Diskuswerfer Helmut Maryniak mit tollem Einstand in die nationale M50

(Röttenbach/Krefeld, 04. Januar 2018)  Eine sehr frühe Duftmarke, wie sie noch zeitiger gar nicht möglich ist, setzte Diskuswerfer Helmut Maryniak (*1968) vom 1.FC Passau. Der Niederbayer erzielte beim 1.Neujahrswerfen des TSV Röttenbach im Landkreis Roth bei winterbedingt sehr passablen Bedingungen, einer tollen Anlage und perfekter Organisation gleich beim ersten Start in der M50 mit der 1,5-Kilo-Scheibe sehr beachtliche 54,25m. Dabei konnte er die im vierten Versuch aufgestellte Tagesbestweite durch eine sehr ausgeglichene Serie von 53,55, x, 51,41, 54,25, 50,76 und 50,75m erhärten. Außer jetzt ihm sind in Bayern während der jüngeren Vergangenheit nur noch der in M55 aufrückende Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching mit 58,11m (2017) und Hubert Berger (*1954) vom TSV Schwabmünchen mit 53,86m in derartige Weitenbereiche vorgedrungen.

Ordentliche 6,65m zum Spitzenergebnis mit dem „Zweier“ draufgepackt

„Auf den Tag habe ich mich schon lange gefreut, an dem ich mit dem leichteren Wurfgewicht hantieren darf. Deswegen habe ich auch die erstbeste Chance genutzt“, mailte uns der Passauer. Eine Freude mussten wir ih
m in unserer Antwort allerdings nehmen. Die von ihm gemutmaßte, am Neujahrstag durchaus naheliegende Weltjahresbestleistung war es nicht. Denn der noch 49-Jährige war auch Profiteur der unsinnigen deutschen Regel, wonach hier zu Lande das Jahr der Vollendung für den Eingang zur nächsthöheren Altersklasse gilt. Das soll seine famose Leistung nicht schmälern, die er womöglich bei entsprechendem weiteren Formaufbau und leistungsfördernden sommerlichen Voraussetzungen noch als echter Fuffziger" zu steigern vermag. Obwohl er zu den Werten des Vorjahres mit dem „Zweier“ zwischen 44,31 und 47,60m in der Spitze schon ein ordentliches Pfund draufpackte. Wobei es je nach Werfertyp, mehr von der Kraft oder Technik kommend, keinen verlässlichen Gradmesser in Metern gibt.
Aber bei der Gelegenheit noch einmal in aller Deutlichkeit: Nicht wir sind es, die sich für das unsägliche Nebeneinander von unterschiedlicher abwegiger hausgemachter deutscher und nachvollziehbarer internationaler Regelung entschuldigen müssen. Doch Blinde Kuh werden wir gerade deshalb nicht spielen!