Ein heftiger "Shitstorm" breitete sich vor den NK Masters in Gouda aus

(Gouda/Bad Bentheim-Gildehaus/Zuchering/Krefeld, 23. Mai 2019) Andere Länder, andere Sitten. Ob sie immer besser sind, ist Ansichtssache. Jedenfalls hatten unsere insbesondere auf die Leichtathletik bezogen befreundeten westlichen Nachbarn der Niederlande schon sehr früh in der gerade mal begonnenen Freiluftsaison ihre nationalen Titelkämpfe der Senioren*innen, landessprachlich kurz NK Masters genannt. Wer beim Schauplatz Gouda erst einmal an Käse denkt, wiewohl ein schmackhaftes Grundnahrungsmittel, der liegt nicht einmal so schief. Denn als völlig widersinnigem Schimpfwort „So ein Käse“ wird es auch vorher manchen Werfer/innen entfahren sein.
Sie bekamen nämlich via E-Mail mitgeteilt, dass es bei dieser erstmals auf einen Tag komprimierten Veranstaltung aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen in allen fünf Einzeldisziplinen mit Kugel, Diskus, Speer, Hammer und Gewicht lediglich einen, statt der vorgeschriebenen mindestens zwei Probeversuch/e geben würde. Nach einem sich in der Szene wie ein Flächenbrand heftig ausbreitenden „Shitstorm“ (liest sich in Englisch nicht ganz so unfein), ruderte der Verband zurück. Und es hat trotzdem alles reibungslos funktioniert, wofür es hinterher viel Lob gab.

Dank doppelter Staatsbürgerschaft zum Titelgewinn in den Niederlanden

Noch eine Personalie im „Kleinen Grenzverkehr“ zwischen Deutschland und den Niederlanden.
Kirstin Gnoth hat ihre Erfolgsserie im Speerwurf bei den NK Masters im Käse-Mekka in Südholland fortgesetzt. Die Tochter des - mit Verlaub - weithin prominenteren Stabhochspringers und Speerwerfers Siegbert Gnoth (*1940) gewann in der W45 mit 34,16m zum fünften Mal in Folge den Titel. Im vierten Durchgang gelang der Athletin des TuS Gildehaus, die auf Grund ihrer doppelten Staatsangehörigkeit auch für den AC Tion Enschede starten und mithin an den niederländischen Titelkämpfen teilnehmen kann, der entscheidende Wurf. Mit ihrer Siegesweite blieb sie lediglich 55 Zentimeter unter dem Ergebnis (34,71 m) des Vorjahres, als sie in Apeldoorn gesiegt und damit auch die NLV-Bestenliste der Klasse W 45 überlegen angeführt hatte.
Alle Zeiten – Höhen – Weiten, darunter auch viele niederländische Aktive die häufig im westdeutschen Raum in die Ringe und an den Ablauf gehen, mit diesem Link.

Zwei „Ösis“ bei den Bayerischen Rasenkraftsport-Meistershaften

Da wir gerade schon bei „Grenzgängern“ sind. Der international sehr erfolgreiche Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer (*1958; im Bild) aus Wien und sein kaum minder bekannter älterer Landsmann Heimo Viertbauer (*1943) aus Salzburg gingen - kleiner Spaß - mit Erlaubnis ihrer Ehefrauen fremd. Sie schlüpften in das Trikot des oberbayrischen Klubs TSV Grafing und starteten bei den Bayerischen Meisterschaften im Rasenkraftsport-Dreikampf (Hammer, Gewicht, Steinstoß) in Zuchering bei Ingolstadt. „Gassi“ holte sich in der Altersklasse 4 (60 – 69 Jahre) über 87 Kilo Körpergewicht, er brachte 101,3 kg auf die Waage, mit 2.581 Punkten den Titel. Es war zugleich das punktbeste Resultat aller Senioren. Eine Altersetage höher wurde Viertbauer hinter seinem deutschen Klubkameraden Bernd Hasieber (2.436), der einfach das Steinstoßen (10,97 zu 8,11m) viel besser beherrscht, mit 2.261 Zählern Zweiter. – Zum Gesamtwerk nach Zahlen.
Hinweis: Diesen für das Fenster „Ergebnisse“ gedachten Beitrag stellen wir zunächst in die unsere Seite aufmachende Nachrichten-Spalte.