Sportsch(l)au: Vorsicht bei Vitaminen durch Nahrungsergänzungsmittel

(Köln/Krefeld, 08. Oktober 2018)  Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“, anderen Publikationsmedien sowie seiner eigenen Netzseite an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 102. Kapitel zu diesem Themenkomplex, widmet sich den Vitaminen durch Nahrungsergänzungsmittel und wird dazu mit einem zweiten Teil fortgesetzt.  A.H. 

Viel bringt viel, oder? Leider ist das bei den (künstlichen) Vitaminen heutzutage nicht mehr der Fall. Früher mag das noch gestimmt haben. Denn vor etwa 50, 60 Jahren gab es noch nicht diese riesige Auswahl an Lebensmitteln und damit auch nicht an Vitaminquellen. Also hat dieser Mythos damals gestimmt, einfach dadurch bedingt, dass die Menschen nicht eine so vielseitige Auswahl hatten.
Wer aber heutzutage auf die Inhaltstoffe verschiedener Lebensmittel schaut, muss sich doch schon stark wundern, was da so alles drin steckt. So enthält fast jede Brause oder sogar teilweise Brot extra zugesetzte Vitamine. Vieles was der Markt uns heute bietet, wird von unserem Körper nicht gebraucht. Wenn wir statt auf künstliche Vitamine voll auf Naturprodukte setzen, liegen wir damit goldrichtig. Obst- und Gemüseorten wie Weintrauben, Birnen oder Kürbisse liefern genau die richtige Dosis Power für unser Immunsystem im Herbst.

Viel hilft nicht immer viel

Wer zusätzlich auf künstliche Vitamine zurückgreift, sollte dabei die Qualität und Quantität ganz besonders im Blick haben. Denn viel hilft nicht immer viel. Ganz im Gegenteil kann eine Überdosis durchaus auch Schaden anrichten. Zu viele (künstliche) Vitamine können unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Deswegen sollten vorsorglich mit dem Hausarzt die genauen Dosierungen abgesprochen werden.