Benehmen reine Glückssache: Keine Reaktion von Kessing und Hamm!

Kolumne

Moment mal

(Langenzenn/Darmstadt/Krefeld, 18. August 2018)
Benehmen reine Glückssache! Es ist zwar nicht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert. Gleichwohl gilt es als Gepflogenheit und gepflegte Praxis, auf einen „Offenen Brief“ in einer Art Bringschuld zu antworten. Davon ziehen sich der neue DLV-Präsident Jürgen Kessing und der verbandsseitige Leiter Wettkampforganisation Frank O. „Napoleon“ Hamm nichts an. Ehe hier alles nach Art des Rindviechs, was hier freilich ins trübe Bild passen würde, wiedergekäut wird, verweisen wir auf den verlinkten, bei uns erschienenen Offenen Brief von Dieter Krumm aus Langenzenn bei Fürth.

Nichtantwort gewissermaßen ein Schuldeingeständnis
 
Keine Antwort ist indes auch ’ne Antwort. Werten wir es schlicht und ergreifend als Schuldeingeständnis, dass die Diskuswurf-Anlage bei der DM in Nürnberg höchst unzulänglich und wider den glasklaren Vorschriften gesichert war, sodass es zu dieser „Beinahe-Katastrophe“ kommen konnte, bei der ein Fotograf von einem „verirrten“ Diskus von Martin Wierig aus Magdeburg ganz knapp außerhalb der linken Sektorenbegrenzung buchstäblich fast abgeschossen worden wäre.

Volksnähe auf der Strecke geblieben

Aber noch einmal zurück zu diesem hochrangigen „Duo Infernal“ des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Darmstadt. Es hat schlicht etwas mit Stil, Anstand und Höflichkeit zu tun, auf einen Brief in irgendeiner angemessenen Form und Frist zu reagieren. Mehr als drei Wochen sind seither vergangen. Bei Hamm ist dieses ungebührliche Gebaren an der Tagesordnung. In seiner gnadenlosen Selbstüberschätzung und Selbstverliebtheit betrachtet er es als Majestätsbeleidigung (daher sein Spitzname: klein von Wuchs, aber Gernegroß), seine - teilweise aberwitzigen - Handlungen auch nur gelinde in Zweifel zu ziehen. Demzufolge nach dem Motto beleidigte Leberwurst: Funkstille!
Doch für einen neuen Präsidenten, der sich seine Reputation erst noch er- und verdienen muss, der dazu als Oberbürgermeister der überschaubaren Gemeinde Bietigheim-Bissingen (42.234 Seelen) an Volksnähe gewöhnt sein sollte, ist es ein Armutszeugnis der absoluten Sonderklasse.

Clemens Prokop und Margit Jungmann reagierten dagegen stilvoll

Gerne erinnern wir in diesem Kontext daran, dass sein langjähriger Amtsvorgänger Clemens Prokop aus Regensburg und auch die Bundesausschuss-Vorsitzende Margit Jungmann aus Rehlingen bei anderen Sachverhalten auf Schreiben aus dem Volke stilvoll ausgesprochen kurzfristig Flagge gezeigt haben. Ob zur Zufriedenheit der Bitt- respektive Antragsteller, sei einmal dahin gestellt.
Doch so geht es grundsätzlich gesehen eben auch, und das ist gut so! Gell, Herr Hamm!