Seniorensprecher Hermes Paradebeispiel für "Mehr Schein als Sein"

Glosse

Neben der Spur

(Jülich/Krefeld, 28. Januar 2017)
Mehr Schein als Sein. Das trifft auf geradezu vorbildliche Weise auf den gewählten Interessen-Vertreter der Senioren-Leichtathleten, Alfred „Alf“ Hermes (*1946) aus Jülich im Rheinland zu. Als insofern öffentliche Person in einem Ehrenamt muss er sich Wohl oder Übel gefallen lassen, dass ihm mit einer gesunden Portion Argwohn auf die angewachsene Festplatte und die Tastaturfinger geschaut wird. Dies auch bei dem Nebenschauplatz, dass er eine Verharmlosungs-, Abkupferungs- und Verlinkungsnetzseite betreibt. Was seine mannigfaltigen Versäumnisse in seiner offiziösen Funktion als Papiertiger ohne Sitz und Stimme angeht, haben wir das häufig genug gebetsmühlenartig zum Schlechten gegeben. Leider erfolglos. Angeblich liest er zur Schonung seines arg strapazierten Nervenkostüms und seines Blutdruckes Lampis nicht. Selbst wenn wir geneigt wären das glauben, was schwerfällt, da er mangels eigener Ideen häufig über die Dörfer geht und gelegentlich auch bei uns thematisch „klaut“, gibt es genug weitere Personen, die ihm in der jeweiligen Sache etwas zu- oder antragen. Aus Gründen des Informanten- und Vertrauensschutzes nennen wir nach gutem journalistischem Brauch selbstverständlich keine uns sehr wohl bekannten Namen. Die Quellen sollen schließlich erhalten bleiben. Wenngleich wir den Verrat hassen, so lieben wir doch die Verräter.

Vernachlässigt seine eigentliche Baustelle

Aber dem auf Gedeih und Verderb nirgendwo anecken wollenden, folglich zum Scheitern verurteilten Diplomaten in kurzen Hosen ist Deutschland, selbst Europa, zu klein. Er macht sich auf seinem Internet-Portal in Geschäftsführung ohne Auftrag in mehrteiligen Beiträgen zum „Sprachrohr“ der Mastersszene in den USA und Afrika. Dabei wäre das Daheim zu beackernde Feld (von wegen Versäumnisse) schier unerschöpflich. Ganz „nebenbei“ schwang er sich zum Tourismus-Beauftragten von eigenen Gnaden der Elfenbeinküste auf, legte dem darob staunenden Volk eine Rundreise mit einem Start bei den Afrika-Meisterschaften der Masters ans Herz und den vermeintlich prall gefüllten Geldbeutel. Fatal und einfältig zugleich, von sich auf andere zu schließen.
Dann hat er noch für den reisewütigen und sehr guten betuchten „Oldie“ mit ganz viel Fernweh, der womöglich erst im Oktober/November 2016 im australischen Perth weilte, die offenen kanadischen Senioren-Hallenmeisterschaften am 11./12.März in Toronto sowie anschließend die Senioren-Weltmeisterschaften unter dem Hallendach vom 19. – 25.März 2017 in Daegu (Süd-Korea) als Quotenknüller in seinem Portfolio. Die naheliegende Senioren-Hallen-DM mit Winterwurf am 04./05.März 2017 in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt ist zwar nicht in seinem Werbeprogramm, ist ja auch nur hier zu Lande, ließe sich jedoch vorher zur Abrundung und Vollendung des Triples zeitlich noch prima einbauen.

Ein Starter-Lehrgang um endlich den Knall zu hören

Und nun haben wir in unserer außerordentlichen Güte und Barmherzigkeit exklusiv für ihn, Hermes, den göttlichsten aller Götterboten, eine exorbitante Empfehlung: Er sollte bei seiner innig geliebten „German Athletics Association“, auch als Deutscher Leichtathletik-Verband bekannt, deren/dessen linientreuer Vasalle (natürlich international im kulturell selbstverleugnenden Germany-Trikot gewandet; siehe oben) der 70-jährige Rheinländer aus der einstigen Reaktorstadt ist, einen Starterlehrgang besuchen. Damit er endlich den Knall hört.
Ob es allerdings die Akustik allein richtet, darf füglich bezweifelt werden. Wäre indes schon mal ein Anfang.