"Stabi" Wolfgang Ritte verbessert zweimal den M65-Hallen-Weltrekord

(Potsdam/Krefeld, 20. Januar 2018)  Da können wir uns ausnahmsweise einmal entspannt zurücklehnen. Deshalb überlassen wir dem gestrigen Senioren-Hauptdarsteller Wolfgang Ritte (*1953) vom SC Bayer 05 Uerdingen beim 19.Internationalen Stabhochsprung-Meeting  im riesigen Potsdamer Stern-Center seine druckreifen Schilderungen. Authentischer geht es nun einmal nicht.
„Für mich war es eine Ehre und natürlich ein Riesenspaß, bei einem der schönsten Leichtathletikevents Deutschlands als alter Mann noch an den Start gehen zu dürfen. Viele ,Polevault‘-Stars gaben und geben sich bei dieser Veranstaltung ein Stelldichein. So hat zum Beispiel im vergangenen Jahr der Pole Piotr Lisek exakt 6 Meter überquert.
Nun hatte ich das große Glück, bei dieser neuerlichen Auflage auf Anhieb meinen eigenen Senioren-Europarekord der M65 von 3,70 auf 3,80 und dann im zweiten Versuch über 3,87m  den bisherigen Weltrekord des US-Amerikaners John Altendorf von 3,86m zu verbessern. Danach habe ich ebenfalls im zweiten Versuch meine inzwischen eigene Bestmarke auf 3,95m gesteigert. Es war supergeil: Drei Europarekorde und zwei Weltrekorde in einem Wettkampf. Das sind die Augenblicke, an denen ein 65jähriger Mann sich wieder mitten in die Pubertät zurückversetzt fühlt. Den Tag werde ich so schnell nicht vergessen.“
Na, wer weiß? Zumal es seiner Frau Ute nicht unbedingt recht sein wird, dass dieser Zustand dauerhaft anhält. Obendrein ist der „ewige Wunderknabe“ schließlich für immer neue Superlative gut. Es sind nur noch fünf Zentimeter bis zu seiner Vision, als erster Mensch der M65 die Latte bei 4 Meter zu passieren. Die Jagd geht bereits kommenden Samstag beim traditionellen Senioren-Hallensportfest vom LAC Quelle Fürth weiter.
Noch zum jüngsten Ereignis das Dokument in bewegten Bildern.