IAAF verlängerte die Suspendierung der russischen Leichtathleten

(Monte Carlo/Pärnu/Auckland/Krefeld, 29. November 2017) Schmieden wir das Eisen, solange es noch heiß, zumindest aber warm ist. Der Internationale Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hat vorigen Sonntag an seinem noblen Dienstsitz in Monte Carlo (Monaco) beschlossen,  Russlands Leichtathleten wegen des systematischen Staatsdopings der Spitzenklasse weiterhin von allen internationalen Wettkämpfen auszuschließen (gilt seit November 2015). Es ist nicht unstrittig, eine Kollektivschuld und eine Sippenhaftung nach dem Motto „Mit gefangen, mit gehangen“ auszusprechen. Insbesondere bei Senioren/innen, die keinerlei Förderung genießen, die nicht dem Kontrollsystem angehören, mithin nicht beweisen können, „sauber“ zu sein, um unter neutraler Flagge zu starten, und obendrein häufig die Ärmsten der Armen sind, sich ihre Teilnahme bei Europa- und Weltmeisterschaften der „Masters“ förmlich vom Munde absparen. Das sind Menschen wie du und ich. Sportkameraden eben.

Suspendierung gilt für alle Klassen –  folglich auch für „Masters“

Aber da hilft nun einmal kein Jammern und Wehklagen: Der Bannstrahl trifft flächendeckend alle Klassen, und diese Suspendierung ist einzuhalten. Basta! Deshalb bleibt unverständlich, dass unter den Augen des offiziellen EMA-Abgesandten Kalle Glomsaker aus Norwegen bei den „Baltic Open“ im estnischen Pärnu 13 russische Senioren-Leichtathleten unbehelligt an den Start gehen durften (wir berichteten). Dies im Übrigen auch bei den World Masters Games in Auckland (Neuseeland), die allerdings nicht unter dem Patronat der verschiedenen Leichtathletik-Dachorganisationen der Senioren wie WMA und EMA stehen, mithin eine Art „Jux-Veranstaltung“ darstellen. Getrost auch daran abzulesen, dass dort etwaig aufgestellte Europa- und Weltrekorde nicht als solche anerkannt werden.

Devise von Perkins und Kaschke: Nach uns die Sintflut

Des Weiteren bleibt unverständlich, dass die bereits vor Monaten von Augen- und Zeitzeugen über diese „Grenzüberschreitungen“ informierten Dachorganisationen mit ihren Präsidenten Stan Perkins (Australien) und Kurt Kaschke aus Freudenstadt in Untätigkeit verharren und keine disziplinarische Maßnahmen ergriffen haben. Ganz zu schweigen davon, was sie tun gedenken, Derartiges in Zukunft zu verhindern.
Nach mir die Sintflut, ist dem Anschein nach das Motto dieser „Brüder im Geiste“. Das interpretiere nun jeder wie er mag.