Treuester Freund des Menschen wird heute mit einem Welttag gefeiert

(Krefeld und die Welt, 10. Oktober 2017) Freimütig eingeräumt – es hat nur sehr bedingt etwas mit (Senioren-)Leichtathletik zu tun. Was uns freilich nicht daran hindern muss, andere Themen aufzugreifen. Und doch könnte es gerade Werfer/innen interessieren. Denn unter ihnen kommt diese Vorliebe besonders häufig vor, die statistisch gesehen immerhin rund 30 Millionen Bundesbürger teilen. Denn hier zu Lande gibt es Schätzungen zu Folge etwa 8,6 Millionen Hunde. Neben Ex-Kugelstoßerin Nadine Kleinert, LAMPIS-Gründervater Peter Holthuijsen und vielen Ungenannten gehört auch der Verfasser als bekennender, überzeugter Hundehalter dazu, konkret einer Boxerhündin (siehe Bild). Und heute ist neben vielen anderen sinnigen und unsinnigen Welttagen im Jahresverlauf der des Hundes. Der domestizierte Nachfahre des Wolfes ist der treueste Freund des Menschen. Obwohl ein Lebewesen aus Fleisch und Blut, gilt er bei uns rein rechtlich gesehen leider lediglich als Sache.

Körpersprache macht ihn verständlich

Er kann so ziemlich alles – außer sprechen. Dafür hat er mit seinem Gebell, seiner Mimik und Körpersprache, insbesondere Ohren und Rute, andere Möglichkeiten, sich auszudrücken. Vorausgesetzt, Herrchen und Frauchen vermögen die Zeichen zu deuten. Aber das zu erlernen, gibt es allerlei nützliche Literatur, notfalls Hundeflüsterer und -versteher wie der vom Fernsehen bekannte Martin Rütter. Dass alles rund um den Hund auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor ist, tut als willkommener Nebeneffekt  auch dem Bruttosozialprodukt ausgesprochen gut, freut die Finanzminister des Bundes und der Länder.
Der kluge Vierbeiner, von wegen dummer Hund, kann freilich viel mehr, als nur Begleiter der vermeintlichen Krone der Schöpfung zu sein (die befindet sich nämlich bei missbräuchlicher Haltung stets am oberen Ende der Leine). Er wird sehr erfolgreich bei Katastrophen und Suchaktionen aller Art als (Auf-)Spürnase eingesetzt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass er Tumorerkrankungen zu erkennen vermag und dank seiner unschlagbaren Ausgeglichenheit dermaßen beruhigend auf Menschen wirkt, dass sich dadurch etwaiger Bluthochdruck senkt. Alle Attribute aufzuzählen, würde diesen Rahmen sprengen.

Jupp Heynckes holte sich bei Schäferhund Cando Rat

Bisweilen wird er auch als Ratgeber eingesetzt. Der jüngst aus seinem Ruhestand auf einem Bauernhof im Schwalmtal am Niederrhein mit allerlei Viechern ins grelle Rampenlicht des Fußballtrainers zurückgekehrte Josef „Jupp“ Heynckes (*1945) erzählte selber, also keine Kolportage, mit launigen Worten, dass er seinen Schäferhund Cando befragt habe, ob er den Hilferuf des FC Bayern München erhören solle. Der habe daraufhin zweimal zustimmend gebellt, und damit sei für ihn, „Don Jupp‘“, die Sache klar gewesen.
Ob’s ein guter Tipp war, muss sich freilich noch herausstellen.