"Mister Wurf-Fünfkampf" Klaus Kynast schreibt heute die siebte Null

(Hagen/Krefeld, 08. September 2019) Vielseitigkeit ist ihm irgendwie in die Wiege gelegt worden, dem Klaus Kynast (*08.09.1949 in Regensburg) aus Hagen, der just heute sein 70. Lebensjahr vollendet. Denn er war in der Leichtathletik als Zehnkämpfer unterwegs, schaffte als 21-Jähriger 7.019 Punkte, spielte in Klubmannschaften Basketball, Eishockey und Fußball. Letzteres aktiv bis zu seinem Fünfzigsten als Linksaußen (den gab es damals noch), ehe sich der Linksfüßler und –händer wieder der Leichtathletik zuwandte.
Insofern geradezu folgerichtig bei seiner damals offenbarten Grundschnelligkeit (100m in 10,8) sowie einem gewissen Talent für Stoß und Wurf, dass er sich nach dem Wiederanfang in Einzeldisziplinen mit großer Leidenschaft dem Wurf-Fünfkampf verschrieb.

84 Wurf-Fünfkämpfe in 16 Jahren auf hohem Niveau

Der mittlerweile für den ASC 09 Dortmund startende Wahl-Westfale mit väterlichen bayerischen Wurzeln bestritt seit 2003 sage und schreibe 84 Mehrkämpfe auf hohem Niveau in diesem speziellen Vielseitigkeitswettbewerb aus – der regelgerechten Reihenfolge nach – Hammer, Kugel, Diskus, Speer und Gewichtwurf (siehe auch unsere Cartoons in der Dachleiste). Er ist einer der wenigen wirklichen Wurf-Allrounder hier zu Lande, der zumindest vier sehr ausgewogene Leistungen in die Waagschale der Gesamtwertung legen kann. Das beweisen neben dem Fünfkampf (sieben) auch 16 nationale Titel mit Kugel, Diskus und Hammer durch die verschiedenen Altersklassen hindurch.

Etliche Wehwehchen vereitelten das Saisonziel

Für seine erste nationale Saison in der M70 hatte sich der Hagener 4.500 Punkte zum Ziel gesetzt. Das verhinderten jedoch, Originalton, „Etliche Wehwehchen“. Und so blieb es bei jenen 4.110 Punkten vom  April im hessischen Borken. Immerhin einer seiner vielen „Viertausender“. Nicht zuletzt deshalb verlieh ihm LAMPIS dereinst den schmückenden und vollauf verdienten Beinamen „Mister Wurf-Fünfkampf“.
Noch ein bisschen Privates. Beruflich war bei ihm ebenfalls Präzision gefragt. Klaus stand seinen Mann als Werkstoffprüfer in der Stahlindustrie bei Thyssen Krupp. Als Ehemann und Vater ist er ein Spätberufener, heiratete erst mit 39 und hat zusammen mit seiner Frau eine jetzt 30-jährige Tochter.
Nach großen Feiern zur fünften und sechsten Null wird die siebte eher beschaulich im Kreise der eigenen kleinen Familie und von Verwandten offiziell aus der Taufe gehoben. Viel Spaß dabei und auch von dieser Stelle herzlichen Glückwunsch zum Siebzigsten! Meinerseits kann ich dem noch anfügen: Willkommen im Klub!