Es hagelte anscheinend Beschwerden zur Altersdiskriminierung des DLV

(Fürth/Berlin/Krefeld, 11. August 2022) Fast war es so etwas wie Duplizität der Ereignisse. Wurf-Allrounder und Veranstalter Gerhard Zachrau (*1949) vom RKS Phoenix Mutterstadt hatte in einem Gast-Kommentar auf LAMPIS (siehe Link) die zunehmende Altersdiskriminierung durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bitter beklagt. Völlig unabhängig davon schrieb genau deswegen ein Senioren-Leichtathlet des LAC Quelle Fürth (nicht der vehemente DLV-Kritiker Dieter Krumm)  Politiker Frank Ullrich von der SPD als Vorsitzenden des Sportausschusses des Deutschen Bundestages in Berlin mit der Bitte an, sich dieser Thematik anzunehmen. Mittlerweile erhielt er darauf zumindest schon einmal einen Zwischenbescheid des Inhalts, dass Ullrich explizit dazu dermaßen viele Anschreiben bekommen habe, dass es noch eine gewisse Zeit brauche, detailliert zu antworten.

Geldverschwendung ist ebenfalls ein Thema

Übrigens liegt dem früheren Weltklasse-Biathleten und ehemaligen langjährigen Biathlon-Bundestrainer (1998 – 2010), also ein Top-Mann der Basis, eine weitere Beschwerde eines profunden Leichtathletik-Kenners zur „wundersamen“ Geldverschwendung des DLV von öffentlichen Mitteln vor (wir berichteten). Bislang ebenfalls noch ohne seine Stellungnahme. Der 64-jährige Thüringer hat halt sehr viel zu tun, muss er doch die gesamte Sportpallette abdecken. Womöglich will er sich diesbezüglich auch mit dem Bund der Steuerzahler kurzschließen, der in seinem Schwarzbuch vieler roter Zahlen angeblich den DLV gelistet hat und auf dem Kieker haben soll.
Der Gegenwind wird im Interesse der Sache für den Dachverband erfreulicherweise schärfer.

Größtes Sportereignis auf deutschem Boden seit 1972 wird heute eröffnet

(München/Krefeld, 10. August 2022; 16:15 Uhr) Aus Anlass des Jubiläums 50 Jahre Olympische Spiele von 1972 in München findet heute Abend (Beginn 18.30 Uhr) im Olympiapark die kleine Eröffnungsfeier ohne Prunk, Protz und Pomp zu den European Championships Munich 2022 statt (siehe Veranstalter-Netzseite). Es ist das größte multiple Sportereignis auf deutschem Boden seit jenen Sommerspielen. Während dem 11. bis 21.August kämpfen im friedlichen Wettstreit 4.700 Sportler/innen aus neun Sportarten in 177 Entscheidungen um Ruhm, Ehre, Titel und Medaillen bei diesen kontinentalen Meisterschaften. Lediglich – darauf liegt unsere Betonung – eine davon ist die Leichtathletik vom 15. bis 21. August im alt-ehrwürdigen Olympiastadion. Der nationale Dachverband DLV nennt es in der ihm eigenen Überheblichkeit und Selbstüberschätzung „das Herzstück“ dieser Titelkämpfe.

Nicht allein der Fisch stinkt zuerst vom Kopf

Das ist selbstverständlich ausgemachter Nonsens. Da gibt es schon noch ein paar andere Hingucker und Publikumsmagneten mit Beachvolleyball, Kanu-Rennsport, Klettern, Radsport, Rudern, Turnen, Tischtennis und Triathlon sowie Para-Rudern und Para-Kanu. Dies umso mehr (Humbug eben), dass mit der vermeintlichen olympischen Kernsportart hier zu Lande kein Staat mehr zu machen ist. Das haben erst jüngst die Weltmeisterschaften in Eugene/Oregon (USA) hinlänglich und in aller schonungslosen Deutlichkeit bewiesen. Das müssen wir nicht alles rekapitulieren, darüber haben wir ausführlich berichtet und noch einen weiteren Nachdreher in der Hinterhand.
Nur noch so viel: Mit der stetig zunehmenden Machftülle des heutigen DLV-Vorstandsvorsitzenden Cheick-Idriss Gonschinska (*16.12.1968 in Leipzig/DDR) über Cheftrainer (ab 2012), Direktor Leistungssport (2016 bis 2019) und Generaldirektor (bis April 2021) ging es mit der deutschen Leichtathletik in Spitze wie Breite kontinuierlich bergab. Das kann kein Zufall sein. Bemühen wir deshalb einmal mehr die Binsenweisheit und Bildsprache, wonach der Fisch zuerst vom Kopf stinkt. Name genannt, mithin bekannt.

Sportsch(l)au: Angst vor dem Älterwerden? Das muss nicht sein!

(Köln/Krefeld, 09. August 2022) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ und anderen Publikationsmedien sowie seinem eigenen Internet-Portal an. Dank seiner freundlichen Genehmigung haben wir honorarfrei seit nunmehr über zehn Jahren in loser Folge bislang 107 Kapitel zu diesem Themenkomplex veröffentlicht. Kein Reservoir ist auf Dauer unerschöpflich, selbst wenn hin und wieder etwas Neues dazukommt. Deshalb werden wir gelegentlich frühere, allgemeinverbindliche und zeitlose Beiträge zur Auffrischung oder aber für im Laufe der Zeit hinzugekommene LAMPIS-Leser wiederbeleben.  As

Alt zu werden ist nicht nur eine Gnade: Vieles hat der Mensch selber in der Hand

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in unserer Republik steigt stetig (derzeit 78,5 Jahre bei Männern, 83,4 bei Frauen), und sie bleiben obendrein zunehmend länger gesund. Viele haben dennoch Angst vor dem Älterwerden. Das beruht auf einem weit verbreiteten Irrtum. Denn häufig wird Alter mit Gebrechlichkeit und Demenz gleich gesetzt. Das muss nicht so sein. Wir haben es weitgehend selbst in der Hand, was wir daraus machen. Demenz, Alzheimer und Krebs kommen zwar meist im Alter vor, und für die direkt und mittelbar Betroffenen ist das schlimm. Dennoch: Es sind beispielsweise nur zwei bis drei Prozent der Siebzigjährigen, die an Demenz leiden.

Eine positive Einstellung ist von entscheidender Bedeutung

Die Angst vor Krankheit im Alter wird überbewertet. Übermäßige Arztbesuche beweisen das. Gewiss, Vorsorge ist wichtig. Aber dauernd den Blutdruck, das Gewicht und den Cholesterinwert zu messen, trägt nicht zum Wohlbefinden bei. Hilfreicher ist eine positive Einstellung. Sie ist von entscheidender Bedeutung dafür, wie wir altern und wahrscheinlich auch wie alt wir werden. Unsinnig ist es, Lebensjahre zu zählen. Man ist so alt, wie man sich fühlt. Dann ist es doch egal ob mit 50 oder 70.
Dafür gibt es allerdings keine generelle Bedienungsanleitung. Aber eine ganze Reihe nützlicher Tipps, die in allen möglichen Gesundheitsratgebern beschrieben werden. Jeder kann dann seinen Weg finden, um mit neuem Schwung zu ungeahnter Fitness zu gelangen, den besten Sex seines Lebens zu haben und bei besserer Laune die Jahre zu genießen.
Fazit: Nicht von ungefähr wird davon gesprochen, dass bei sportlich aktiven Menschen das biologische Alter durchaus zehn bis 15 Jahre unter dem auf der Geburtsurkunde liegen kann.

Technische Probleme verhindern übliche morgendliche Berichterstattung

(Krefeld, 10. August 2022; 08:10 Uhr) Guten Morgen, liebe Stammbesucher und Gelegenheitsgäste!
Der ungewöhnliche Beginn verheißt es bereits andeutungsweise. Entgegen sonstiger Gepflogenheiten können wir heute nicht zu früher Morgenstunde bis spätestens 10 Uhr unseren allmorgendlichen Beitrag als Frühstückslektüre via Äther frei Haus in euer elektronisches Medium welcher Art auch immer senden. Technische Probleme verhindern das bislang. Es wird fieberhaft daran gearbeitet. Aber wer wüsste das nicht, der  mit dem PC arbeitet, liegt der Teufel oftmals im Detail und ist nicht so leicht auffindbar.
Bitte einfach später noch mal reinschauen, bis diese Störmeldung an vorderster Stelle verschwunden ist und der bereits auf Halde liegende Artikel eingestellt wurde. Blumen oder Schmetterlinge aus dem eigenen Garten Eden wollte ich stattdessen nicht abbilden. Allerdings liegt genau da das Problem, dass sich Fotos oder Grafiken nicht in den Bericht einblocken lassen.

Beim DLV-Aufgebot für die EM gilt die Prämisse Masse vor Klasse

(Darmstadt/Erding/München/Krefeld, 08. August 2022) Eine sehr saloppe alte Redensart behauptet: Man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu. Das darf allerdings für die hauptamtlichen Spitzenfunktionäre des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) um den geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden Cheik-Idriss Gonschinska, der letzte DDR-Meister über 110 m Hürden, und Chefbundestrainerin Annett Stein getrost verneint werden. Dieses sprachliche Duett der Ausreden und Ausflüchte ist aus dem jüngsten kapitalen Absturz seiner 78 Schützlinge bei der WM der Männer/Frauen in Eugene/Oregon (USA) kein bisschen schlauer geworden. Ganz im Gegenteil: Der Heißluftballon wurde beim Aufgebot (siehe Link) für die nächstwöchige so genannte Heim-EM vom 15. bis 21.August im alt-ehrwürdigen Münchner Olympiastadion um sage und schreibe 34 Athleten*innen auf nunmehr insgesamt 112 aufgeblasen. Darunter naturgemäß fast alle WM-Reisenden im Nationaltrikot der Sporttouristenklasse. Wo sonst sollen sie auch alle herkommen? Gleichwohl: Der Laie ist mal wieder bass erstaunt, der Fachmann wundert sich indes nicht mehr über das handelsübliche Gebaren des DLV mit Masse vor Klasse zu operieren und jonglieren.

Manch einer müsste durch den Verband vor sich selber geschützt werden

Das wollen wir jetzt nicht im Detail durchgehen, zumal der Vorwurf nicht in erster Linie den Akteuren zu machen ist. Wohl dies: Großes Kopfschütteln löst in der Szene, namhafte Trainer/innen von einst wie jetzt und ehemalige deutsche Weltklassen-Athleten eingeschlossen, vorneweg die Nominierung von Speerwerfer Thomas Röhler aus. Der Olympiasieger von 2016 (90,30m), ausgestattet mit einer Bestleistung von 93,90m aus 2017, ist schon seit Jahren nur noch ein Schatten seiner selbst. Der 30-jährige Thüringer belegt mit 72,51m den 13. Platz in der aktuellen DLV-Bestenliste und ist 103. in der europäischen Rangliste 2022. Ja, als schlussendlich chancenloser Titelverteidiger der letzten Europameisterschaften von 2018 in Berlin (89,47m) hat er eine so geheißene „Wild Card“, nimmt keinem Landsmann einen der maximal drei disziplinären Startplätze weg. Aber keiner ist verpflichtet, die Freikarte zu ziehen, sich womöglich dem Gespött und der Häme auszusetzen. Insbesondere bei seiner Reputation aus längst vergangenen Zeiten. Manch einer müsste vor sich selber geschützt werden. Aber die restlos überforderte Verbandsspitze schaut tatenlos zu, nein: sie stellt ihn sogar letztlich auf.   

Bei der EM-Vorbereitung in Erding kann die Bierdusche gleich mit geprobt werden

Was diesmal jedoch anders ist? Es wird entgegen der WM kein luxuriöses neuntägiges „Pre-Camp“ im kalifornischen Santa Barbara zur Verschlimmbesserung der Form geben, bleibt im Lande und macht nahe München in Erding ab heute Station. Das ist insofern ganz praktisch, als nebenbei auch die gekonnte Bierdusche zum Abfeiern der vom, wohlwollend formuliert,
fantasiebegabten DLV-Präsidenten Jürgen Kessing gewünschten Medaillen im zweistelligen Bereich geprobt werden kann. Weihnachten ist freilich auch in diesem Jahr erst wieder ab 24.Dezember und – wir wiederholen zu unserer Glosse vom 02.August – ein Wettkampf kein Wunschkonzert.