Zwei nicht kompatible "Feiertage": Halloween und Allerheiligen

(Krefeld, 31. Oktober 2019) Plagiatoren gibt es mehr als satt und genug. Auch in der Senioren-Leichtathletik. Aber da ich mich nicht selbst beklauen und obendrein nicht die deutsche Sprache bei derselben Thematik neu erfinden kann, nehme ich eine klitzekleine Anleihe aus dem schon sehr bald zehn Jahre alten wie starken LAMPIS-Archiv.  Also aufgepasst, heute ist „Halloween“, ein Anfang der 1990iger überflüssigerweise (?) aus dem aktuellen Trump-Land der vermeintlich unbegrenzten (Un-)Möglichkeiten importierter Brauch. Wer vor seiner eigenen Haustüre auf ein Klingelzeichen hin meist nicht allzu große Gestalten in Furcht erregenden Kostümen und Masken antrifft, der muss in aller Regel nicht um Leib und Leben fürchten. Der sollte sehr wohl auf den Befehl „Süßes, sonst gibt’s Saures!“  mit einem entsprechenden Vorrat an Süßigkeiten gewappnet sein.  Für die erwachsenen Zeitgenossen werden je nach Lust, Laune und Neigung öffentliche oder private Halloween-Partys organisiert. Besonders berühmt soll jene des heiratswütigen ehemaligen Top-Modells Heidi Klum sein. Die ist freilich einem handverlesenen Personenkreis vorbehalten und findet garantiert nicht in ihrem Heimatort Bergisch-Gladbach statt.

Ulf Timmermann und Johann Stein feiern morgen Geburtstag

Aber es sei nicht verschwiegen, dass es für „Andersgläubige“ auch bedeutend Wichtigeres zu feiern gilt. Denn für etwa 21 Millionen evangelische deutsche Christen ist heute Reformationstag (zugleich in neun Bundesländern Feiertag) zum Gedenken an Martin Luther und seine 95 Thesen von 1517. Morgen an Allerheiligen sind dann die Katholiken (23 Millionen) an der Reihe, die sich allerdings in lediglich fünf (alten) Bundesländern über einen gesetzlichen Feiertag freuen dürfen. Zwei mehr oder weniger bekannte einstige und noch aktive Werfer haben zudem Geburtstag: Ex-Kugelstoßer Ulf Timmermann (*01.11.1962) und der für den TV Werther startende mehrfache deutsche Seniorenmeister Johann Stein (*01.11.1951) aus Hagen in Westfalen. Gute Wünsche sind jetzt noch nicht angebracht. Das soll angeblich Unglück bringen. Und das wollen wir selbstverständlich nicht schuld sein.