Baldiger Meldeschluss für die Nordrhein "Open"

(Aachen/Krefeld, 10. Mai 2014) Nehmen wir eine kleine Anleihe bei Wum und Wendelin, den lustigen Zeichentrickfiguren von Loriot. Nicht vergessen, Samstag, also heute, in zwei Tagen! Dabei handelt es sich logischerweise nicht um den nächsten Sendetermin von „Der Große Preis“ mit Wim Thoelke. Lang, lang ist’s her. Vielmehr um den Meldeschluss (12.Mai) zu den Offenen Nordrhein-Seniorenmeisterschaften ab M/W 30 am 31.Mai 2014 im Aachener Waldstadion. Der Schauplatz der Titelkämpfe ist geschichtsträchtig. Dereinst residierte hier Karl der Große (lateinisch Carolus Magnus), dem als ersten westeuropäischen Herrscher seit der Antike am 25.Dezember 800 in Rom die Kaiserwürde verliehen wurde. Geografisch betrachtet ist Aachen, eigentlich Bad Aachen, die westlichste deutsche Großstadt mit "grünen Grenzen" ohne Schlagbaum zu Belgien und den Niederlanden. Dazu mit knapp über 260.000 Einwohnern der größte anerkannte Kurort, welch hübsche Untertreibung, der Bundesrepublik, bekannt für seine Printen und die fünfte rheinische Jahreszeit, den Karneval, mit der jährlichen Verleihung des Ordens „Wider den tierischen Ernst“.
Wer also über den Wettkampf hinaus Zeit hat – Aachen bietet allerlei Kurzweil. Mit ein bisschen
Glück, einem ausgeklügelten System oder einem angeborenen Pokerface lässt sich hier auch in der offiziellen, staatlichen Spielbank im Kurhaus bei Roulette, Black Jack, Poker und am „Einarmigen Banditen“ (Automatenspiel) ein schneller Euro machen. Aber vorher den Arzt oder Apotheker seines Vertrauens fragen. Denn Glücksspiel kann süchtig machen, wurde jedoch inzwischen auch beim DLV mit der Umverunstaltung der DAMM eingeführt.       

Karl Schrodi verstarb zwei Tage nach 60. Geburtstag

(Geretsried/Fürth/Dinkelsbühl/Krefeld, 10. Mai 2014) Unter einem denkbar ungünstigen Stern steht speziell für das M-60-Team des LAC Quelle Fürth der heutige BLV DAMM Endkampf im mittelfränkischen Dinkelsbühl. Wie gestern bekannt wurde verstarb am 05. Mai, nur zwei Tage nach Vollendung seines 60. Lebensjahres, Hochsprung-Spezialist Karl Schrodi in seiner oberbayerischen Heimatgemeinde Geretsried. Der Bayer war vor zehn Jahren nicht zuletzt zur Verstärkung des DAMM-Teams vom TSV Wolfratshausen nach Fürth gewechselt, gewann mit ihm fünf nationale Titel in der M 50. „Er war in vielen Disziplinen einsetzbar und ein überaus zuverlässiger Athlet. Mit Karl Schrodi verliert die Seniorenabteilung des LAC Quelle Fürth einen allseits beliebten sowie hochgeschätzten Kameraden und ich persönlich einen guten Freund“, teilte der langjährige Team-Manager Dieter Krumm mit.
   

BLV-Endkampf bietet einen ersten Vergleich mit NRW

(Dinkelsbühl/Krefeld, 09. Mai 2014) Gut zu wissen, dass zumindest die Bayern die Tradition hochhalten und sich einen Teufel um Modebegriffe des DLV scheren. Bei ihnen heißt die gute alte DAMM eben noch genau so. Basta! Nachzulesen unter dem Arbeitstitel "Offener BLV DAMM Endkampf", der morgen im mittelfränkischen Dinkelsbühl auf der Sportanlage an der alten Promenade ausgetragen wird. 14 Vereine oder Startgemeinschaften bewerben sich in sechs von zehn möglichen Klassen um die Titel. Für das „Offener“, allerdings außerhalb der Meisterschaftswertung, stehen die LG BEC aus Hessen in der M 70 und der LAC Degerloch aus Württemberg in der W 50. Buchstäblich konkurrenzlos ist das von Experte Dieter Krumm aus Fürth als sehr stark eingeschätzte W-40-Team der StG Mittel-Unterfranken (siehe Beitrag vom 07. Mai). Ansonsten gibt es minimum zwei (Titel-)Bewerber, in der M 70 mit vier die meisten. Wenngleich nicht durchgängig, da weniger Altersklassen (AK) besetzt sind, wird sich zudem zeigen, was die Ergebnisse beim NRW-Team-Endkampf am 01. Mai in Frechen wert sind.
Die jeweils prominentesten Aktiven kommen mit Ingrid Meier (*1947) und Klaus Wucherer (*1944), beide vom LAC Quelle Fürth, aus dem Sprintbereich. Sie müssen allerdings mangels Teams in der eigenen AK in die W 50 respektive M 60 runterstarten. Schauen wir mal, ob die Leistung auch eine Etage tiefer für die Wertung reicht. – Die kompletten Teilnehmerlisten unter diesem Link.

Lothar Huchthausen hoher Favorit auf alle vier Titel

(Magdeburg/Krefeld, 10. Mai 2014) Obwohl bei 20 regionalen Verbänden schnell der Über- und Durchblick abhanden kommen kann, unterstellen wir jetzt einfach mal schlankweg, dass die Sachsen-Anhaltiner heute und morgen auf der Sportanlage Neuer Sülzeweg in Magdeburg den Reigen der Landesmeisterschaften der Senioren/innen eröffnen. Bei diesen zweitägigen Titelkämpfen stehen alle vier klassischen Wurf-Disziplinen auf dem Programm. Aufgepasst! Der gastgebende LVSA reagierte auf die teilweise geringen Meldezahlen mit Zusammenlegungen und demzufolge entsprechenden Zeitplan-Änderungen. Auch im Kugelstoßen und Diskuswurf!
Bekanntester P
rotagonist aus unserer Handwerkszunft ist der mit internationalen Weihen ausgestattete Wurf-Allrounder Lothar Huchthausen (*1935) von der LG Altmark, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alle vier Wettbewerbe mit Kugel, Diskus, Speer und Hammer für sich entscheiden wird. Mit dem Diskus kann er dem als Alleinunterhalter, einen gültigen Versuch vorausgesetzt, nicht entgehen.
Noch ein Stilblü
te aus dem Bereich Märchen und Sagen: Emil Bölling (*1930) von der LG Merseburg taucht im Kugelstoßen der M 80 mit einer Meldeleistung von 26,69 m – in Worten: sechsundzwanzigneunundsechzig – auf. Der Superlativ für diese (Fantasie-)Weite müsste erst noch erfunden werden. – Hier geht es zur vollständigen Teilnehmerliste.       

Ein rhetorischer Blumenstrauß, gebunden von Alwin J.Wagner

(Krefeld, 08. Mai 2014) Kein (Sport-)Journalist geht mit dem erklärten Vorhaben an seine Arbeit, um bei den veröffentlichten Ergebnissen seines Werkens ständig sinnbildliches Schulter klopfen der verehrten Leserschaft einzuheimsen. Die Mechanismen dieses Wechselspieles sind ohnehin so gelagert, dass Einklang in der Sichtweise höchst selten verlautbarte Zustimmung auslöst. Anders herum setzt sich ein Leser schon einmal eher hin, seine gegensätzliche Meinung kund zu tun. So lange er mit seinem Namen dafür gerade steht, ist das auch völlig in Ordnung, manchmal  bei klassischen Streitthemen sogar erwünscht. Eine schwer zu ertragende Spezies sind indes feige, anonyme Zeitgenossen, die sich zu allem sowie jedem berufen fühlen und in irgendwelchen Foren unter Pseudonymen oder Fantasienamen hinterhältig durch die Hecke schießen. Auch oder gerade in der Leichtathletik sind manche Alles- und Besserwisser gut getarnt unterwegs, dabei häufig unterhalb der Gürtellinie zielend.
Da es eben generell, nicht nur in diesem konkreten Falle eher selten ist, wollen wir unseren Mitgliedern, Stammbesuchern und Gelegenheitsgästen den rhetorischen Blumenstrauß nicht vorenthalten, der meinem langjährigen Kollegen und Lampis-Mitgründer gestern gewidmet wurde: „
Axel Hermanns, ein profunder Kenner der Leichtathletik-Szene, kompetent, mit hellwachem, analytischem Verstand, kreativ und kritisch, der natürlich auch polarisiert, veröffentlichte in lampis.net einen Bericht, dem ich nichts mehr hinzufügen möchte.“ Es folgt die Verlinkung zu unserem Beitrag „Preisgeld-Rekord bei den Wagner-Festspielen“.
Die Zeilen stammen vom ehemaligen Weltklasse-Diskuswerfer Alwin J.Wagner, stehen auf Facebook, mithin zumindest theoretisch für ein millionenfaches Auditorium zugänglich. Okay, es ist nicht mit dem Hanns-Joachim-Friedrich-Preis vergleichbar. Was Axel nicht daran hinderte, sich darüber zu freuen und mich, es auch an dieser Stelle öffentlich zu machen. Nun soll freilich nicht verschwiegen werden, dass sich Alwin und Axel seit den späten 1960er Jahren kennen und schätzen. Was der Sache insofern noch Gewicht verleiht, da sie als Brüder im Geiste nicht zu Lobhudeleien irgendwelcher Art neigen und aus ihren Herzen keine Mördergruben zu machen pflegen.