs- und Verpflegungskosten promotet werden. Eine halbwegs vernünftige Ausrede lässt sich schließlich immer finden. Selbst wenn der Schwachsinn augenscheinlich Methode hat und fröhliche Urständ feiert…