Wolfgang Ritte probte in drei Disziplinen den Ernstfall für den Zehnkampf

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(Stendal/Krefeld, 15. Mai 2018)  Akribisch wie er nun einmal auch in seinem ganzen sportlichen Handeln ist, hat Stabhochsprung-Überflieger Wolfgang Ritte (im Bild) vom SC Bayer 05 Uerdingen vor seiner Herkules-Aufgabe den Ernstfall geprobt. Der 65-jährge Wahl-Uerdinger aus Moers am Niederrhein schickt sich nämlich an, vier Jahre nach seinem Husarenstreich, dem Weltrekord im Zehnkampf der M60 (8.123 Punkte), beim 6. Stendaler Hanse Cup am 26./27. Mai 2018 im Stadion „Am Galgenberg“ auch diese verteufelt starke Bestmarke (8.205 P.) in der M65 seines deutschen Landsmannes aus Oberursel (den Namen des introvertierten, sehr öffentlichkeitsscheuen Hessen nennen wir ganz bewusst nicht) an sich reißen zu wollen.
Nunmehr hat der „Stabi“ mit gelegentlichen Mehrkampf-Ambitionen anlässlich der Winckelmann-Games am nicht mehr sehr fernen späteren Schauplatz in der Altmark einen ungewöhnlichen Dreikampf absolviert: 100 m Hürden in 16,16 Sekunden, 11,47m im Kugelstoßen und 3,70m in seiner „Schokoladen-Übung“ Stabhochsprung. Messen wir ihn nicht an seinen Leistungen von 2014. Denn auch bei ihm tickt die biologische Uhr unaufhörlich weiter, wenngleich anscheinend etwas langsamer als bei Otto Normalverbraucher. Nehmen wir also den vorjährigen M65-Weltrekord von K.G. aus O. zum Maßstab: 16,19 sec., 10,08m, 2,90m. Folglich dreimal ein Plus für Ritte, davon zweimal sehr deutlich. Aber das hat logischerweise nur sehr bedingten Aussagewert. Abgerechnet wird auch in der Leichtathletik „auf’m Platz“ und zwar nach dem abschließenden 1.500-m-Lauf, dem Marathon der „Könige der Athleten“. Interessant wird es allemal. – Die Resultate aus Stendal unter www.slv92.de.